Seit Jahrhunderten begeistert der Buchsbaum zahlreiche Hobbygärtner. Bereits der römische Gelehrte Plinius berichtete in seinen Schriften vom Holz des Buchsbaums, aus dem zu seiner Zeit kleine Dosen und Kästchen hergestellt wurden. Heutzutage zählt der Buchsbaum in Deutschland zu den meist gepflanzten Sträuchern und ist in etwa 50 verschiedenen Arten erhältlich.

Der Buchsbaum eignet sich sowohl für die Pflanzung als Buchsbaumhecke als auch für das Anpflanzen im Kübel. Zudem ist der immergrüne Strauch leicht in Form zu bringen – von rund bis eckig existiert der Buchsbaum in unterschiedlichsten Varianten. Im Ratgeber von toom Baumarkt erfährst du unter anderem, wo sich der ideale Buchsbaum-Standort befindet, wie du deinen Buchsbaum pflegen kannst und ob du ihn im Winter schneiden solltest.

Buchsbaum Übersicht (PDF) 


Der optimale Buchsbaum-Standort

Wie bei vielen anderen Pflanzen ist auch das Gedeihen des Buchsbaums vom richtigen Standort abhängig. Buchs toleriert zwar Vollschatten, wächst dort aber nur langsam. Am besten wählst du einen Platz, der folgende Kriterien erfüllt:

  • sonnig bis halbschattig
  • keine Staunässe oder Stauhitze
  • luftig, damit Feuchtigkeit rasch verdunsten kann

Um Staunässe zu vermeiden, solltest du Buchs niemals in eine Senke pflanzen, in der Wasser nur schlecht abläuft oder langsam versickert, da dies zu Pilzkrankheiten führen kann. Aufgrund seiner südeuropäischen Herkunft ist für den Buchsbaum ein sonniger Standort gut geeignet, der dennoch keinen Hitzestau zulässt. Ein Standort vor der Südwand eines Hauses oder einer sich stark aufheizenden Mauer sollte entsprechend vermieden werden. In der prallen Mittagssonne drohen zudem Blattschäden. Ein luftiger, ebenerdiger und gegebenenfalls leicht erhöhter Platz, an dem die Morgen- oder Abendsonne den Strauch erreicht, ist hingegen ein idealer Buchsbaum-Standort.

Bei der Wahl des Standorts für deinen Buchsbaum solltest du auch auf die Qualität des Bodens achten. Buchs ist ein Flachwurzler und braucht einen nährstoffreichen, durchlässigen und feuchten Boden mit hohem Humus-Anteil. Ein zu stark verdichteter Boden ist wiederum ungeeignet. Bei vorhandener Staunässe kann eine Drainage Abhilfe schaffen. Das Erdreich am Standort des Buchsbaums sollte nur mäßig kalkhaltig und lehmig sein und einen pH-Wert von 7 bis 8 aufweisen. Sandigen Boden solltest du mit reichlich Kompost anreichern.

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Wann sollte der Buchsbaum gepflanzt werden?

Generell ist für die Pflanzung des Buchsbaums ein sonnenwarmes Erdreich besonders geeignet, das vielerorts insbesondere in den Herbstmonaten vorhanden ist. Der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen des Buchsbaums richtet sich außerdem nach dem Zustand des Wurzelwerks beim Kauf:

  • Wurde dein Buchsbaum im Kübel oder Container gezogen, kannst du ihn ganzjährig einpflanzen. Frostperioden solltest du allerdings meiden. Natürlich kannst du den Buchsbaum auch im Kübel direkt auf die Terrasse oder in den Garten stellen.
  • Wenn du sogenannte Ballenware kaufst, sind die Wurzeln des Buchsbaums von einem schützenden Erdballen umschlossen. Buchs dieses Formats pflanzt du am besten zwischen Oktober und Mai.
  • Wurzelnackte Pflanzen, die du ohne einen schützenden Erdballen kaufst, sollten idealerweise kurz vor dem Wintereinbruch im Zeitraum von Oktober bis November oder zum Frühlingsanfang zwischen Februar und April gepflanzt werden.

Buchsbaum pflanzen: Schritt für Schritt

Nachdem du dich für einen Standort für deinen Buchsbaum entschieden hast und der richtige Zeitpunkt gekommen ist, kann es mit dem Einpflanzen losgehen. Nachfolgend erfährst du Schritt für Schritt, wie du beim Pflanzen deines Buchsbaums vorgehen solltest:

  1. Befreie den Pflanzbereich des Buchsbaums von Unkraut, Steinen und Wurzeln.
  2. Durchtränke den Wurzelbereich des Buchsbaums vor dem Einpflanzen über zwei bis drei Stunden in einem mit Wasser gefüllten Eimer.
  3. Beim Pflanzen einer Buchsbaumhecke spannst du zunächst eine Schnur entlang des Bodens, um sicherzustellen, dass die einzelnen Buchsbäume später in einer geraden Linie stehen.
  4. Hebe nun die Pflanzlöcher aus.
  5. Reichere das ausgehobene Erdreich mit organischem Dünger an. Geeignet sind zum Beispiel gesiebter Kompost, feinkörniger Sand oder gekörnter Rinderdung.
  6. Setze die Pflanzen ein und fülle die Pflanzlöcher mit der angereicherten Erde auf.
  7. Tritt das Erdreich vorsichtig fest und gieße die Buchsbäume großzügig an.
  8. Eine Schicht aus Mulch oder Kompost schafft ein Umfeld, in dem der Buchsbaum gut gedeihen kann.

Egal, ob ein einzelner Buchsbaum oder eine Buchsbaumhecke: Beim Pflanzen der Sträucher solltest du stets darauf achten, dass die Pflanzlöcher groß genug sind. Bei Ballenware sollte die Grube um die einzelnen Buchsbäume mindestens 15 Zentimeter breiter sein als der Wurzelballen und der Wurzelhals des Buchsbaums mindestens fünf Zentimeter tief in der Erde sitzen.

Ein eventuell vorhandenes Ballentuch muss übrigens nicht entfernt werden. Knote oder schneide es stattdessen nur auf und setze den Buchsbaum anschließend in die Grube. Öffne das Tuch dann und grabe es mit ein. Das Ballentuch wird sich mit der Zeit automatisch zersetzen. Wenn du wurzelnackte Ware pflanzt, müssen die Wurzeln des Buchsbaums vor dem Einpflanzen auf etwa 30 Zentimeter gekürzt sowie Knick- und Bruchstellen entfernt werden.

Du möchtest eine Buchsbaumhecke als Sichtschutz pflanzen? Dann eignet sich Buxus sempervirens arborescens besonders gut. Damit deine Buchsbaumhecke blickdicht wächst, solltest du vier Pflanzen je laufendem Meter einsetzen, was einem Pflanzabstand von 25 Zentimetern entspricht.


Buchsbaum richtig pflegen

Nicht zuletzt ist es wichtig, deinen Buchsbaum adäquat und regelmäßig zu pflegen, damit er bestmöglich gedeiht. Beim Gießen im Rahmen der Buchsbaumpflege solltest du darauf achten, den Buchs von unten zu gießen und vor allem bei Hitze eine Bewässerung von oben zu vermeiden, da feuchte Blätter Pilzbildung befördern können. Bei warmem, trockenem Wetter darf ruhig großzügig gegossen werden. Ein Buchsbaum im Kübel oder Topf benötigt mehr Wasser als Beetpflanzen oder eine Buchsbaumhecke.

Düngen des Buchsbaums

Beim Düngen deines Buchsbaums ist Ausgewogenheit ein wichtiges Stichwort: Eine Überdüngung solltest du ebenso vermeiden wie eine Unterversorgung mit Nährstoffen. Beides kann die Pflanzen schwächen und anfällig für Krankheiten und Schädlinge machen. Ein Mulch aus Kompost versorgt den Buchsbaum im Frühjahr mit wichtigen Nährstoffen und schützt zugleich das Wurzelwerk vor Spätfrost. Zusätzlich solltest du zwischen Mitte April und Anfang August einmal wöchentlich flüssigen Buchsbaumdünger verabreichen, den du direkt in das Gießwasser mischen kannst. Wenn sich die Blätter deines Buchsbaums orange oder rötlich verfärben, kann das an einer Mangelversorgung mit Stickstoff liegen. In diesem Fall ist es empfehlenswert, mit Hornspänen, Hornmehl oder Horngries zu düngen.


Buchsbaum im Winter schneiden

Ob eckiger, kugelförmiger und runder Buchsbaum: Die Vielfalt der Formen, in denen der Buchsbaum in Gärten und auf Terrassen zu sehen ist, ist groß. Das Strauchgewächs verträgt Form- und Rückschnitt jeder Art. Auch ein Rückschnitt bis ins mehrjährige Holz ist kein Problem. Es ist allerdings ratsam, auf ein Düngen und Schneiden des Buchsbaums im Winter zu verzichten, da die frischen Schnittstellen erfrieren können. Stattdessen solltest du das Buchsbaumschneiden am besten auf die Hauptwachstumszeit zwischen April und September legen.

Schneide Buchs nur bei bedecktem Himmel und nie bei Regen. Beim Buchsbaumschneiden unter Sonneneinstrahlung können die freigelegten Blätter verbrennen. Darüber hinaus gilt beim Buchsbaumschneiden die Grundregel, dass lieber öfter und zurückhaltend geschnitten werden sollte anstatt selten und radikal. Da Buchs giftig ist, solltest du beim Schneiden auf jeden Fall Handschuhe tragen und eine frisch geschärfte und desinfizierte Schere verwenden. Schablonen aus dem Fachhandel verhelfen zu einem besonders präzisen Schnitt.

Du pflanzt Ballenware oder wurzelnackte Ware? Dann verpasse dem Buchsbaum einen starken Rückschnitt. Am besten schneidest du ihn gleich nach dem Einpflanzen um etwa ein Drittel zurück. Warum? Durch die Ernte verlieren die Pflanzen viel Wurzelmasse. Dank des Rückschnitts fällt es den übrig gebliebenen Wurzeln des Buchsbaums leichter, die vorhandenen Triebe zu versorgen. Du stellst ein gesundes Gleichgewicht her und unterstützt deinen Buchsbaum dabei, sich gut zu entwickeln.


Buchsbäume schützen

In diesem exklusiven Videoratgeber verrät dir unser Pflanzenarzt René Wadas seine Profitipps, um Buchsbäume vor dem Buchsbaumzünsler oder Mehltau zu schützen.

Buchsbaumkrankheiten erkennen und bekämpfen

Eine gründliche und regelmäßige Gesundheitskontrolle deines Buchsbaums ist essenziell, um sicherzustellen, dass die Pflanzen sich keine Pilzinfektion zugezogen haben oder von Schädlingen, wie dem gefräßigen Buchsbaumzünsler, befallen wurden. Achte schon beim Kauf auf Symptome, die auf eine der zahlreichen Buchsbaumkrankeiten hindeuten könnten. Wenn du etwa schwarze Verfärbungen oder Blattfall feststellst, die auf das sogenannte Buchsbaumtriebsterben hindeuten können, ist von einem Kauf abzuraten.

Alle Buchsbaumarten können vom Triebsterben betroffen sein, wobei die verschiedenen Sorten unterschiedlich anfällig sind. Sind die Buchsbäume bereits vom Buchsbaumtriebsterben befallen, müssen die Sträucher sofort kräftig zurückgeschnitten werden. Anschließend solltest du die Schere desinfizieren und das Schnittgut mit dem Hausmüll entsorgen. Alle abgefallenen Blätter müssen unbedingt aus dem Beet entfernt werden, da die Sporen selbst nach mehreren Jahren noch ansteckend sind.

Im Haus- und Kleingarten sind Pflanzschutzmittel zur Bekämpfung des Triebsterbens am Buchsbaum verboten. Vorbeugend kannst du jedoch kräftigende Pflanzenstärkungsmittel wie beispielsweise Buxus-Bio-Dünger anwenden. Auch ein Insektenhotel, das Nützlinge in den heimischen Garten lockt, eignet sich zur Vorbeugung von Buchsbaumkrankheiten.


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