Rigipsplatten gestapelt
Ratgeber
Hier findest du:
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Dauer: Circa zwei Minuten
Werkzeuge: Gipskartonplatten (zum Beispiel Rigipsplatten) nach Bedarf, Bleistift, hartes Lineal, Cuttermesser, Gipshobel

Möchtest du das Dachgeschoss ausbauen oder deine Wohnung mit in die Decke eingelassenen LED-Spots ausleuchten? Dann sind Gipskartonplatten die optimale Lösung. Der Zuschnitt ist einfach und geht schnell von der Hand. Hier erfährst du, wie du Gipskarton- bzw. Rigipsplatten schneiden kannst und was es dabei zu beachten gilt.


Was sind Rigips- bzw. Gipskartonplatten?

Trockenbau mit Rigipsplatten

Rigips- bzw. Gipskartonplatten kommen überwiegend im Trockenbau zum Einsatz. Sie eignen sich vor allem für nicht tragende Innenwände. Bezüglich des Materials und der Verarbeitung unterscheiden sie sich nicht voneinander. Die Bezeichnung „Rigips“ geht auf den wohl bekanntesten Hersteller solcher Platten zurück. Ihr Kern besteht aus Gips, die Ummantelung aus einer Kartonage.

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Warum muss ich Rigips schneiden?

Trockenbau mit unterschiedlich großen Rigipsplatten

Die Platten sind in unterschiedlichen Größen und Gewichtsklassen erhältlich. Da sie vor allem bei größeren Flächen und in der Regel mit Versatz angebracht werden, musst du die Gipskartonplatten passend schneiden, bevor du sie montierst. Dadurch fällt immer ein wenig Verschnitt an. Es empfiehlt sich also, etwas mehr Material zu besorgen, als du eigentlich benötigst. Möchtest du ohne Hilfe Gipskartonplatten montieren, kannst du sogenannte Einmannplatten verwenden. Sie sind etwas schmaler als herkömmliche Platten, die sich aufgrund der breiteren Maße meistens nur in Teamarbeit anbringen lassen.


Wie schneide ich Rigipsplatten?

Rigips zuschneiden

Befolge unsere kurze Anleitung zum Schneiden von Rigips- bzw. Gipskartonplatten.

Schritt 1: Gipskarton schneiden – die Vorbereitung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Rigipsplatten auf Maß zu bringen. Beim gängigsten Verfahren wird der Rigips nach dem Schneiden gebrochen. Alles, was du dafür benötigst, sind Baulineal, Bleistift, Cuttermesser und Kantenhobel. Lege die Rigipsplatte zunächst auf einen stabilen Untergrund, zum Beispiel auf einen Tapeziertisch. Miss die Platte mit dem Baulineal aus und markiere die für dein Vorhaben benötigten Maße mit einem Bleistift auf der Oberfläche. Eine Wasserwaage hilft, dabei wirklich exakt zu arbeiten.

Schritt 2: Rigipsplatten schneiden und brechen

Lege das Baulineal an die vorab angezeichnete Markierung. Schneide nun mit dem Cuttermesser entlang des Lineals die obere Kartonschicht durch. Achte darauf, dass du den Gipskern darunter nicht anschneidest! Lege nun das Stück der Gipskartonplatte, das abgetrennt werden soll, über eine harte Kante und brich es ab. Anschließend schneidest du die untere Kartonschicht mit dem Cuttermesser durch.

Schritt 3: Gipskarton anschrägen

Zum Schluss solltest du die gerade Bruchkante des Rigipses zur Schräge schneiden, damit du die Stoßfugen zweier Platten später plan verspachteln kannst. Theoretisch ist das auch mit dem Cuttermesser möglich. Einfacher geht es aber mit einem speziellen Kantenhobel. Die zwei integrierten Messer schneiden die Kante des Rigipses in einem Winkel von 45 Grad an.


Gipskartonplatten schneiden oder sägen – mit welchem Werkzeug?

Hände schneiden Rigipsplatte mit Stichsäge

Mit den oben erklärten Schritten kannst du herkömmliche Rigipsplatten auf einfach Art schneiden und brechen. Das ist aber nicht immer möglich. Gipskarton-Verbundplatten lassen sich nur mit einer Säge auf Maß bringen. Verbundplatten verwendest du zum Beispiel, um Außenwände von innen zu dämmen oder den Schallschutz zu verbessern. Aufgrund der zusätzlichen Verstärkung des Gipskartons mit Materialien wie Hartschaum oder Glasfasergewebe lassen sie sich nicht einfach brechen. Verbundplatten aus Rigips kannst du mit der Stichsäge schneiden, oder du verwendest eine Handkreissäge.


Loch in Rigips schneiden

Lochsaege sägt Steckdosenloch

Um kleine Aussparungen, Löcher oder Rundungen in Rigips zu schneiden, kannst du eine Gipskartonsäge verwenden. Diese oft recht spitz zulaufenden Sägen ermöglichen ein besonders präzises Arbeiten. Größere Schnitte sind damit jedoch zu zeitaufwendig. Auch Löcher für Deckenspots oder Steckdosenauslässe setzt du schneller mit einer herkömmlichen Lochsäge für die Bohrmaschine um.


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