Grillrost reinigen

Endlich Grillwetter – doch anstatt loszulegen, musst du erst den schmutzigen Grillrost schrubben? Ein Alptraum für jeden Grillfreund! Damit es dazu nicht kommt, haben wir ein paar heiße Tipps für dich, wie du deinen Grill direkt nach dem Grillabend schnell und einfach reinigst.


Vorreinigung des Grills

Generell gilt - Vorsicht ist besser als Nachsicht, auch bei der Grillpflege. Mit kleinen Vorkehrungen kannst du den Reinigungsaufwand nach dem Grillen deutlich minimieren. Im ersten Schritt kannst du deinen Grill vor Witterung und weiteren äußeren Einflüssen mit einer guten Grillabdeckung schützen. Rost und Verschmutzungen werden verhindert und der Grill wird zum langjährigen Begleiter. Um Verschmutzungen durch abtropfendes Bratenfett im Vorhinein zu vermeiden, lohnt es sich eine Alu-Auffangschale zu verwenden. Nach dem Gebrauch kannst du die Schale als Putzutensil für den Grill recyceln oder erneut verwenden. Der anschließende Putzaufwand wird minimiert. 

Um den größten Schmutz sofort zu entfernen, nehme den noch warmen Rost vom Grill und fahre mit einer Drahtbürste leicht über die Streben. Gründlich abwaschen kannst Du den Rost zur Not auch am nächsten Tag. Spezielle Reiniger sind nicht erforderlich, auch ein Schuss Essig im Wasser, aufgelöste Backsoda oder Kaffesatz erfüllen ihre Pflicht. 

Vorreinigung mit Essig

Nimm den noch warmen Rost vom Grill und fahre mit einer Drahtbürste über die Streben, um Rückstände grob zu entfernen. Anschließend wäschst du den Grillrost gründlich ab. Ein Schuss Essig im Wasser tut seine Pflicht.

Vorreinigung mit Kaffeesatz

Bei leichteren Verschmutzungen kannst du den Grillrost auch mit Kaffeesatz abreiben. Der klebrig-schwarze Rückstand, der nach dem Kaffeekochen im Filter verbleibt, ist weit mehr als nur Biomüll und eignet sich für viele Zwecke. Kaffeesatz lässt sich als Peeling und als Farbstoff nutzen, hält Ungeziefer fern und ist als Dünger nutzbar – schließlich enthält er neben Koffein auch Phosphor, Stickstoff und Kalium. Um den Grillrost zu reinigen, kannst du abgekühlten und getrockneten Kaffeesatz einfach auf einen Schwamm auftragen und wie Scheuermilch verwenden. Damit kannst du dann ganz ohne Chemie festsitzenden Schmutz lösen.


So wird der Grill wieder sauber

Nichts ist schlimmer, als erst mal lange und ausgiebig den Grill zu schrubben, bevor man wieder mit dem Grillen loslegen kann. Darum hier ein paar Tipps, wie du deinen Grill schnell und einfach nach dem Grillabend reinigen kannst. Prinizipiell gilt – vor dem Putzen den Grill kurz aufheizen lassen. Dadurch können Rückstände schon gleich verglühen und einfach mit der Drahtbürste entfernt werden.

Holzkohlegrill reinigen

Grillrost mit Drahtbürste
  1. Kleide das Kohlebecken deines Holzkohlegrills am besten mit Alufolie aus, dann kannst du es ganz einfach säubern: Folie raus und fertig.
  2. Lass den Grillrost abkühlen und reinige ihn mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel.
  3. Ist der Grillrost stark verschmutzt, schrubbst du ihn mit einer Drahtbürste.
  4. Bei Bedarf verwendest du einen speziellen Grillreiniger oder alternativ ein (meist günstigeres) Backofenspray, gemäß aufgedruckter oder beiliegender Anleitung.
  5. Ist die Grillschale schmutzig, genügt es meist, wenn du ein schonendes Spülmittel benutzt und Rückstände mit einem weichen Tuch aufnimmst.
  6. Verwende niemals einen Stahlschwamm oder eine Bürste, um die Grillschale zu reinigen!
  7. Sind Fettreste und schwarze Rauchreste vorhanden, solltest du diese unbedingt sofort entfernen, sonst brennen sie sich beim nächsten Grillgang ein.

Tipp: Die entstandene Asche kann außerdem ein hilfreiches Abfallprodukt sein. Die erkaltete Asche einfach mit einem alten, feuchten Lappen aufnehmen und durch den Schmirgeleffekt der Asche, ähnliches auf bei Kaffeesatz, das Gitterrost reinigen.
 

Gasgrill säubern

  1. Drücke einen Schwamm mit lauwarmem Seifenwasser über Rost und Grillplatte aus.
  2. Lass den Gasgrill anschließend einige Minuten auf mittlerer Stufe brennen – natürlich bei geschlossenem Deckel. Danach lässt sich der Schmutz ganz leicht ablösen.
  3. Bei Bedarf befreist du den Grillrost nochmals mit etwas Seifenwasser vom Fett.
  4. Für das Gehäuse genügt eine gründliche feuchte Reinigung.

Tipp: Der Gasgrill ist hinsichtlich der Reinigung relativ anspruchslos. Durch geringe Rauchentwicklung und ein Auffangen von Fett in einer Schale ergibt sich nur eine geringe Verschmutzung des Grillrostes.
 

Elektrogrill reinigen

  1. Vor der Reinigung mit Wasser solltest du dran denken den Stecker zu ziehen. 
  2. Einen Elektrogrill befreist du ebenfalls mit Spülwasser von Fettrückständen und reinigst dabei auch den Grillrost gründlich. 
  3. Spüle das Gehäuse und die Fettauffangschale stets gut ab, sonst brennen sich Fettreste bei jeder Benutzung fester ein, der Kunststoff leidet und sieht irgendwann unappetitlich aus.
  4. Achte darauf, dass Thermostat und Heizspiralen nie mit dem Spülwasser in Berührung kommen.

Tipp: Eine kleine Menge Wasser in der Auffangschale vor der Nutzung erleichtert das spätere Reinigen.


Weitere Reinigungs- und Pflegetipps

Grillrost reinigen

Wenn verbranntes Fett, Eiweiß und Rückstände von Marinaden erst zu einer festen Kruste werden, ist der Aufwand, um den Grillrost zu reinigen, natürlich deutlich höher. Am besten erledigst du es deshalb immer gleich nach dem Einsatz. Ein sauberer Grill ist ohnehin schon aus hygienischen Gründen geboten. Wenn du es rechtzeitig angehst, brauchst du meist auch kein Spezialmittel aus dem Fachhandel, um Grillrost und Co. gründlich zu reinigen. Einfache Hausmittel wirken oft genauso gut.

Ein Gasgrill ist hinsichtlich der Reinigung relativ anspruchslos. Dank einer vergleichsweise geringen Rauchentwicklung und einer Fettauffangschale verschmutzt der Grillrost nur geringfügig.
 

Grillrost reinigen mit Zeitungspapier

Schaffst du es mal nicht, den Rost von hartnäckigen Verkrustungen zu befreien, wickelst du den abgekühlten Rost einfach in nasses Zeitungspapier ein und legst ihn über Nacht ins Gras im Garten. Die Zeitung muss klatschnass sein, damit die Feuchtigkeit die Fettkruste aufweicht. Am nächsten Tag lässt sich der Schmutz einfach mit lauwarmem Wasser, etwas Spülmittel und einer Bürste entfernen.
 

Grillrost reinigen mit Cola

Die dunkle Limonade eignet sich ebenfalls zum Grillrost-Reinigen. Lege den abgekühlten Grillrost in ein geeignetes Gefäß (zum Beispiel in eine Kunststoffwanne) und fülle Cola ein, bis der Grillrost komplett bedeckt ist. Lass die Limo mindestens mehrere Stunden einwirken, gern auch bis zu 24 Stunden – je länger, desto besser. Schrubbe den Rost anschließend mit Schwamm oder Bürste ab. Spüle mit klarem, lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel nach.

Grillrost reinigen mit Natron oder Backpulver

Holzlöffel mit Backsoda

Was Cola kann, können Backpulver und Natron schon lange – in puncto Grillrost-Reinigen jedenfalls. Außerdem finden sich die Pülverchen in praktisch jedem Haushalt. Wenn du Backpulver verwendest, ist der Ablauf nahezu identisch wie bei der Cola: Positioniere den Rost auch hier in einem passenden Gefäß und streue dann großzügig Backpulver darüber. Dann füllst du Wasser ein, bis der Grillrost vollständig bedeckt ist. Lass das Ganze ebenfalls bis zu 24 Stunden wirken und schrubbe anschließend eventuelle Rückstände ab.

Beim Natron sieht die Anwendung hingegen etwas anders aus:

  1. Nimm mehrere Seiten Zeitungspapier als Unterlage.
  2. Schütze deine Hände mit Gummihandschuhen vor dem Austrocknen.
  3. Löse 50 Gramm (g) Natronpulver in einem Liter (l) warmem Wasser und fülle die gesättigte Natronlösung in eine Sprühflasche ein.
  4. Besprühe den Grillrost von beiden Seiten.
  5. Lass die Lösung mehrere Stunden einwirken (zum Beispiel einfach über Nacht) und wische die Natron- und Schmutzreste dann mit einem Lappen ab.
  6. Spüle mit klarem Wasser nach.

Natriumhydrogencarbonat (Natron) und Wasser bilden eine sodaalkalische Lösung, die Fette und Eiweiße in Säuren aufspaltet. Diese bilden schließlich wasserlösliche Salze, und der eingebrannte Schmutz lässt sich gut lösen. Eine ebenso einfache wie umweltschonende Methode.

Zwiebeltaktik

Grobe Fettreste am Rost lassen sich auch mit einer Zwiebel lösen. Halbiere eine solche und reibe damit den Grillrost ab, solange er noch heiß ist.


Öle den Grillrost richtig ein

Gemüse auf Grill

Auch das Verkleben des Grillrosts kannst du vermeiden, indem du es regelmäßig behandelst. Bestreiche den Rost oder die Grillschale und das Grillgut regelmäßig mit Öl. Achte auch darauf, dass das Öl zum Grillen geeignet ist. Kalt gepresstes Öl (z. B. natives Olivenöl) sollte lieber für Salate verwendet werden, denn durch die Hitze verbrennt es, verliert seine gesunden Inhaltsstoffe und der Geschmack verändert sich. Am besten nimmst du zum Einölen ganz normales, hoch erhitzbares Pflanzenöl, z. B. raffiniertes Sonnenblumenöl oder Rapsöl.

Tipp: Falls Kartoffeln auf der Speisekarte stehen, können auch diese verwendet werden. Einfach eine Kartoffel halbieren und mit der angeschnittenen Seite den Grillrost einreiben. Durch die Hitze bleibt die Stärke der Kartoffel an dem Gitterrost hängen und hat somit einen ähnlichen Effekt wie tatsächliches Fett. Eine gesunde und geschmacksneutrale Alternative zum Öl. Anschließend kann die Kartoffel klein geschnitten und zubereitet werden.

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