Buchsbaum

Bereits der römische Gelehrte Plinius berichtete in seinen Schriften vom Holz des Buchsbaums, aus dem vor allem kleine Dosen und Kästchen angefertigt wurden. Später rahmten die Römer auch ihre Gartenbeete mit niedrigen Buchsbaumhecken ein. Auch heute noch begeistert der immergrüne Strauch die Hobbygärtner. Der Buchsbaum ist leicht in Form zu bringen, anspruchslos und robust. Die dicht wachsende und frostharte Pflanze eignet sich besonders gut als Heckenpflanze, Solitär- und Formschnittholz geeignet.


Standort: Sonne oder Halbschatten

Gießen: Mäßig gießen

Düngezeit: März bis Juni



Buchsbaum pflanzen

Der Buchsbaum ist das in Deutschland am meisten gepflanzte Ziergehölz. Hierzulande können Hobbygärtner aus circa 50 verschiedenen Arten wählen. Der „Buxus semp. Arborescens“ ist ideal für den Formschnitt. Minihecken und Miniaturkugeln gelingen mit dem „Buxus semp. Suffruticosa“. Für einen kleinen Farbtupfer im Garten eignen sich der blau-grüne „Buxus semp. Blauer Heinz“ und der weiß-grüne „Buxus Elegantissima“.

Eine der wichtigsten Entscheidungen triffst du bereits beim Kauf. Betrachte jedes Exemplar ganz genau. Wenn du Anzeichen typischer Buchsbaum-Krankheiten entdeckst, verzichte besser und wähle Pflanzen aus, die keine derartigen Symptome zeigen. Ohne sorgfältige Gesundheitskontrolle riskierst du, dass deine Buchsbäume Schaden nehmen und teilweise oder sogar ganz absterben. Zumindest verlierst du eine Menge Zeit bei der Ursachenbekämpfung, wenn du deine Pflanzen retten willst.

Standort

Für einen Buchsbaum ist der richtige Standort genauso wichtig wie für jede andere Pflanze. Buchs toleriert zwar Vollschatten, wächst und gedeiht dort jedoch langsamer. Am besten suchst du einen Platz, der folgende Kriterien erfüllt:

  • Sonne bis Halbschatten

  • weder Staunässe noch Stauhitze

  • luftig, damit Feuchtigkeit schnell trocknet

Um Staunässe zu vermeiden, solltest du Buchs niemals in einer Senke pflanzen, in der Wasser schlecht abläuft oder nur langsam versickert – ansonsten können Pilzkrankheiten folgen. Dank seiner südeuropäischen Herkunft schätzt der Buchsbaum Wärme zwar durchaus, ein Hitzestau tut ihm aber auch nicht gut. Vermeide es also, ihn in sonnenexponierter Lage direkt vor die Südwand eines Hauses oder vor eine Mauer zu setzen, die sich stark aufheizt. In der prallen, sommerlich-heißen Mittagssonne drohen zudem Blattschäden. Ein luftiger, ebenerdiger oder sogar leicht erhöhter Platz, an dem die Morgen- oder Abendsonne den Buchs verwöhnt, eignet sich hingegen ideal.

Boden

Buchs ist ein Flachwurzler und braucht einen nährstoffreichen, durchlässigen und feuchten Boden mit hohem Humus-Anteil – ein feinkrümeliges Erdreich also, das Nässe aufnimmt und versickern lässt. Zu stark verdichteter Boden lässt die Wurzeln regelrecht ersticken. Ist Staunässe ein Problem, kann eine Drainage helfen. Das Erdreich sollte mäßig kalkhaltig und lehmig sein und einen pH-Wert von 7 bis 8 aufweisen. Sandigen Boden solltest du mit reichlich Kompost anreichern.


Wann pflanzen?

Sonnenwarmes Erdreich im Herbst mag der Buchs besonders gern und wächst darin zügig an. Wichtig ist außerdem der Zustand des Wurzelwerks beim Kauf:

  • Im Topf oder Container gezogenen Buchsbaum kannst du ganzjährig pflanzen. Frostperioden solltest du allerdings meiden. Natürlich kannst du den Buchs auch einfach direkt im Topf auf die Terrasse oder in den Garten stellen.
  • Wenn du sogenannte „Ballenware“ kaufst, dann umschließt ein schützender Erdballen die Wurzeln. Buchs in diesem Format pflanzt du am besten zwischen Oktober und Mai.
  • „Wurzelnackte“ Pflanzen, die du ohne einen schützenden Erdballen kaufst, pflanzt du idealerweise kurz vor dem Winter von Oktober bis November oder gegen Frühlingsanfang, zwischen Februar und April.

Pflanzabstand

Du möchtest eine Sichtschutzhecke pflanzen? Dann eignet sich Buxus sempervirens arborescens ideal. Damit die Hecke blickdicht wächst, setzt du vier Pflanzen je laufendem Meter (m). Das entspricht einem Pflanzabstand von 25 Zentimetern (cm).

Buxus sempervirens suffruticosa eignet sich hingegen sehr gut als kleine Beeteinfassung. 15 Zentimeter Abstand zwischen den Pflanzen sind eine gute Richtgröße. Generell solltest du etwas mehr Abstand zu anderen Pflanzen mit stärkerem Wurzelwerk halten, die dem Flachwurzler sonst Konkurrenz machen.


Wie pflanzen?

  1. Befreie den Pflanzbereich von Unkraut, Steinen und Wurzeln.
  2. Durchtränke den Wurzelbereich des Buchsbaums vor dem Einpflanzen etwa zwei bis drei Stunden lang in einem Eimer/Gefäß mit Wasser.
  3. Wenn du eine Buchsbaumhecke pflanzt, spannst du zunächst eine Schnur entlang des Bodens. So stellst du sicher, dass du die Pflanzen in einer geraden Linie pflanzt.
  4. Anschließend hebst du die Pflanzlöcher (ggf. entlang der Schnur) aus. Für Größe und Tiefe siehe weiter unten.
  5. Reichere das ausgehobene Erdreich mit organischem Dünger an – zum Beispiel mit gesiebtem Kompost, feinkörnigem Sand oder gekörntem Rinderdung.
  6. Setze die Pflanzen ein und fülle die Pflanzlöcher mit der angereicherten Erde auf.
  7. Tritt das Erdreich fest und gieße großzügig an.
  8. Eine Schicht aus Mulch oder Kompost schafft ein förderliches Umfeld.

Ob Hecke oder Solitär: Achte beim Buchsbaumpflanzen generell darauf, dass die Pflanzlöcher groß genug sind. Für Ballenware sollte die Grube rundum wenigstens 15 Zentimeter größer sein als der Wurzelballen. Der Wurzelhals sollte zudem mindestens fünf Zentimeter tief in der Erde sitzen. Ein eventuell vorhandenes Ballentuch entfernst du beim Pflanzen übrigens nicht. Knote oder schneide es nur auf und setze die Pflanze in die Grube. Öffne dann das Tuch und grabe es mit ein. Das Ballentuch zersetzt sich mit der Zeit.

Wenn du wurzelnackte Ware pflanzt, kürze die Wurzeln auf etwa 30 Zentimeter ein. Knick und- Bruchstellen entfernst du gleich mit.


Buchsbaum pflegen

Eine adäquate Pflege ist der dritte wichtige Baustein. Auch hier setzt du am besten auf eine gründliche und regelmäßige Gesundheitskontrolle, damit deine Pflanzen besser gegen Pilzinfektionen und Schädlinge wie die gefräßigen Raupen des Buchsbaumzünslers bestehen. Außerdem kannst du ein Insektenhotel bauen, um damit Nützlinge in den heimischen Garten zu locken, die Schädlinge auf natürliche Weise dezimieren.

Gießen

Gieße Buchs am besten generell von unten. Vermeide vor allem bei Hitze – aber am besten generell – eine Beregnung von oben. Regelmäßig feuchte Blätter fördern die Pilzbildung. Bei warmem, trockenem Wetter kannst du ruhig großzügiger gießen. Kübel- und Topfpflanzen benötigen mehr Wasser als Beetpflanzen. Je öfter du Buchsbaum schneidest, desto mehr Wasser und Nährstoffe brauchen die Pflanzen. Schließlich müssen sie die fehlenden Blätter schnell ersetzen.

Düngen

Achte auf Ausgewogenheit: Eine Überdüngung solltest du ebenso vermeiden wie eine Minderversorgung mit Nährstoffen. Beides kann die Pflanze schwächen und anfällig für Krankheiten und Schädlinge machen. Ein Mulch aus Kompost versorgt die Pflanzen im Frühjahr mit wichtigen Nährstoffen und schützt das Wurzelwerk zugleich vor Spätfrost. Darüber hinaus verabreichst du von Mitte April bis Anfang August einmal wöchentlich flüssigen Buchsbaumdünger – direkt mit dem Gießwasser.

Wenn sich die Blätter deines Buchsbaums orange oder rötlich verfärben, kann das an einer Mangelversorgung mit Stickstoff liegen. In diesem Fall solltest du entsprechend düngen – zum Beispiel mit Hornspänen bzw. Hornmehl oder Horngries. Der organische Dünger gibt Nährstoffe kontinuierlich über längere Zeit ab.

Gegen den Buchsbaumzünsler hilft ein Gemisch aus Niemöl und Wasser. Niemöl ist ein pflanzliches Öl, welches verhindert, dass sich die Raupe weiterhin am Buchsbaum satt frisst. Dieses Öl mit einer Spritze am besten morgens und abends und nicht bei direkter Sonneneinstrahlung gleichmäßig auf und in den Buchsbaum sprühen. Dann lassen die Zünsler schon bald von ihm ab.


Buchsbaum schneiden

Genau genommen gehört der Gehölzschnitt auch zur Pflege und hält die Pflanzen in Form. Buchsbaum verträgt Formschnitt und Rückschnitt jeder Art – sogar bis auf das Grundgerüst. Auch ein Rückschnitt bis ins mehrjährige Holz ist kein Problem. Generell gilt:

  • Lieber öfter und zurückhaltend schneiden als selten und radikal.
  • Trage auf jeden Fall Handschuhe, denn Buchs ist giftig.
  • Verwende stets eine frisch geschärfte und desinfizierte Schere.
  • Führe die Schnitte von oben nach unten.

Vielfältige Schablonen aus dem Fachhandel erleichtern Gartenkünstlern eine präzise Arbeit. Ein Formschnitt hat beim Buchsbaum lange Bestand. Je öfter du schneidest, desto kompakter und blickdichter wird er aber. Beschränke dich am besten auf die Hauptwachstumszeit zwischen April und September, denn in der übrigen Zeit wachsen die Pflanzen kaum. Schneide Buchs im Sommer nur bei bedecktem Himmel und nie bei Regen oder Frost. Bei voller Sonne können die neu freigelegten Blätter verbrennen. Sie benötigen etwas Zeit, sich anzupassen. Am besten spendest du den Pflanzen zwei Tage lang etwas Schatten mit einem Vlies. Wenn du Buchsbaum bei Frost schneidest, können die frischen Schnittstellen erfrieren.

Du pflanzt Ballenware oder wurzelnackte Ware? Dann verpass dem Buchsbaum einen starken Rückschnitt – am besten gleich nach dem Einpflanzen um etwa ein Drittel. Warum? Durch die Ernte verlieren die Pflanzen viel Wurzelmasse. Dank des Rückschnitts fällt es den übrig gebliebenen Wurzeln leichter, die vorhandenen Triebe zu versorgen. So stellst du ein gesundes Gleichgewicht wieder her und dein Buchs kann sich gut entwickeln.


Vorbeugung gegen das Buchsbaum-Triebsterben

Sollen an anderer Stelle neue Buchsbäume gesetzt werden, dann ist es beim Zukauf eine sorgfältige Gesundheitskontrolle der Pflanzen zu empfehlen. Wenn schwarze Verfärbungen an den Treiben oder Blattfall festgestellt werden, ist von einem Kauf abzuraten. Alle Buchsbaumarten können befallen werden, allerdings sind die verschiedenen Buchsbaumsorten unterschiedlich anfällig. 

Als hochanfällig werden die "Buxus sempervirens"-Sorten "Suffruticosa", "Rotundifolia!, "Blauer Heinz" und "Handsworthiensis" eingestuft. Weniger anfällig haben sich bisher gezeigt: "Buxus sempervirens Elegantissima", "Buxus sempervirens var. arborescens“ und die "Buxus microphylla“-Sorten "Faulkner“ und "Herrenhausen“. Geschnittene Pflanzen trocknen wegen ihres dichten Wuchses nicht so leicht ab udn sind daher grundsätzlich anfälliger als ungeschnittene.

Allgemeine Pflegemaßnahmen sind z.B. ein sonniger, luftiger Standort und eine ausgewogene Wasser- und Nährstoffversorgung (z.B. mittels Buchsbaumdünger von toom). Buchsbäume sollte man niemals über die Blätter gießen, sondern nur an der Wurzel, damit die Blätter nicht zu feucht werden. An feuchtwarmen Sommertagen sollte man keine Schnittmaßnahmen durchführen, denn die verletzten Blätter machen dem Pilz das Eindringen besonders leicht. Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme ist die Hygiene. Befallene Pflanzen und Pflanzenteile, z.B. abgefallene Blätter, müssen entsorgt werden. Das Werkzeug (z.B. die Schere) muss sauber gehalten und bei Befall desinfiziert werden.

Bekämpfung des Buchsbaum-Triebsterbens

Bei nur leichtem Befall sollten die betroffenen Sträucher sofort kräftig zurückgeschnitten werden, die Schere sollte anschließend z.B. mit Spiritus desinfiziert und das Schnittgut mit dem Hausmüll entsorgt werden. Alle abgefallenen Blätter müssen unbedingt aus dem Beet entfernt werden, da die Sporen selbst nach mehreren Jahren noch ansteckend sind.

Im Haus- und Kleingarten sind keine Pflanzschutzmittel zur Bekämpfung des Triebsterbens am Buchsbaum zugelassen. Es gibt aber einige Pflanzenstärkungsmittel, die vorbeugend zur Kräftigung angewendet werden können, wie Buxus-Bio-Dünger.