Intelligente Wärme

Technik für echte Dauerbrenner

Ohne Sauerstoff brennt einfach kein Feuer. Die richtige Luftzufuhr ist sogar so entscheidend, dass sie zu einem großen Teil über den Sauberkeitsgrad der Verbrennung eines Kamins mitbestimmt. Weil aber eine manuelle Steuerung der Luftklappen an einem Kamin, viel Wissen und Zeit in Anspruch nimmt, gibt es Öfen mit einer sogenannten Automatik. Damit ausgestattet kann ein Ofen seine Luftzufuhr über die Wärmeklappen präzise und automatisch regulieren. Dieser technische Vorteil gegenüber anderen Öfen macht sich vor allem durch eine erhöhte Wärmeeffizienz und umweltfreundlichere Verbrennung bemerkbar. In der Praxis rentiert sich eine eingebaute Automatik oft dann, wenn der Kamin Zuhause als primäre Wärmequelle genutzt wird und sich im Dauerbetrieb befindet.


Vorteile einer Kamin Automatik

  1. Reduzierter Brennholzverbrauch: Die präzise Luftzufuhr sichert eine sparsame und umweltfreundliche Verbrennung

  2. Leichte Bedienung: Weniger Arbeit beim Belüften und Anfeuern

  3. Verbessertes Wohnklima: Die gleichmäßige Verbrennung

So funktioniert eine Kamin Automatik

Es gibt unterschiedliche Kaminofenhersteller, die unterschiedliche Ansätze einer Automatik für Öfen entwickelt haben. Grundsätzlich kann man jedoch zwischen drei verschiedenen Arten von Automatik unterscheiden. Die Regulierung der Luftzufuhr wird entweder durch Zeit, Temperatur oder eine eingebaute Elektronik gesteuert.


Zeit-gesteuerte Automatik

Das moderne Eisenblech ist bei vielen neueren Kaminen bereits Teil der Grundausstattung. Das Material hat eine samtige Oberfläche und gleichzeitig den praktischen Vorteil, schnell und effizient Wärme abzugeben. Bei Gusseisen ist das praktische Gegenteil der Fall. Der Ofen braucht hier länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen, speichert die Wärme dafür aber umso länger. Das liegt nicht zuletzt an der hohen Robustheit von Gusseisen, das sich auch bei extremen Temperaturen nur selten verbiegt.


Temperatur-gesteuerte Automatik

Die Temperatur-gesteuerte Automatik ist besonders gut, wenn der Schornstein nicht mehr der jüngste ist und nur schlecht Luft zieht. Mit der Temperatur-Steuerung wird die primäre Luft über einen längeren Zeitraum zugefügt, bis das Holz gut Feuer gefangen hat und die Temperatur einen bestimmten Punkt erreicht hat. Diese Methode ist jedoch nicht die beste, da die Anheizphase sehr lang ist und erst in der Schlussphase der Verbrennung die Luftzufuhr öffnet. So verbrennt die Glut schneller und es muss häufiger Brennholz nachgelegt werden.


Elektronisch-gesteuerte Automatik

Wird die Luftzufuhr elektronisch mit Hilfe der Temperatur und des Sauerstoffgehalts gesteuert, hat dies den Vorteil, dass du unabhängiger von möglichen Schornsteinunterschieden bist. Darüber hinaus bietet diese Version eine präzisere Luftjustierung. Jedes Mal, wenn du Holz nachlegst, aktivierst du dabei die Automatik. Diese sorgt dann dafür, dass die primären Luftklappen sich in dem richtigen Tempo (nach vorprogrammierter Zeit) öffnen und schließen. Allerdings benötigt die elektrische Methode Strom und ist wesentlich teurer als die anderen. Die Platzierung des “Fühlers” in der Brennkammer erschwert zudem (auf Grund der hohen Temperaturen und des Rußes) Betriebssicherheit, Wartung und Service.


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