Gartenteich bepflanzen: Tipps und passende Pflanzen

Ein Gartenteich ohne Pflanzen ist kein richtiger Gartenteich: Seerosen, Schilf und andere Gewächse sorgen nicht nur für die passende Optik, sondern auch und vor allem für ein gesundes Ökosystem. Was du beim Gartenteich bepflanzen beachten solltest und welche Pflanzen sich für welche Bereiche eignen, erfährst du hier.


Schwierigkeitsgrad: Mittel

Dauer: Zwei bis drei Stunden

Werkzeug: Schaufel, Harke, Gießkanne, Arbeitshandschuhe, Schere, Teicherde, Teichkies, Teichsand, Pflanzkörbe, Pflanzen


Wissenswertes rund um die Gartenteich-Bepflanzung

Wenn du deinen Gartenteich neu anlegst, planst du in der Regel die Bepflanzung gleich mit. Richtig ausgewählt und eingesetzt, sorgen die Pflanzen für eine gute Wasserqualität und du musst den Teich nur selten extra säubern – vorausgesetzt, du pflegst Pflanzen und Teich regelmäßig. Die beste Jahreszeit, um Pflanzen in den Teich einzusetzen, ist das späte Frühjahr, nach den Eisheiligen im Mai bis Juni. Dann ist das Wasser bereits leicht erwärmt und viele Sonnenstunden erleichtern den Pflanzen das Anwachsen.

Übrigens: Wenn du deinen neuen Gartenteich bepflanzt, solltest du im ersten Jahr keine Schwimmpflanzen einsetzen. Denn alle anderen frisch eingesetzten Pflanzen brauchen so viele Nährstoffe, dass für die schwimmenden nicht mehr genug Nahrung im Wasser übrig bleibt.


Planung der Gartenteich-Pflanzen

Bei der Planung der Gartenteich-Pflanzen solltest du neben der Teichgröße die verschiedenen Teichzonen kennen und berücksichtigen: Neben der Tiefwasserzone gibt es die Flachwasserzone, die Sumpfzone und die Uferzone. Jeder Bereich hat spezielle An- und Herausforderungen, und entsprechend solltest du die Pflanzen für den Teich auswählen. Welche Pflanzen sich für welche Teichzone besonders gut eignen, verraten wir dir weiter unten noch genauer.

Beachte, dass du nicht zu viele Gewächse zu dicht pflanzt – zwei bis drei Teichpflanzen pro Quadratmeter Wasserfläche reichen, wobei es auch Gewächse gibt, die noch mehr Platz für sich beanspruchen. Außerdem solltest du insgesamt nicht mehr als zwei Drittel des kompletten Gartenteichs bepflanzen, da ein zu dichter Bewuchs die Algenbildung fördern und das ökologische Gleichgewicht durcheinanderbringen kann. Auch die Teichumrandung kannst du mit Pflanzen verschönern.

Algen lieben kalkhaltiges Wasser und Sonne, aber du kannst dem Wachstum vorbeugen: Nicht nur durch ein schattiges Plätzchen und Nährstoffentzug, sondern auch durch bestimmte Pflanzen und Tiere. Schnecken zum Beispiel entziehen dem Wasser Kalk, um daraus ihr Gehäuse zu bauen. Dazu ernähren sie sich vom Algenteppich auf den Steinen. Des Weiteren gibt es Pflanzen, die dem Teichwasser besonders viele Nährstoffe entziehen. Das sind z. B. der Tannenwedel und die Krebsschere. Auch Unterwasserpflanzen versorgen das Teichwasser mit viel Sauerstoff.

Übrigens: Die Mehrzahl unserer heimischen Teichpflanzen ist winterfest. Das Zufrieren des Teichs macht ihnen also nichts aus. Tropische Wasserpflanzen hingegen müssen im Haus überwintern. Am besten gibst du die Pflanzen in mit Wasser gefüllte Eimer und stellst sie an einen hellen, frostfreien Ort.

Gartenteich bepflanzen: Anleitung

Wenn du deine Pflanzen ausgesucht und den Teich bereits komplett oder in Teilen angelegt hast, geht es daran, den Gartenteich richtig zu bepflanzen. So gehst du dabei am besten vor:

1. Bepflanze deinen Teich von innen nach außen bzw. von tief zu flach. Setze zuerst die Pflanzen an der tiefsten Stelle in die Tiefwasserzone ein und arbeite dich von dort aus bis zur flachen Uferzone vor.

2. Setze Pflanzen, die in die Höhe wachsen, hinter die mit einer niedrigeren Wuchshöhe. Im ersten Jahr werden sie nicht so stark wachsen. Das ist völlig normal und du brauchst dir deswegen keine Sorgen machen.

3. Verwende beim Gartenteich bepflanzen nicht die Körbe, in denen du die Gewächse gekauft hast, sondern setze Seerosen und andere Gartenteich-Pflanzen in spezielle Kunststoffkörbe. Diese geben dem Wurzelballen etwas Spielraum, verhindern aber gleichzeitig zu starke Wurzelausbreitung. Es gibt auch Pflanzentaschen, die für die Bepflanzung von steilen Zonen geeignet sind. Einfach die Pflanzen in die Taschen oder Körbe einsetzen, mit Steinen beschweren, ins Wasser lassen und am Rand mit größeren Steinen beschweren. Fertig!

Tipp: Als Untergrund für die Pflanzenkörbe kannst du eine Schicht Sand oder feinen Kies anlegen.


Weitere Tipps zum Teich bepflanzen

Weitere Tipps zum Teich bepflanzen

Beherzige folgende Tipps beim Gartenteich bepflanzen:

  • Es gibt Teichpflanzen, die bei der Bepflanzung unangenehme Hautreizungen auslösen können. Bepflanze deinen Teich daher besser mit Gartenhandschuhen.
  • Bei der Auswahl der Erde kommt es auch immer auf die Pflanzen an, mit denen du deinen Teich verschönern willst. Fülle in die Pflanzkörbe extra Teicherde statt klassischer Gartenerde, da diese weniger Nährstoffe enthält und somit weniger Auswirkungen auf das Ökosystem im Teich hat. Auch Tongranulat oder Kies eignen sich als Pflanzschicht.
    Wichtig: In der tieferen Teichzone brauchst du überhaupt keine Erde, weil die Pflanzen dort in der Regel keine Wurzeln bilden.
  • Hast du Fische, vor allem Kois, in deinem Gartenteich, gebe eine Schicht Kies oder Sand als oberste Schicht in die Körbe, da die Tiere sonst die Wurzeln aus den Körben wühlen und Erde und Kies verteilen würden. Die Kiesschicht verhindert auch das natürliche Ausschwemmen der Erde.
  • In sehr naturnahen Teichen und bei schwachwüchsigen Wasserpflanzen, kannst du auch auf Pflanzkörbe verzichten und die Gewächse direkt in die vorbereitete Teichzone setzen.
  • Schenke vor allem dem Teichrand beim Pflanzen große Beachtung: Hier treffen Wasserpflanzen auf normale Beete. Vor allem Stauden eignen sich für die ufernahen Bereiche. Um einen großen optischen Bruch zu vermeiden, wähle für die Gartenteich-Randbepflanzung den Stauden optisch ähnliche Wasserpflanzen. Auf geeignete Pflanzen gehen wir weiter unten noch ein.
  • Um das empfindliche Gleichgewicht in deinem Teich nicht zu stören, sollest du niemals chemisches Pflanzenschutzmittel verwenden. Ein Untertauchen der befallenen Pflanzenteile lässt bereits viele Schädlinge verschwinden oder zum Futter für Wasserlebewesen werden.

Die passenden Gartenteich-Pflanzen für jede Teichzone

Bei der Gestaltung deiner Gartenteich-Bepflanzung hast du beinahe freie Hand. Allerdings solltest du darauf achten, dass du die ausgewählten Pflanzen in der richtigen Zone anpflanzt, damit sie dort wachsen und gedeihen. Wenn du das berücksichtigst, kannst du ein farbiges Blütenbild entwerfen, dass sich über deinen gesamten Gartenteich erstreckt.


Pflanzen für die Tiefwasserzone im Teich

Weitere Pflanzen für die Tiefwasserzone

Die Tiefwasserzone sollte eine Wassertiefe von mindestens 50 bis 80 Zentimeter haben.

Generell gilt: Je mehr Kontakt deine Pflanzen mit dem Teichwasser haben, umso wichtiger ist für sie das ökologische Gleichgewicht. Das gilt also vor allem für die Unterwasserpflanzen in diesem Bereich, aber auch für die Teichpflanzen, die später bis über die Wasseroberfläche reichen. Außerdem ist dieser Teil sehr wichtig für deinen Teich, denn hierher ziehen sich Fische zum Überwintern zurück und es ist der Lebensbereich kleiner Tierchen und Organismen, die das Sonnenlicht meiden. Sehr gute Sauerstofflieferanten sind Pflanzen wie das Hornblatt oder die Wasserpest. Sie sind essentiell für das Gleichgewicht im Teich, bauen Schadstoffe ab und sind ein natürlicher Algenschutz.


Die Seerose – ein Klassiker im Gartenteich

Die Seerose – ein Klassiker im Gartenteich

Die Königin der Tiefwasserzone ist unbestritten die Seerose. Es gibt sie in vielen verschiedenen Sorten und sie gedeiht bereits ab rund 30 Zentimetern Tiefe – klassischerweise gilt aber erst der Bereich ab etwa 60 Zentimetern Tiefe als tatsächliche Tiefwasserzone. Die meisten Seerosen fühlen sich zwischen 50 und 80 Zentimetern Tiefe wohl.

Wichtig bei der Seerose ist, dass du die Sorte passend zur tatsächlichen Wassertiefe aussuchst. Passen Sorte und Tiefe nicht zusammen, bildet die Pflanze zwar Schwimmblätter, aber kaum Blüten aus. Die Angaben der Pflanztiefe auf einem Pflanzgefäß beziehen sich dabei immer auf den Abstand zwischen Austrieb der Seerose und der Wasseroberfläche. Heißt konkret: Befindet sich die Wasserpflanze in einem 30 Zentimeter hohen Gefäß und das Wasser ist einen Meter tief, ist die Pflanztiefe nur noch 70 Zentimeter. Pflanzt du die Seerose direkt am Boden, beträgt die Pflanztiefe einen Meter.

Übrigens: Damit sich Seerosen voll entfalten können, solltest du nicht zuviele in deinen Teich pflanzen. Ein bis zwei Quadratmeter müssen für eine Seerose mittlerer Größe eingeplant werden. Bei zu wenig Fläche können sich die Schwimmblätter nicht ausbreiten und wachsen übereinander. Auch die Blüte kann sich nicht entfalten.


Weitere Pflanzen für die Tiefwasserzone

Tausendwedel

Wenn du deinen Gartenteich hier nicht nur mit Seerosen bepflanzen möchtest, eignen sich außerdem folgende Pflanzen:

Tausendblatt: Diese Teichpflanze trägt ihren Namen zu Recht mit ihrem feingefächerten Blattwerk, das man auch aus Aquarien kennt. Sie gilt als Algenkiller, weil sie dem Wasser nur geringe Mengen an Nährstoffen entzieht. Sie braucht Sonne bis Halbschatten und trägt von Juni bis August eine weiße Blüte.

Hornblatt: Eine wichtige Schutz- und Sauerstoffpflanze, die je nach Wasserqualität im Teich etwas anders aussieht. Generell ist sie dem Tausendblatt ähnlich und besonders wichtig für nährstoffreiche Teiche mit Fischen. Sie hat keine Blüte und mag Halbschatten.

Laichkraut: Wie ein Blattteppich auf der Wasseroberfläche wirkt das Laichkraut. Dennoch lässt es ausreichend Licht auf den Teich. In Sonne bis Halbschatten fühlt sich die Wasserpflanze wohl und trägt von Juli bis August grünliche Ähren als Blüte.

Wasserknöterich: Eine äußerst anpassungsfähige Schwimmblattpflanze, die ein ausgewogenes Nährstoffangebot bevorzugt. Auch sie fühlt sich bei Sonne und Halbschatten wohl und blüht von Juni bis August rötlich-weiß.

Wasserhahnenfuß: Diese Teichpflanze liebt eine nährstoffreiche Umgebung, hat dünne, schmale Blätter unter Wasser und flächige Schwimmblätter auf der Oberfläche. Von Mai bis August trägt sie weiße Blüten und gedeiht am besten in Sonne bis Halbschatten.


Die Flachwasserzone im Gartenteich bepflanzen

Die Flachwasserzone im Gartenteich bepflanzen

Die Flachwasserzone im Gartenteich hat eine Wassertiefe von etwa 20 bis 60 Zentimetern. Hier stehen die Pflanzen in direktem Kontakt mit Wasser. Das solltest du bei der Auswahl deiner Teichpflanzen beachten, denn nicht alle mögen das und sind daher eher nicht für diesen Bereich geeignet. Teilweise können Flachwasserpflanzen auch in die Tiefwasser- oder Sumpfzone einwachsen.

In dieser Zone gedeihen Wasserpflanzen, die optisch einiges hermachen:

Kalmus: Diese Teichpflanze sollte eher separat und unbedingt in Pflanzenkörben eingesetzt werden, denn sie neigt dazu, sich unkontrolliert im Teich auszubreiten. Von Juni bis Juli zeigt sie ihre grünlich-gelbe Kolbenblüte und fühlt sich bei Sonne bis Halbschatten besonders wohl.

Froschlöffel: Der Froschlöffel ist äußerst dekorativ, kann sich jedoch wegen seiner Selbstaussaat schnell im Teich verbreiten. Er bevorzugt eine nährstoffreiche Umgebung. Er gedeiht am besten bei Sonne bis Halbschatten und treibt im Juni bis August weiße bis zartrosa Blüten aus.

Sumpfschwertlilie: Diese Teichpflanze wird auch Wasser-Schwertlilie genannt. Sie kann dichte Bestände im Teich bilden und bevorzugt einen nährstoffreichen und sonnigen Standort. Von Mai bis Juli trägt sie gelbe oder blaue Blüten, die einen attraktiven Anblick bieten.

Tannenwedel: Der Hauptteil der Pflanze gedeiht unter Wasser, nur ein kleiner Teil schiebt sich über die Wasseroberfläche und wirkt dort wie ein kleiner Tannenbaum. Sie kann aber schnell wuchern. Der Tannwedel mag sonnige Standorte und trägt von Juli bis August unauffällige Blüten.

Blumenbinse: Wegen ihrer langen Blütenstiele wird sie auch Schwanenblume genannt. Sie liebt nährstoffreiche Teiche und bildet dort dichte, blühende Bestände. Ein schöner Blickfang für Blütenfans! Diese Teichpflanze liebt sonnige Standorte und blüht von Juni bis August in Rosa.

Auch das Herzblättrige Hechtkraut ist eine echte Schönheit für deinen Gartenteich. Sie bezaubert mit auffälligen blauen Blüten. Das Pfeilkraut ist ein passender, weil unauffälliger, aber nicht weniger schöner Begleiter in der Flachwasserzone.

Tipp: Die Grenzen zwischen den einzelnen Zonen sind fließend, genauso wie die Verträglichkeit einzelner Pflanzen mit eben diesen. Schau dir im Zweifelsfall die Angaben auf dem Etikett beim Kauf einer Wasserpflanze an oder sprich mit einem Verkäufer im toom Baumarkt. In beiden Fällen erfährst du eventuell auch, ob und mit welchen Pflanzen oder Zonen sich ein Gewächs überhaupt nicht anfreunden kann.


Die Sumpfzone im Gartenteich bepflanzen

Die Sumpfzone im Gartenteich bepflanzen

In der Sumpfzone herrschen meist Wasserstände von wenigen bis etwa 20 Zentimetern. Heiße Sommer können aber auch dazu führen, dass diese Bereiche kurzfristig komplett austrocknen – genauso wie heftige Regenfälle die Sumpfzone bis zu 40 Zentimeter unter Wasser setzen können. Pflanzen, die sich in dieser Zone wohlfühlen, sind es gewohnt mit unterschiedlichen Wasserständen und einer wechselnden Umgebung zurechtzukommen. Damit du die Sumpfzone mit verschiedenen Arten bepflanzen kannst, sollte sie mindestens 30 Zentimeter breit sein und bis zu einer Wassertiefe von 20 Zentimeter leicht abfallen. Mit größeren Steinen schaffst du Abwechslung bei der Gestaltung.

Mit den wechselhaften Bedingungen in der Sumpfzone kommen vor allem unverwüstliche Blütenstauden gut zurecht:

  • Zwergbinse: Diese Teichpflanze eignet sich gut für die Sumpfzone, weil sie kaum Platz für Wurzeln benötigt und sich durch Selbstaussaat verbreitet. Sie gedeiht in Sonne und Schatten und trägt von Juni bis August schwarzbraune, kugelförmige Blüten.
  • Gauklerblume: Sie passt gut in die Nachbarschaft von Sumpfdotterblumen und Sumpf-Vergissmeinnicht. Die Gauklerblume fühlt sich in Sonne bis Halbschatten wohl und blüht von Juni bis August in diversen Farben.
  • Sumpfdotterblume: Diese Pflanze ist ein schöner Frühjahrsblüher – allein deshalb macht sie sich in fast jedem Teich gut! Sie bevorzugt eine nährstoffreiche Umgebung, braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort und zeigt von März bis Juni ihre gelben Blüten.
  • Sumpf-Vergissmeinnicht: Mit ihren zarten, blauen Blüten kommt das Sumpf-Vergissmeinnicht bei einer dichten Bepflanzung am besten zur Geltung. Sie mag sonnige Standorte und blüht von Mai bis September.
  • Asiatische Iris: Diese Pflanze kann im Wasser der Sumpfzone angepflanzt werden, gedeiht aber auch gut in nur feuchten Böden, die viele Nährstoffe bieten. Sie fühlt sich in Sonne bis Halbschatten wohl und trägt von Juni bis Juli zartrosa Blüten.

Die Scheincalla, die im Frühling auffällig blüht und später bis zu einem Meter große Blätter ausbildet, die Wiesen-Schwertlilie und der Rohrkolben sind ebenfalls beliebte Sumpfzone-Pflanzen.


Die Uferzone: Passende Teichrand-Pflanzen

Die Uferzone: Passende Teichrand-Pflanzen

Anspruchslose Gräser um den Teich rahmen ihn optisch schön ein und erfüllen gleichzeitig eine wichtige Filterfunktion für das Wasser. Zusätzlich bieten sie Kleintieren einen Schutzraum. Grundsätzlich sollten Teichrand-Pflanzen pflegeleicht und robust sein und einen halbfeuchten Boden bevorzugen. Denn die Uferzone ist in den meisten Fällen trocken, die dort wachsenden Pflanzen müssen aber auch mal damit zurechtzukommen, kurzzeitig nasse Füße zu bekommen. Wenn du möchtest, kannst du zwischen den Pflanzen auch größere Steine zur Auflockerung platzieren und so den perfekten optischen Übergang zwischen Teich und Sumpf zum übrigen Garten gestalten.

Mit diesen Pflanzen kannst du eine schöne Teichumrandung gestalten:

  • Wollgras: Diese Pflanze wächst besonders gut auf Torf oder Sand. Deswegen benötigt das Wollgras auch kaum Nährstoffe und ist ein genügsames Gewächs, das wenig Pflege braucht. Sie mag sonnige Standorte und treibt von Mai bis Juni weiße, wollige Ähren aus.
  • Rosenprimel: Sie gedeiht am besten auf feuchten, lehmigen Böden, die nicht kalkhaltig sind. In heißen Sommermonaten braucht die Rosenprimel aber viel Wasser. Sie mag Sonne bis Halbschatten und trägt bereits ab Februar oder März rote Blüten.
  • Blutweiderich: Diese Pflanze liebt Feuchtigkeit und ist am Teichufer bestens aufgehoben. Im Schatten ist sie blühfaul, und braucht daher einen sonnigen Platz, um ihre volle Schönheit zu entfalten. Dann zeigt sie von Juli bis September purpurrote Ähren.
  • Lippenmäulchen: Sie ist eine extrem widerstandsfähige Pflanze, die auch lange Frostperioden problemlos übersteht. Sie gilt als pflegeleichter Bodendecker und bevorzugt Standorte in der Sonne oder im Halbschatten. Von Mai bis Juni blüht sie weiß oder in blau-violett.
  • Schmalblättriger Rohrkolben: Diese Pflanze ist für dauernasse Bereiche geeignet. Sie verbessert die Wasserqualität, indem sie überschüssige Nährstoffe entzieht, und im Winter sorgt ihr Laub für einen Gasaustausch. Sie mag Sonne und treibt im Juli und August dunkelbraune Kolben aus.

Weitere geeignete Pflanzen für die Teichumrandung sind Blütenstauden, die in dem leicht feuchten Boden der Uferzone gut gedeihen: die Taglilie und die Wiesenraute, an schattigen Plätzen auch die Funkie und Silberkerze. Auch Gräser, wie Bambus, Chinasschilf und Pampasgras fühlen sich als Randbepflanzung des Gartenteichs wohl.

Ein weiterer Tipp zur Randbepflanzung des Teichs: Bepflanze nicht den kompletten Teichrand, sondern lasse Teile für eine Kiesfläche oder einen Steg frei, damit du einen freien Blick auf und einfachen Zugang zu deinem Gartenteich hast. So werden nicht nur laue Sommerabende am Teich entspannter, sondern auch eine etwaige Reinigung wird unkomplizierter.

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