Feuchte Fassadenwände

Zieht Feuchtigkeit in das Mauerwerk ein, führt dies langfristig zu Schäden an der Fassade und an der Bausubstanz. Eine Grundierung und ein frischer Anstrich beugen Beschädigungen langfristig vor. Hier liest du, wie du vorgehst, wenn du feuchte Wände streichen möchten. 

Was du hier lernst:So gehtsExpertentipp

So geht's

1. Vorbereitung

Bevor du eine Fassade trockenlegst, ist es wichtig, diese zu reinigen. Entferne losen Putz, alte Anstriche und Ähnliches gründlich. Dafür eignet sich ein Handbesen. Um eine ebene Fläche herzustellen, verschließe Hohlräume und Risse mit Mörtel.


2. Durchführung

Gehen anschließend folgendermaßen vor, um die Fassade trockenzulegen:

1. Setze eine erste Reihe von Bohrlöchern mit einem Abstand von höchstens 10 Zentimeter vom Boden und zwischen den Löchern in die Wand. Anschließend folgt im Abstand von 5 cm und mittig versetzt eine zweite Reihe. Bevor du fortfährst, die Löcher mit einem Staubsauger oder mittels Druckluft reinigen.

2. Setze die Injektionstrichter der Horizontalabdichtung in die Bohrlöcher und fülle den Inhalt so lange regelmäßig nach, bis das Mauerwerk gesättigt ist. Dies dauert je nach Art der Mauer 6 bis 14 Tage. Um ein Auslaufen der Flüssigkeit zu vermeiden, kannst du die Trichter mit Klebeband ummanteln.

3. Entferne die Trichter. Das Verschließen der Bohrlöcher gelingt mit Bohr- oder Dichtungsschlamm, den du mit einem Stab in die Löcher hineindrücken. Tritt etwas Schlamm aus, drücke diesen mit einem Spachtel zurück und streiche ihn glatt.  Lasse die Wand trocknen.

4. Vor dem erneuten Verputzen, entferne den Altputz vorsichtig mithilfe von Hammer und Meißel und reinige es von Verschmutzungen.

Tipp: Achten Sie beim Streichen auf trockene Wetterverhältnisse – nicht nur im Vorfeld, sondern auch während der Arbeit. Andernfalls kann es zu Blasenbildung und anderen Beeinträchtigungen kommen. Allgemein ist es sinnvoll, Fassaden in der warmen Jahreszeit und nicht zu spät im Jahr zu streichen.