Beilagen & Gemüse

Ob als Beilage zu Kotelett & Co. oder als fleischlose Alternative für Vegetarier – Gemüse ist ideal, um gesunde und leichte Abwechslung auf den Grillrost zu bringen. Auch wenn das meiste Gemüse ganzjährig angeboten wird, solltest du generell einheimisches, saisonfrisches Gemüse bevorzugen, denn das ist besonders aromatisch, enthält die meisten Nährstoffe und ist auch preiswerter. Frisches Gemüse erkennst du daran, dass es knackig und prall ist sowie frei von Druck- oder gar Schimmelstellen.

Die meisten Gemüsesorten werden am besten im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert. Es gibt allerdings einige Ausnahmen: Tomaten beispielsweise ist es zu kalt im Kühlschrank, sie sollten daher lieber bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Das meiste Standardgemüse von Aubergine bis Zucchini gibst du am besten verpackt in der Originalverpackung, einer Gemüsetüte oder einer Plastikdose ins Gemüsefach. Spargel, ob weiß, violett oder grün, wird in ein feuchtes Geschirrtuch eingeschlagen, in eine Plastiktüte gegeben und kann so bis zu 2 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. Pilze solltest du im Papierbeutel oder auf Küchenpapieren einer Plastikdose ins Kühlfach legen. So nimmt das Papier das Kondenswasser auf und die Pilze schimmeln nicht.

Welches Gemüse ist geeignet?

Zum Grillen eignen sich sehr viele Gemüsesorten. Der Barbecue-Klassiker par excellence ist sicherlich der gegrillte Maiskolben. Damit Maiskolben auf dem Grill gar werden, aber nicht verkohlen, empfiehlt es sich, sie 20–30 Minuten in kochendem Wasser vorzugaren und erst dann auf den heißen Rost zu legen. Ein anderer Klassiker ist die Folienkartoffel.

Gut in Folie eingepackt, kann die ungeschälte Kartoffel direkt in der schwachen Glut oder bei indirekter Hitze auf dem Grill gegart werden. Champignons passen nicht nur zwischen Würstchen, Fleisch und Speck auf den Spieß. Auch pur mit etwas Öl, Salz und Pfeffer sind gegrillte Pilze ein Genuss. Typische Sommergemüse wie Tomaten, Zucchini, Auberginen, Paprikaschoten und Kürbisse bringen nicht nur Farbe auf den Grill: In flache Scheiben oder Streifen geschnitten und mit Olivenöl bestrichen, entwickeln sie auf dem Grill ein herrliches Aroma. Auch Stängelgemüse wie Spargel und Fenchel machen auf dem Grill eine gute Figur und schmecken gegrillt noch sehr viel aromatischer und intensiver als in gekochter Form. Zwiebeln, Lauch und Frühlingszwiebeln bleiben aufgrund ihres hohen Wassergehalts auf dem Grill herrlich saftig. Durch das Grillen erhalten sie außerdem einen milderen und süßeren Geschmack. Und selbst feste Blattsalate wie Radicchio oder Chicoree lassen sich hervorragend grillen.

Zu den vegetarischen Klassikern auf dem Grill gehören zweifelsohne bunte Gemüsespieße. Hierfür werden verschiedene Gemüse wie Kartoffeln, Zucchini, Paprika, Mais, Cocktailtomaten und Champignons in Stücke geschnitten, auf einen Spieß gesteckt und mit einem Gewürzöl bestrichen gegrillt. Die Stücke sollten dabei möglichst gleich dick sein, damit sie alle gleichmäßig gegrillt werden.


Obst, Pizza und Brot

Obst

Gegrillte Früchte bilden den süßen Abschluss eines perfekten Grill-Abends. Zum Grillen eignen sich insbesondere Scheiben, Hälften oder Stücke fester Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Ananas, Mango, Papaya und Kiwi. Aber auch Bananen, Pfirsiche oder Aprikosen schmecken gegrillt herrlich aromatisch. Wer möchte, kann das Obst vorher auch mit Alkohol oder Fruchtsaft beträufeln und mit Vanille, Zucker oder Zimt bestäuben. Anschließend wird es dann in Alufolie eingewickelt und auf den Grillrost gelegt. Härtere Obstsorten können direkt auf dem Grillrost gegrillt werden, für weichere Sorten empfiehlt sich die Verwendung einer Grillschale oder das Einwickeln in Alufolie.

Pizza und Brot

Auch wenn es etwas ungewöhnlich klingen mag: Auch Pizza und Brot lassen sich auf dem Grill zubereiten. Die Teigfladen werden auf dem Grill schön knusprig und bekommen ein köstliches Raucharoma. Sie können entweder direkt auf dem Grillrost oder indirekt mit geschlossenem Deckel im Kugelgrill gegrillt werden.

Tipps & Tricks

Flach und fingerdick

Schneide das Gemüse für den Grill in möglichst flache, jedoch nicht zu dünne Stücke bzw. Streifen, damit es gleichmäßig mit dem Grillrost in Berührung kommt.

Vorgaren

Blanchiere Gemüsesorten mit langer Garzeit vor dem Grillen kurz in kochendem Salzwasser vor.

Ölen, würzen, marinieren

Öle das Grillgemüse vor dem Grillen mit einem hitzebeständigen Öl ein, damit es nicht kleben bleibt und würzen Sie es dann kräftig mit Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen. Alternativ kannst du es auch kurz in einer ölhaltigen Marinade ziehen lassen.

Die Größe entscheidet

Kleine Gemüsesorten wie Pilze oder kleinere Gemüsestücke werden zum Grillen am besten aufgespießt oder auf Grillschalen gegrillt. Größere Gemüsestücke kommen direkt auf den Rost.

Nicht zu lange

Grille Gemüse und Obst nicht zu lange, da es recht schnell gar ist und schnell verbrennt.

Nicht zu heiß

Damit Gemüse nicht nur seinen Geschmack, sondern auch die Vitamine und Mineralstoffe behält, sollte es nicht zu heiß gegrillt werden.

Je fester, je besser

Verwende zum Grillen möglichst festfleischige Gemüsesorten.

Garzeiten Gemüse

GemüseGrillgut GarzeitenGrillmethode
Aubergine in Scheiben (1 cm)6-8 Minutendirekt
Champignons6-8 Minutendirekt
Kartoffeln, ganz40-60 Minutenindirekt
Kürbis, halbiert45-60 Minutenindirekt
Maiskolben20-25 Minutendirekt
Paprikaschotenca. 30 Minutenindirekt
Spargel4-6 Minutendirekt
Tomaten, ganz8-10 Minutendirekt
Zucchini in Scheiben (1 cm)3-5 Minutendirekt

Die obenstehende Tabelle gibt einen Überblick über die ungefähren Grillzeiten ausgewählter Gemüsesorten. Da die exakten Garzeiten beim Grillen von diversen Faktoren wie Außentemperatur, Wind, Art des Grills, Hitze, Dicke des Grillgutes und Abstand zwischen Grillrost und Glut abhängen, können die Temperaturangaben jedoch nur als grobe Richtlinie gelten. Gemüse wird in der Regel bissfest verzehrt.