Stahlwandpool aufbauen

Du hast dich für einen Pool mit Stahlwand entschieden und kannst es kaum erwarten, mit der Poolmontage zu beginnen? Wie du beim Stahlwandpool aufbauen vorgehst und was du dabei beachten solltest, erklären wir dir Schritt für Schritt in dieser Aufbauanleitung.

Weitere Tipps rund um das Thema Poolbau findest du in unserem Selbermachen-Bereich sowie auch in unserem Selbermacher-Magazin, dass du dir bei deinem nächsten Besuch im toom Baumarkt kostenlos mitnehmen kannst. 

Schwierigkeitsgrad: Schwierig

Dauer: 2 bis 3 Tage

Werkzeug & Material: Wasserwaage, Meterstab, Arbeitshandschuhe, Eisensäge, Gummihammer, Akku-Schlagbohrmaschine, Cuttermesser, Kombizange, 7er/10er-Schlüssel, Schraubenzieher, Wäscheklammern, Betonmischer, Schubkarre, Styrodurplatten, Bodenschutzvlies, Sprühkleber, Teflonband, Quarzsand, Beton


Tipps zum Aufbauen deines Pools mit Stahlwand

Deine Poolplanung ist abgeschlossen und das Fundament als Untergrund für den Stahlwandpool ist vorbereitet? Dann kann es mit dem Stahlwandpool aufbauen losgehen! Lege dir nun noch das Werkzeug und benötigte Material zurecht und beachte folgende Punkte, bevor du loslegst:

Elektronik den Profis überlassen

Alles, was mit Elektronik zu tun hat, z. B. das Stahlwandpool erden, muss von einem anerkannten Fachbetrieb entsprechend den einschlägigen DIN- und VDE-Vorschriften ausgeführt wird. Falls du dir unsicher bist, frage bei einem Profi nach.

Stahlwandpool vorsichtig behandeln

Die Stahlwände des Pools sind sehr empfindlich. Achte darauf, dass nur geeignete Materialien, die zum Beispiel säurefrei sind, mit ihnen in Berührung kommen. Ansonsten wird die Schutzbeschichtung beschädigt und es kann sich Rost bilden. Möglicherweise wird dadurch auch die Herstellergarantie gefährdet. Sollten Kratzer o. ä. dennoch auftreten, müssen sie sofort mit Rostschutzmittel behandelt werden.

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Stahlwandpool aufbauen: Schritt für Schritt-Anleitung

Einen Stahlwandpool kannst du einfach einlassen und somit verkleiden. In dieser Stahlwandpool-Aufbauanleitung zeigen wir dir alle wichtigen Schritte für das Aufstellen und Einbauen. So kann beim Stahlwandpool aufbauen nichts mehr schiefgehen und der Sommer im eigenen Pool wird zum Vergnügen. Übrigens: Den hier exemplarisch aufgebauten Stahlwandpool findest du in unserem Pool-Katalog auf S. 30 und kannst ihn bequem in jedem toom Baumarkt bestellen. 

Zum Pool-Katalog


1. Vorbereitungen für den Poolaufbau

Mann stellt die Handläufe einer Poolleiter auf.

Starte mit der Pool-Leiter und baue sie als Erstes auf. Das ist äußerst praktisch, denn du kannst sie direkt benutzen, um während in und aus dem Pool zu klettern, während du den Stahlwandpool aufbaust.

Dann solltest du das Fundament säubern und danach das Vlies ausbreiten. Hast du mehrere Teile, kannst du sie Stoß auf Stoß legen oder etwas überlappen lassen. Alles solltest du mit Sprühkleber oder doppelseitigem Klebeband befestigen und hinterher das Vlies säubern.

Breite auch die Poolfolie aus. Damit sich die Falten der Poolfolie aus wärmeplastischem Material glätten, lege sie in die Sonne, um sie aufzuwärmen.

Übrigens: Du solltest die Poolfolie nicht bei starker Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen montieren. Bei zu großer Hitze wird die Folie weich, elastisch und zu groß. Umgekehrt gilt das auch für niedrige Temperaturen. Soll heißen: Sie wird hart, unelastisch und zieht sich zusammen. Die beste Außentemperatur liegt zwischen 15 und 25 °C.


2. Bodenschienen auslegen

Ein Stapel Bodenschienen auf einer Palette.

Die Bodenschienen werden im Kreis zusammengesteckt und auf das Vlies gelegt. Die Poolstahlwand gibt hierfür die Länge vor.

Tipp: Miss den Durchmesser der ausgelegten Schienen und vergleiche ihn mit den Poolmaßen. Sind sie zu unterschiedlich, kannst du, je nach Bedarf, eine Schiene hinzufügen oder entfernen.


3. Stahlwand aufstellen

Handwerkerin stellt einen Stahlwandpool auf.

Nun kannst du den tatsächlichen Stahlwandpool aufbauen. Rolle die Stahlwand vorsichtig und langsam ab. Die Innenseite der Poolwand ist grau, die Außenseite weiß. Jetzt kannst du auch schon das Skimmerblech aus der Aussparung herausbrechen.

Für mehr Stabilität kannst du einige Handläufe auf die obere Kante stecken, dadurch wird die Wand stabiler und das Einstecken in die Bodenschienen geht leichter. Falls du einen Blechüberschuss hast, kannst du ihn ausmessen und die Bodenschiene passend zuschneiden, anstecken und das restliche Blech einsetzen.

Zwischen den beiden Enden der Poolwand solltest du etwa 0,5 cm Platz aussparen. Du verbindest sie dann mit einer sogenannten Verbindungsschiene, die mit einem Gummihammer bis zur Bodenschiene geklopft wird. Jetzt kannst du die Stahlwand noch bewegen und auf dem Fundament richtig positionieren.


4. Skimmer (Oberflächenabsauger) installieren

Die Anschlusstülle eines Skimmers wird für die Installation vorbereitet.

Die Schlauchanschlusstülle des Skimmers muss zur Abdichtung vorab ordentlich mit Teflonband umwickelt werden. Danach drehst du sie an den Skimmer. Jetzt kannst du die Skimmer-Dichtung an die Aussparung im Pool klemmen und dann den Skimmer anschrauben.


5. Erdungskabel platzieren

Für das Erdungskabel wird der Stahlwandpool angebohrt.

Hierfür kannst du die Stahlwand im unteren Bereich anbohren und das Erdungskabel mit einer Metallschraube und etwas Vlies als Polsterung befestigen. Von dort aus wird das Kabel dann zu einem Erdungspfahl verlegt. Überlasse das Stahlwandpool erden aber besser einem Experten!


6. Folie im Pool ausbreiten

Poolfolie wird in einem Stahlwandpool ausgebreitet.

Ziehe nun deine Schuhe aus und steige in den Pool. Als Erstes suchst du die Schließnaht an der Folie. Sie darf nie am Skimmer oder der Düse sein. Hänge nun die Folie ein und befestige sie mit Klammern. Jetzt drückst du sie mit den Füßen bis in die Ränder des Pools.


7. Handläufe montieren

Handwerker klopft Handlaufstücke an einem Stahlwandpool fest.

Liegt die Folie gut, kannst du Handlaufstücke mit den Verbindungsstücken aufsetzen und mit einem Gummihammer auf dem Beckenrand festklopfen. Wie bei den Bodenschienen musst du auch hier den überschüssigen Handlauf ausmessen, zuschneiden und einsetzen. 


8. Wasser in den Pool einlassen

In einen Stahlwandpool wird Wasser mit einem Schlauch eingelassen.

Ziehe deine Socken aus und lasse etwas Wasser in den Pool. 2-3 cm hoch reichen aus. Nun schiebst mit den Füßen noch einmal die Folie bis an die Kanten und glättest dadurch grobe Falten. Danach raus aus dem Pool und mehr Wasser einlassen.


9. Filteranlage und Pumpe montieren

Ein Mann bereitet Filter und Pumpe für einen Pool vor.

Setze den Filterkessel auf die Grundplatte und schraube ihn gut fest. Danach kommt der Stern in den Kessel, auf ihn steckst du die Filterkerzen.

Auch die Pumpe wird auf die Grundplatte geschraubt. Hast du das gemacht, montierst du die beiden Schlauchtüllen mit Dichtungen an der Saug- und Druckseite.


10. Filteranlage vorbereiten

In eine Filteranlage wird Filtersand eingefüllt.

Nun kannst du die Filteranlage auf ihre finale Position stellen und mit dem Einfüllen des Filtersands beginnen. die Größe der Sandkörner im Filtersand sollte zwischen 0,4 und 0,8 mm Umfang betragen. Sind sie größer, kann die Sandfilterpumpe nicht optimal arbeiten. Sind sie zu klein, landen sie möglicherweise im Poolwasser und verderben den Badespaß.

Wichtig: Den Filterkessel niemals bis zum Rand mit Quarzsand befüllen, sondern oben etwa ein Drittel Platz aussparen.

Nimm dir nun das Ventil und setze es mit der Dichtung auf den Filterkessel. Mit dem Spannring kannst du es jetzt befestigen. Achte hierbei auf die Position der Sechskantmutter. Der Spannring hat dafür eine Aussparung. Danach bringst du noch den Vorfilter an und setzt das Körbchen ein.


11. Verbindungsschläuche anbringen

Handwerker montiert den Verbindungsschlauch an einer Pool-Filteranlage.

Am Ventil sind die Anschlüsse für die Verbindungen angegeben:

  • Return – zurück in den Pool
  • Pump – zur Pumpe
  • Waste – Schmutzwasserablauf

Zunächst montierst du den Verbindungsschlauch zwischen Filterpumpe und Ventil. Der Schlauch der Pumpe kommt an den gekennzeichneten Pumpanschluss.

Zu guter Letzt schließt du einen Schlauch zwischen dem Skimmer und der Saugseite der Pumpe an.


12. Stahlwandpool einbauen mit Beton

Die Wände eines Stahlwandpools werden einbetoniert.

Stelle die Styrodurplatten rund um den Pool. Sie sollen verhindern, dass
der Beton die Stahlwand eindrückt, und dienen gleichzeitig als Wärmeisolierung. Um den Stahlwandpool richtig einzubauen, nutzt du Beton.

Betoniere an einem Tag etwa bis zur Hälfte der Platten und lasse alles dann einen Tag aushärten. Am nächsten Tag kannst du dann bis zur oberen Kante der Platten betonieren.


13. Düse und Skimmer fertig installieren

Jemand schraubt ein Verbindungsstück an einen Stahlwandpool.

Fülle deinen Pool nun mit Wasser bis kurz unter die Düsenaussparung. Ist die Folie gut gespannt, kannst du mit dem Anbringen von Düse und Skimmer beginnen. Setze zunächst die Dichtung auf die Düse und stecke sie von innen durch das Loch, sodass sich die Folie spannt. Dann ritze die Folie ein, stecke die Düse komplett durch und trenne die Folie ab.

Die Gleitscheibe mit Dichtung wird von außen angebracht. Du schraubst die Kontermutter auf und ziehst alles mit einer Zange fest. Dann verbindest du den Schlauch der Düse mit dem Return-Ventil am Filter. Die Schlauchenden mit einer Schelle festschrauben. Jetzt kannst du auch den Schlauch für den Ablauf anschließen.

Schraube dann den Skimmerflansch von innen an die Aussparung und schneide die Folie mit einem scharfen Messer vorsichtig aus. Setze dann den Skimmerrahmen auf und bringe Skimmerkorb und -klappe an. Wenn sich die Klappe gut bewegen lässt, kannst du den Deckel aufsetzen.


14. Dein Pool ist fast fertig!

Ein fertig aufgebauter Stahlwandpool.

Dein Stahlwandpool ist nun fertig aufgebaut und eingelassen! Jetzt musst du nur noch die Erde aufschütten und den Bereich um deinen Pool anpassen. Was du vor dem ersten Schwimmen beachten solltest, kannst du in unserem Ratgeber zur Poolpflege nachlesen.


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