Teich reinigen: Anleitung und Tipps

Ein einmal angelegter Gartenteich entwickelt, sofern er mit den richtigen Pflanzen und gegebenenfalls auch Fischen besetzt ist, mit der Zeit ein natürliches Gleichgewicht. Die Voraussetzung für klares Wasser im Gartenteich ist eine regelmäßige Pflege. Das schließt den Rückschnitt von Pflanzen ebenso ein wie das gründliche Entfernen von Laub und Teichschlamm oder das Nachfüllen von Wasser. Hier verraten wir dir, wie du vorgehst, wenn du deinen Teich reinigen und von Algen befreien willst. Außerdem erhältst du wichtige Tipps, um deinen Teich winterfest zu machen. So wird dein Gartenteich zum ungetrübten Vergnügen.


Schwierigkeitsgrad: Mittel

Dauer: Drei bis vier Stunden

Werkzeug: Kescher, Schöpfeimer am Stiel oder Teichschlammsauger, Rechen, Pflanzenschere, Laubschutznetz


Warum überhaupt den Teich sauber machen?

So wie sich in der Natur Seen und kleinere Teiche selbst regulieren, so ist eigentlich nicht allzu häufig nötig selbst angelegte Teiche sauber zu machen. Vor allem mit den richtigen Pflegemaßnahmen minierst du den Reinigungsaufwand. Heiße Sommer und ein entsprechendes Aufheizen des Wassers, ein ungünstiger Standort, der dazu führt, dass viel Laub und andere Verschmutzungen in den Teich gelangen, oder eine falsche oder unzureichende Bepflanzung des Gewässers begünstigen jedoch eine Verschmutzung des Teichs oder die Entstehung von Schlamm und Algen. Für die unterschiedlichen Probleme gibt es aber auch stets einfache Tipps zur Gartenteich-Reinigung.

Übrigens: Je größer der Teich, desto einfacher die Pflege und Reinigung. Zum einen erwärmt die Sonne ein großes Gewässer nicht so rasch, zum anderen machen sich kleinere Verunreinigungen bei einem großen Teich nicht so schnell bemerkbar.


Teich reinigen – so geht’s

Deinen Teich zu reinigen und in Schuss zu halten, beinhaltet eine Reihe von Maßnahmen das ganze Jahr hindurch.

Teich pflegen und reinigen mit Pumpe und Filter

Im Gegensatz zu natürlichen Gewässern werden selbstgebaute Gartenteiche meist mit einer Teichpumpe und oft auch mit einem Filter ausgestattet. Die Pumpe wälzt das Wasser um und versorgt die Teichbewohner – egal, ob Tiere oder Pflanzen – mit wertvollem Sauerstoff. Sie ist kontinuierlich damit beschäftigt, das Wasser im Teich zu reinigen und Algen zu entfernen.

Bei Gartenteichen mit Fischen ist eine Filteranlage äußerst sinnvoll, denn diese entfernt Kot und eventuelle Futterreste. Ein Teichfilter mit UVC-Vorklärer tötet kleinste Schwebealgen, Bakterien und Keime ab. Damit der Filter den Teich sauber halten kann, muss er regelmäßig überprüft und gründlich gereinigt werden. Wann und wie häufig das notwendig ist, zeigen moderne Geräte auf einer äußeren Anzeige an. Auch die Teichpumpe solltest du regelmäßig von Schlamm oder anderen Ablagerungen befreien.

Über den Winter solltest du die Pumpe entfernen. Gefriert das Wasser, kann die Pumpe beschädigt werden und kaputt gehen. Deswegen solltest du bereits im Herbst die Pumpe abschalten, aus dem Teich nehmen, reinigen und einlagern. Am besten wird sie in einem Behälter mit Wasser und Pflegemittel aufbewahrt. So verhinderst du, dass die Dichtungen austrocknen und hart bzw. porös werden.

Tipp: Willst du dir diesen Aufwand ersparen, solltest du dir eine wintertaugliche Teichpumpe zulegen, die in einer Wassertiefe von 80 cm problemlos überwintern kann. Filter und andere Technik wie Unterwasserbeleuchtung, Wasserspiele und Fontänen sollten ebenfalls zum Überwintern gereinigt und ins Haus gebracht werden.


Teichwasser reinigen: Laub, Algen und andere Verschmutzungen regelmäßig abfischen

Garten Teich Reinigen Kescher

Vor allem im Herbst landet Laub im Teich, durch das sich Ablagerungen und Faulschlamm im Wasser bilden. Jeder Gartenbesitzer sollte einen Kescher besitzen, mit dem er den Teich und das Teichwasserregelmäßig reinigen kann. Laub, Äste und andere äußere Verschmutzungen sollten am besten so schnell wie möglich von der Oberfläche gefischt werden, bevor die Teile aufweichen, herabsinken und Schlamm am Teichboden bilden. Dieser Faulschlamm erhöht das Nährstoffangebot im Teich, was die Algen sehr freut und ihr Wachstum fördert. Wenn sich im Sommer das Wasser erwärmt, wirst du in deinem Teich wahrscheinlich auch Fadenalgen bemerken. Auch diese solltest du regelmäßig mit dem Kescher entfernen, bevor sie Überhand nehmen.

Ein praktischer Helfer kann ein sogenannter Teich-Skimmer sein – ein Gerät zur Gartenteich-Pflege, das die Oberfläche des Gewässers automatisch absaugt. Allerdings musst du auch dieses Gerät regelmäßig reinigen.


Teich sauber halten mit einem Teichnetz

Auch wenn es optisch vielleicht nicht die Krönung ist, so ist ein Teichnetz im Herbst und Winter das perfekte Hilfsmittel, um herabfallendes Laub von der Wasseroberfläche fernzuhalten und so den Teich sauber zu halten. Profis spannen das Netz wie ein Satteldach beziehungsweise mit Gefälle über den Teich, damit Blätter nicht in der Teichmitte auf dem Netz liegenbleiben, sondern seitlich herabrutschen. So können sie einfach aufgefegt werden und du ersparst du dir den ständigen Griff zum Kescher, um den Teich zu reinigen. Du solltest das Laubschutznetz zu Beginn des Laubfalls im Oktober installieren, im Dezember kann es wieder entfernt werden.


Teichpflanzen zurückschneiden

Garten Teich Pflanzen Pflege

Grundsätzlich sind Pflanzen in und am Teich wichtig, da die grünen Gewächse dem Wasser StickstoffPhosphate und andere Nährstoffe entziehen, die auch Algen zum Leben und Wachsen benötigen. Im richtigen Verhältnis um den Teich gepflanzt, reinigen die Pflanzen also ebenfalls den Teich bzw. das Wasser und verhindern, dass Algen sprießen.

Gleichzeitig ist es ein wichtiger Teil der Gartenteich-Pflege, die Gewächse regelmäßig zurückzuschneiden. Vor allem welke Blätter und abgestorbene Pflanzenteile solltest du frühzeitig entfernen, damit diese nicht absinken und zu Schlamm zersetzt werden. Außerdem regst du damit das gesunde Wachstum der Pflanzen an. Das Zurückschneiden gilt übrigens nicht nur für die gut sichtbare Uferbepflanzung, sondern auch für Wasserpflanzen, die ausschließlich unterhalb der Oberfläche gedeihen.


Teichpflanzen für den Winter vorbereiten

Für die Winterruhe kannst du Teichpflanzen großzügig zurückschneiden. Dabei sollten alle Pflanzen beschnitten werden, auch sommergrüne Pflanzen – im Teich wie am Ufer. Bei Seerosen, die als Schwimmpflanzen gelten, solltest du mit der Teichschere weit unten die vergilbten Blätter abschneiden. Hast du viele Seerosen im Teich, ist es besser, vergilbte Blätter bereits im Herbst zu entfernen. Ansonsten sinken sie ab und werden zu Faulschlamm. Ist dein Teich über 80 Zentimeter tief, können viele Seerosenarten darin überwintern. Unterwasserpflanzen wiederum lassen sich gut mit einem Rechen reduzieren.

Solltest du Fische im Teich haben, entferne nicht alle Pflanzen, denn sie sind im Winter ein wichtiger Sauerstofflieferant. Sehr stark wuchernde Uferpflanzen solltest du ebenfalls ausdünnen und bis auf 15 Zentimeter über der Wasseroberfläche kürzen. Aber Achtung: Schmeiße Schnittgut von Schilf und anderen Pflanzen mit hohlen Stängeln nicht direkt auf den Kompost, sondern erst im Frühjahr. Im Inneren überwintern nämlich häufig nützliche Insekten. Zudem solltest du einige Schilfstängel oder Pflanzenstiele im Wasser stehen lassen. Denn während der Winterruhe können sich Gase bilden, die das Ökosystem stören. Die Pflanzen halten kleine Stellen eisfrei, sodass mögliche Gase entweichen können.

Übrigens: Frostempfindliche Pflanzen, die Kälte nicht mögen, wie tropische Seerosen oder Lotusblumen, musst du über den Winter aus dem Teich nehmen. Sie können in einem Eimer voll Wasser an einem hellen und frostfreien Platz bis zum Frühjahr abgestellt werden. Teichpflanzen kannst du leichter aus dem Wasser holen, wenn du sie zuvor in Pflanzenkörben eingesetzt hast.

Im Frühjahr düngst du bei Bedarf mit phosphatarmen oder -freien Düngemitteln, um das Wachstum anzuregen. Zu starkes Wuchern lässt sich mit Pflanzkörben, Pflanztaschen und Böschungsmatten verhindern.


Teich mit Fischen winterfest machen

Ab einer Temperatur von etwa acht Grad fallen Fische in eine Winterstarre. Sie brauchen dann nur noch wenig Sauerstoff und ziehen sich in die tieferen Regionen des Teichs zurück. Der Teich muss dann jedoch eisfrei bleiben, um den Gasaustausch zu ermöglichen.

Damit das funktioniert, kannst du eine Stelle der Wasserfläche mit einem sogenannten Eisfreihalter offen halten. Dabei handelt es sich um einen Styroporring mit mindestens 60 cm Durchmesser und einer Abdeckung, die ebenfalls aus Styropor ist. Diesen Eisfreihalter positionierst du über der tiefsten Stelle im Teich. Wird es ein richtig kalter Winter, lohnt sich ein Teicheinheizer, der ausreichend Wärme erzeugt, sodass das Wasser unter dem Eisfreihalter garantiert eisfrei bleibt.

Ist dein Teich eher flach, müssen die Fische zum Überwintern rausgenommen werden. Das gilt auch für exotische Fische, wie z. B. dem Medaka. Ein kühler, ruhiger Ort ist für die Fische zum Überwintern am besten. Je nach Fischart liegen die optimalen Temperaturen für ihr Winterquartier zwischen vier und sieben Grad.

Sobald die Wassertemperatur im Teich unter zehn Grad fällt, vergeht den Fischen der Appetit. Sie hören auf zu fressen. Ab diesem Zeitpunkt solltest du also das Füttern einstellen. Hacke übrigens niemals Löcher ins Eis, wenn deine Fische im Teich überwintern! Der Lärm erschreckt sie und kann ihr Schwimmblase zerstören.


Verschlammten Gartenteich reinigen mit dem Schlammsauger

Garten Teich Schlammpumpe

Trotz gründlicher Teichpflege bildet sich mit der Zeit eine Schlammschicht am Boden. Das ist auch erstmal gar nicht schlimm: Eine feine Schlammschicht ist sogar wichtig, da in ihr wertvolle Nährstoffe enthalten sind. Doch spätestens, wenn regelmäßig Faulgase in Form von Blasen an die Oberfläche gelangen, ist es Zeit, den verschlammten Teich zu reinigen. Am schnellsten geht das Entschlammen mit einem Schlammsauger. Dieser funktioniert ähnlich wie ein Staubsauger und saugt Wasser zusammen mit dem Schlamm aus dem Teich. Das Wasser wird gefiltert und sauber zurück in den Teich geleitet. Alternativ kannst du den Schlamm auch von Hand mit einem Schöpfeimer am Stil aus dem Teich entfernen.

Der herausgefilterte Schlamm kann auf dem Kompost entsorgt oder direkt als Dünger für Hecken und Obstgehölze genutzt werden. Lasse aber eine dünne Schlammschicht im Teich. Schließlich enthält dieser wichtige Nährstoffe.


Verschlammten Teich mit dem Hochdruckreiniger reinigen

Beherzigst du die genannten Pflegehinweise und Tipps, sollte dein Gartenteich ausreichend sauber bleiben. Nach etwa zehn bis 15 Jahren ist es aber sinnvoll, den Teich gründlicher zu reinigen und das Wasser abzulassen.

Verwende dafür eine Pumpe, die das Wasser aus dem Teich saugt, und leite das Wasser in die Kanalisation. Ist der Teich leer, entferne mit einer Schaufel den groben Schlamm vom Teichgrund. Achte dabei darauf, dass die Teichfolie oder -wanne nicht beschädigt wird. Mit einem Hochdruckreiniger und eventuell auch einem Schlammsauger kannst du den Teichboden gründlich reinigen. Das Schmutzwasser, das dabei entsteht, pumpst du ebenfalls mit der Pumpe an. Nutze die Gelegenheit, den Teichboden auf Löcher, Risse und andere Schwachstellen hin zu überprüfen und diese auszubessern. Ist der Teich sauber und jeder Makel beseitigt, kannst du wieder Wasser in den Teich laufen lassen und Pflanzen einsetzen.

Tipp: Am besten eignet sich für die Teichfüllung mineralienarmes Regenwasser. Ist das nicht oder nur in begrenzter Menge vorhanden, musst du Leitungswasser verwenden. Prüfe hierfür mit einem Test-Set die Wasserqualität und justiere pH- und andere Werte bei Bedarf nach.

Bei einer Teichreinigung mit Fischen musst du noch etwas mehr beachten: Pumpe das Gewässer dann nicht komplett leer, sondern lasse eine ausreichend große Pfütze stehen, in der die Tiere während der Reinigung verbleiben können. Ein zeitweiliges Herausheben und anderweitiges Verwahren, setzt die Tiere nur unnötigem Stress aus. Wenn du dann neues Wasser in den Teich einfüllst, sorgt das alte Wasser außerdem dafür, dass die Fische keinen „Frischwasserschock“ bekommen, sondern sich die Zusammensetzung ihres Lebensraums nur mäßig verändert.


Wasser im Gartenteich nachfüllen

Heiße Sommertage haben oft einen Wasserverlust zur Folge. Das bringt die Gefahr mit sich, dass die Nährstoffkonzentration im Teich einen kritischen Wert erreicht. Deshalb ist es wichtig, Wasser zeitnah nachzufüllen. Am besten eignet sich mineralienarmes Regenwasser.

Tipp: Prüfe die Wasserqualität regelmäßig mit entsprechenden Testsets, besonders auf Karbonathärte und den pH-Wert. So hast du die Möglichkeit, rechtzeitig gegenzusteuern, wenn der Teich aus dem Gleichgewicht gerät.


Tipps für die Anlage des Teiches

Wie und wo du deinen Teich anlegst, entscheidet mit darüber, wie aufwendig es ist, deinen Teich zu reinigen und zu pflegen.

Mit folgenden Tipps erleichterst du dir die Arbeit:

  • Ideal ist ein Standort, an dem der Teich nicht den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt ist. So erhitzt er sich langsamer, was Algenwachstum vorbeugt. Allerdings brauchen Pflanzen Licht. 5 bis 6 Stunden Sonne im Sommer gelten als ideal.
  • Große Gartenteiche zu pflegen ist angenehmer. Denn auch größere Wassermengen beugen schnellem Erhitzen vor. Hast du wenig Platz in der Breite, gehe in die Tiefe.
  • Lasse die Teichfolie an den Rändern ein wenig aus dem Wasser ragen. Für eine bessere Optik kannst du sie unter Steinen verstecken. Der Vorteil davon: Es gelangt weniger Erde ins Wasser und es ist leichter den Gartenteich zu reinigen.

Für viele Gartenteiche ist die Anschaffung einer Teichpumpe mit Filter notwendig, die das Wasser bewegt und für ausreichend Sauerstoff sorgt. Das gilt vor allem, wenn sich Fische im Teich befinden. Für Bachläufe bietet sich eine Bachlaufpumpe an. Naturnahe, geschickt bepflanzte Teiche ohne Fische regeln sich mit der Zeit von selbst.

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