Gartenpumpe anschließen – So einfach geht‘s

Gartenpumpen sind praktisch und vielseitig. Je nach Art der Pumpe kannst du damit im Sommer deinen Rasen bewässern, Regenwasser für das Haus fördern oder einen Pool reinigen. Wichtig ist, die richtige Pumpe auszuwählen und sie ordnungsgemäß anzuschließen. Hier findest du einen Überblick, welche Gartenpumpen es gibt und wofür sie sich eignen, sowie Tipps für den Anschluss deiner Gartenpumpe. So klappt die Gartenbewässerung in Zukunft fast von allein.


Schwierigkeitsgrad: Einfach

Dauer: 30 Minuten

Werkzeug: Pumpe, Förderleitung, Schlauch


Gartenpumpe: Der Anschluss in 5 Schritten

Möchtest du eine Gartenpumpe anschließen, ist es wichtig, ihre Bauform und Funktionsweise zu berücksichtigen.

Während bei Tauchpumpen nur ein Schlauch angeschlossen werden muss, sind es bei Saugpumpen zwei. Hauswasserwerke bringen zusätzlich einen Druckbehälter mit, an dem vor Inbetriebnahme der Druck eingestellt wird.

Beim Anschluss einer Saugpumpe gehst du folgendermaßen vor:

  1. Wähle den Platz für die Wasserpumpe im Garten aus. Entscheidend ist, dass das Gerät vor widrigen Umwelteinflüssen geschützt ist und ein ausreichender Abstand zu den Wänden besteht. Mindestens fünf Zentimeter sollten es sein. Je nach Pumpenart ist eine gute Belüftung wichtig.
  2. Zuerst musst du an der Gartenpumpe den Saugschlauch anschließen und darauf achten, dass er luftdicht verschlossen und knickfrei verlegt ist.
  3. Dann befestigst du die Förderleitung. Achte dabei auf die Angaben des Herstellers.
  4. Bevor die Pumpe das erste Mal ihren Dienst aufnimmt, muss sie vollständig mit Wasser gefüllt sein.
  5. Für den elektrischen Anschluss von Gartenpumpen sind nur outdoor-geeignete (also ausreichend isolierte) Komponenten empfehlenswert.
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    Gartenpumpe im Gartenhaus mit großen Schläuchen

    Die folgenden Tipps helfen dir zusätzlich dabei, deine Gartenpumpe richtig anzuschließen:

    • In der Regel besitzen Anschlüsse von Pumpen für die Gartenbewässerung eine Größe von einem Zoll. Möchtest du den Leitungsdurchmesser reduzieren, gehe nicht unter ¾ Zoll, sonst baut sich zu viel Gegendruck auf. Eventuell schaltet sich die Pumpe in der Folge dauerhaft aus.
    • Als Saugschläuche für Gartenpumpen eignen sich nur wasserfeste Vakuumschläuche.
    • Im Betrieb sollte eine Gartenpumpe einwandfrei arbeiten. Laute Geräusche sind ein mögliches Anzeichen für eine sogenannte Kavitation (Hohlraumbildung). Überprüfe in diesem Fall, ob alle Anschlüsse luftdicht verschlossen sind und ein Rücklaufschutz montiert ist.

    Welche Gartenpumpen gibt es?

    Falls du über den Kauf einer Gartenpumpe nachdenkst, solltest du dir zunächst klarmachen, wofür du sie nutzen willst und welche Bedingungen sie somit erfüllen muss. Daraus ergibt sich von ganz allein, welche Gartenpumpe in deinem Fall am besten geeignet ist.

    Gartenpumpen werden gemäß zweier Wirkprinzipien unterschieden in Tauch- und Saugpumpen. Für die Gartenbewässerung mit Brunnen sind spezielle Brunnenpumpen erhältlich. Möchtest du im Haus Brunnen- oder Regenwasser verwenden, bietet sich ein Hauswasserwerk als Pumpe an. Die Unterschiede in Bauform und Funktion spielen auch eine Rolle, wenn du die Gartenpumpe anschließen willst.


    Tauchpumpe

    Tauchpumpen sind für den Einsatz unter Wasser gemacht. Sie arbeiten mittels Verdrängung und kühlen sich selbst durch das umliegende Wasser. Typisch für sie ist, dass sie nur eine Förderleitung besitzen. Außerdem müssen sie komplett wasserdicht sein. Anwendung finden Tauchpumpen als Bewässerungssystem im Garten sowie bei der Reinigung von Gartenteichen oder Pools.

    Schmutzwasserpumpen sind unempfindlich gegen Steinchen oder Schlammwasser und ideal für das Abpumpen von Räumen nach Überschwemmungen. Besonders gilt das für Flachsauger, mit denen sich Räume fast komplett trockenlegen lassen.


    Saugpumpe

    Anders als Tauchpumpen stehen Saugpumpen außerhalb des Wassers, das sie durch Unterdruck ansaugen. Deshalb weisen sie zusätzlich zu einer Förderleitung eine Saugleitung auf, über die du zum Beispiel deine Gartenpumpe an ein Brunnenrohr anschließen kannst. Achte bei einer Saugpumpe darauf, dass sie einen Rücklaufschutz am Saugschlauch besitzt. Dieser beugt einem Heißlaufen des Motors vor und verhindert, dass der Druck absinkt, wenn Wasser zurückläuft. Außerdem können Saugpumpen Wasser nur über eine maximale Höhe von 7 bis 8 Metern befördern. Für den Gebrauch als Pumpe für die Gartenbewässerung reicht dies meist. Das gilt vor allem, wenn das Wasser aus einer Regentonne oder einem anderen flachen Behälter kommt. Für die Bewässerung mittels tiefer Brunnen ist es oft besser, eine Grundwasserpumpe anzuschließen, die nach dem System von Tauchpumpen funktioniert.


    Hauswasserwerk

    Ein Hauswasserwerk eignet sich ebenfalls als Pumpe für die Garten- und Rasenbewässerung. Vor allem aber dient es dazu, Zapfstellen im Haus mit Brunnen- oder Regenwasser zu versorgen und auf diese Art Kosten für Leitungswasser zu sparen. Es ist also die optimale Lösung, wenn du eine Gartenpumpe an einen Wasserhahn anschließen willst. Hauswasserwerke bestehen aus einer Pumpe und einem Druckbehälter. Der Druckbehälter sorgt für einen konstanten Wasserdruck. Das ist wichtig, um Geräte wie Waschmaschinen fehlerfrei betreiben zu können. Dabei gilt: Je größer der Behälter ausfällt, desto seltener muss die Pumpe beim Wasserzapfen neu anspringen.


    Brunnenpumpe

    Unter Brunnenpumpen versteht man besonders schmal gehaltene Tauchdruckpumpen, die selbst für sehr enge Öffnungen geeignet sind. Möchtest du Wasser aus tiefen Brunnen fördern, bieten sich Tiefbrunnenpumpen an. Allerdings lässt sich je nach Beschaffenheit des Brunnens auch eine einfache Bewässerungspumpe verwenden, die das Wasser ansaugt. Wenn du eine solche Gartenpumpe anschließen willst, solltest du besonders auf eine ausreichende Förderhöhe und eine ebensolche Tauchtiefe achten.