Holz behandeln


Dauer: Abhängig vom Projekt

Material: Lasur, Bläue-Schutz, Wetterschutz-Holzfarbe, Isoliergrund

Werkzeug: Pinsel, Schleifpapier



So schützt du dein Holz langfristig

Holz sollte regelmäßig gepflegt werden, da es ständig stark schwankenden Witterungsbedingungen ausgesetzt ist. Sonnenstrahlen, Feuchtigkeit, Regen und Frost können unbehandeltem Holz nach einiger Zeit sehr schaden. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Holz zu behandeln. Hierfür gibt es je nach Geschmack und Verwendungszweck des Holzes viele verschiedene Varianten. Ist das Holz einmal behandelt gilt die Faustregel: Mindestens einmal im Jahr Türen, Zäune, Gartenhaus und co. auf ihren Holzschutz überprüfen. Regelmäßige Pflege und Schutz sind bei Holz unabdingbar. In unserem Ratgeber zeigen wir dir, wie du vorgehen musst, um dein Holz langfristig zu schützen.

Tipp: Damit beim Behandeln von Holz auch alles klappt, helfen ein paar einfache Tricks, die du unabhängig von der jeweiligen Holzschutzart beachten solltest. Neue Pinsel sollten vor dem Gebrauch über Schleifpapier gezogen werden. So können lose Borsten besonders leicht entfernt werden. Kreppband, das quer über die Dosenöffnung geklebt wird, erleichtert das Abstreifen des Pinsels. Auch sollte der Pinsel immer nur halb in die Dose eingetaucht werden, da so kein überflüssiges Material aufgenommen wird. Bei Streichpausen lohnt es sich den Pinsel luftdicht in Frischhaltefolie einzuwickeln, um ein vorzeitiges austrocknen so zu verhindern.


Vorbereitung

Holz mit Handschleifer

Ist eine Holzoberfläche erst einmal verwittert, solltest du vor der Behandlung einige Vorbereitungen treffen. Das Holz muss nämlich glatt, trocken und sauber sein. Hierzu solltest du das Holz vorerst von Schmutz befreien. Vorhandene Altanstriche prüfst du dann auf ihre Haftung, ist sie nicht mehr intakt, ist ein Neuanstrich an der Zeit. Auch abstehende Holzfasern solltest du entfernen. Dazu verwendest du am besten Schleifpapier. Ein Schleifstein oder ein Handschleifer bieten sich als Hilfsmittel gut an. Je nach Größe und Beschaffenheit der Holzoberfläche ist das Schleifen mit einer elektrischen Schleifmaschine jedoch auch möglich. 

Beim Schleifen solltest du vom Groben ins Feine übergehen, und so nach und nach die Rückstände entfernen. Vermeide eine zu grobe Körnung des Schleifpapieres, da dieses sonst die Struktur des Holzes beschädigen kann. Wähle am besten eine Körnung von mindestens 80 oder höher. Achte zudem darauf, dass du mit der Faser des Holzes schleifst, um es nicht zu beschädigen. Bei verwitterten Holzoberflächen solltest du der Tragfähigkeit halber bis auf den rohen, hellen und gesunden Untergrund abschleifen. Mehr Informationen über die einzelnen Holzarten findest du in unserem Holzratgeber.


Vorbehandeln und Grundieren

Holz wird mit Pinsel bestrichen

Durch Vorbehandlung des Holzes schützt du es vor Witterung und Sonneneinstrahlung. Bevor du jedoch mit dem Vorbehandeln beginnst, solltest du den Schleifstaub mit einer Bürste entfernen. Der Staub verhindert eine gute Haftung des Lacks. Unbehandeltes und verwittertes Nadelholz im Außenbereich behandelst du am besten mit Bläue-Schutz vor. Zum Schutz vor Verfärbungen des Anstrichfilms durch Holzinhaltsstoffe wie Harz, kannst du Isoliergrund verwenden. Dieser ist für helle Holztöne besonders gut geeignet. Beachte hier stets die Trocknungszeiten des Holzschutzes. Ein zusätzlicher Zwischenschliff zwischen zwei Anstrichen ist sehr empfehlenswert, denn durch ihn schaffst du eine glattere, gleichmäßigere Oberfläche. Trage hierfür am besten eine Staubmaske.


Holzschutz durch Öl

Hand ölt Holzlatten

Holzöl ist eine von vielen wirksame Holzschutzvarianten. Einen optischen Vorteil hat das farblose Öl gegenüber Lacken und Farben: Die natürliche Holzstruktur bleibt auch nach der Behandlung erhalten. Es besteht meist aus einer Leinölbasis, welche beim Anstrich in die Holzfasern eindringt und die Poren des Holzes verschließt. Durch die Ölschicht wird das Eindringen von Wasser verhindert. Es macht das Holz somit wetterbeständig und verhindert Aufquillen. Auf dem Markt sind Holzöle in vielen verschiedenen Zusammensetzungen erhältlich. Generell unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Holzöl-Arten:

  • Synthetisch gewonnene Holzöle
  • Holzöle auf Basis pflanzlicher Öle
  • Öl-Wachs-Gemische

Letztere haben den Vorteil, komplett auszuhärten und so eine feste und sichere Schutzschicht auf der Holzoberfläche zu bilden.


Holzschutz durch Lasur

Hand lasiert Holzlatten

Neben dem Schutzfaktor kann ein Selbermacher mit Lasuren auch die Optik des Holzes aufwerten. Je nach verwendetem Produkt färbt eine Lasur das Holz nämlich zusätzlich ein, es gibt jedoch auch farblose Varianten. Die Holzstruktur bleibt trotzdem erhalten. Lasuren schützen vor Feuchtigkeit, farbige Varianten schützen das Holz durch die Pigmentzugabe zusätzlich vor Sonneneinstrahlung. Man unterscheidet in zwei Arten von Lasuren:

  • Dünnschichtlasur: Gut geeignet für Holzverkleidungen, Pergolen, Zäune und alle Holzbauteile, die minimal quellen oder schrumpfen dürfen. Der Lasurfilm ist diffusionsoffen und kann leicht nachgestrichen werden.
  • Dickschichtlasur: Für Fenster und Türen gut geeignet. Die Dickschichtlasur reduziert die Feuchtigkeitsaufnahme des Holzes und verhindert so das Quillen des Holzes. Auch die präzise Form des Holzes kann durch eine Lasur beibehalten werden.

Holzschutz durch Farbe

Mann streicht Holz mit weißer Farbe

Wer Holz vor Witterungseinflüssen schützen und ihm zusätzlich eine neue Farbe und Optik verpassen will, der ist mit farbigem Holzschutz auf der sicheren Seite. Es gibt viele verschiedene farbige Holzschutzmittel auf dem Markt. Von Leinölfarben über eingefärbtes Holzöl und Lasuren, bis hin zu speziellen Holzschutzfarben.

Alle erhältlichen Varianten enthalten spezielle Mittel wie Harze, die das Holz beim Anstrich zusätzlich schützen. Besonders wichtig ist hier der Anstrich in Richtung der Holzstruktur, da sonst unliebsame Farbnasen entstehen können.


Holzschutz durch Lack

Han lackiert Holz

Möchtest du Lack als Holzschutzmittel verwenden, so schützt er die Oberflächen indem er sie vollständig versiegelt. So ist das Holz komplett resistent vor Witterungseinflüssen und Schädlingsbefall. Das bedeutet jedoch auch, dass die ursprüngliche Struktur und Optik des Holzes verloren geht.

Beim Lackieren solltest du besonders gründlich arbeiten, da sonst schnell Quellungen oder Spannungsrisse die Folge sein können. Lässt du nämlich einige Stellen des Holzes unlackiert, so dringt durch sie Feuchtigkeit in das Holz, welche nicht mehr verdunsten kann. Möchtest du bereits lackiertes Holz überlackieren, solltest du den Lack vorher vollständig entfernen. Nur so kannst du erneutes Reißen verhindern. Je nach Gegebenheit kannst du hierfür eine Bürste oder einen Spachtel verwenden.