Du möchtest dein Grundstück schnell und kostengünstig einzäunen? Dann ist ein Maschendrahtzaun genau die richtige Wahl. Er lässt sich mit etwas handwerklichem Geschick selbst montieren, ist langlebig und sorgt zuverlässig für eine klare Grundstücksgrenze – ob im Vorgarten, am Beet oder rund ums gesamte Grundstück. In diesem Ratgeber zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deinen Maschendrahtzaun richtig planst, vorbereitest und montierst. Mit hilfreichen Tipps bist du bestens vorbereitet und kannst dein Zaunprojekt entspannt umsetzen.
Schritt-für-Schritt-Aufbauanleitung für deinen Maschendrahtzaun

Der Maschendrahtzaun rund um den Garten, das Gemüsebeet oder entlang der Einfahrt hält mit der richtigen Montage viele Jahre. Wie du dabei am besten vorgehst, zeigen wir dir in der folgenden Anleitung Schritt für Schritt. Unser Tipp: Mit etwas Geduld und der passenden Ausrüstung klappt das auch ohne Profi je nach Größe des Gartens und gewünschten Features in ein bis zwei Tagen. Außerdem empfehlen wir dir, das Projekt bei trockenem Wetter und zu zweit anzugehen.
Gut zu wissen: Maschendraht ist grobmaschig und meist mit einem grünen Kunststoffmantel überzogen. Auch graue bzw. silberne und schwarze Varianten gibt es. Alle Varianten sind widerstandsfähig, langlebig und wetterfest. Erhältlich ist Maschendraht als aufgerollte, fertige Matte, die das Aufbauen und Spannen des Maschendrahtzauns recht einfach gestaltet.
Wichtig: Feinmaschiger Maschendraht eignet sich als Gartenzaun nicht so gut und findet im Kleintiergehege-Bereich Anwendung.
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Schritt 1: Gartenzaun planen und ausmessen

Zuallererst solltest du den Aufbau deines Maschendrahtzauns sorgfältig planen und entsprechend die Materialien und Werkzeuge besorgen.
Stelle dir dabei folgende Fragen:
- Wie soll der Zaun verlaufen?
- Wie lang soll der Maschendraht insgesamt sein?
- Wie viele Pfähle benötige ich? Diese sollten maximal alle 2,5 Meter gesetzt werden
- Möchte ich ein Gartentor integrieren?
Tipp: Beachte auch den Abstand zum Nachbargrundstück – dieser sollte in der Regel mindestens 50 Zentimeter betragen. Für genaue Angaben solltest du dich vor dem Angehen deines Gartenbau-Projekts in der Bauordnung deines Landes und der Kommune informieren.
Schritt 2: Maschendrahtzaun-Aufbau vorbereiten

Ist der Zaun geplant, vermessen und sind die benötigten Teile im Baumarkt deines Vertrauens besorgt, geht es an den Aufbau deines Maschendrahtzauns.
Die Vorbereitung läuft ähnlich wie bei der Montage eines Doppelstabmattenzauns ab:
- Erstelle ein Schnurgerüst und stelle das Gartentor, falls in der Planung vorgesehen, bereits vor dem Zaunbau auf. So hast du einen fixen Start- und Endpunkt, von dem aus du den Maschendraht spannen kannst.
- Das Schnurgerüst sollte in den Ecken immer im rechten Winkel angelegt werden, damit auch der Zaun anschließend korrekt gesetzt wird.
- Beliebte Gartentore für einen Maschendrahtzaun sind farblich passende Gittertore aus Metall.
Schritt 3: Zaunpfosten und Streben setzen

Die Pfosten bilden das Grundgerüst deines Maschendrahtzauns. Damit später alles stabil steht, kommt es jetzt auf sorgfältiges Arbeiten an.
Beginne damit, deinen Ausgangspunkt zu bestimmen. Dieser befindet sich am besten am Gartentor. Wenn du kein Tor einbauen willst, kannst du auch am Anfang der Zaunlinie starten.
Nun geht es an den Aufbau der Zaunpfosten und Streben.
Pfostenabstand richtig wählen:
- Setze die Zaunpfosten in einem Abstand von etwa 2 Metern.
- Maximal empfehlen wir 2,5 Meter, bei noch größeren Abständen verliert der Zaun an Stabilität.
- Tendenziell gilt: Bei niedrigen Zäunen kann der Abstand etwas größer sein, bei höheren sollte er eher kürzer sein.
Pfosten betonieren:
- Hebe für jeden Pfosten ein Loch aus. Ideal sind 60 bis 80 Zentimeter Tiefe, je nach Zaunhöhe. Höhere Zaunpfosten sollten auch tiefer in der Erde stecken.
- Gib eine Drainageschicht aus Kies in das Fundamentloch, damit Regenwasser gut ablaufen kann.
- Stelle den Pfosten hinein und richte ihn mit Hilfe einer Wasserwaage oder Schlauchwaage exakt aus. Eine zweite Person kann dabei hilfreich sein.
- Fülle Trockenbeton ein und stochere mit einem Holzstab nach, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.
- Wiederhole diesen Vorgang für alle weiteren Pfosten entlang der Schnurführung.
- Falls du den letzten Pfosten an einer Hauswand setzt, kannst du ihn mit Rohrschellen direkt an der Wand befestigen.
Streben setzen für mehr Stabilität:
Querstreben geben dem Zaun zusätzliche Stabilität – vor allem an Ecken, Zaunenden sowie rechts und links vom Gartentor.
Gehe dabei so vor:
- Bringe die Schellen an den bereits getrockneten Pfosten an.
- Setze die Streben in einem Winkel von etwa 45 Grad an.
- Schlage die Bodenhülsen für die Streben in den Boden.
- Verschraube die Streben mit Strebenplatten an den Hülsen.
Abschließende Arbeiten:
- Entferne das Schnurgerüst, wenn alle Pfosten und Streben fest sitzen.
- Wenn du beim Aushub die Grasnarbe vorher sauber abgestochen hast, kannst du sie jetzt wieder einsetzen – so sieht alles direkt gepflegt aus.
Schritt 4: Spanndraht und Schellen befestigen

Im nächsten Schritt verbindest du nun alle Zaunpfosten und Streben mit Spanndrähten. Sie sorgen dafür, dass dein Maschendrahtzaun-Aufbau später nicht durchhängt. Drahtspanner gibt es als Schelle für die Pfosten oder als Verbindungsstück für den Mittelteil des Drahtes. In unserem Beispiel verwenden wir eine Spannschelle.
- Bringe den Spanndraht mithilfe von Spannschellen oben an zwei benachbarten Pfosten an.
- Spanne den Draht mit einem Maulschlüssel so fest, dass er nicht mehr durchhängt.
- Wiederhole diesen Vorgang am unteren Ende der beiden Pfosten.
- An den Eckpfosten, Endpfosten und am Gartentor bringst du zusätzlich Schellen mit Haken an – jeweils oben, unten und bei Bedarf auch in der Mitte. Dort wird später der Maschendraht eingehängt und gespannt.
Tipp: Den Spanndraht solltest du immer abrollen und nicht spiralförmig abwickeln, damit du ihn zum Spannen verwenden kannst.
Schritt 5: Maschendrahtzaun montieren – Draht fest spannen

Nun geht es an den Maschendraht, der an den Pfosten fixiert wird. Die Einzelteile werden zwischen den Zaunenden bzw. am Tor angebracht und müssen nicht an jedem Pfosten abgetrennt werden. An den Zaunecken kann der Maschendraht entweder um den Pfosten geführt oder als zwei separate Zaunteile angebracht werden.
- Wickele die benötigte Länge des Maschendrahts von der Rolle ab und lege diesen auf den Boden.
- Trenne den Teil von der Rolle, indem du eine Drahtreihe aufbiegst und herausdrehst. Alternativ kannst du den Maschendraht mit einer Zange abknipsen, doch musst du dann die losen Enden einzeln entfernen. Auch solltest du die neu entstandenen Enden mit Rostschutz behandeln.
- Fädele nun den Spannstab in das eine Ende der abgetrennten Maschendrahtmatte ein.
- Hänge den Spannstab am ersten Zaunpfosten in die Haken ein.
- Führe nun den Maschendraht an den benachbarten Pfosten vorbei bis zu dem Zaunpfosten, an dem er erneut befestigt werden soll.
- Fädele nun auch an diesem Ende einen Spannstab ein, ziehe den Maschendrahtzaun fest und hänge ihn an die Haken am Pfosten. Der Zaun sollte jetzt straff gespannt sein.
- Anschließend trennst du die oberen und unteren Enden des Drahtgeflechts einzeln auf, arbeitest die Spanndrähte ein und biegst die Enden wieder zusammen.
- Für noch mehr Stabilität und bei hohen Zäunen empfiehlt es sich, mittig nochmal einen Spanndraht einzuarbeiten. Dieser wird in den Zaun gefädelt und an den Pfosten mit Spannern fixiert.
Tipp: Trenne lieber etwas zu viel Maschendraht von der Rolle ab – nachkürzen ist kein Problem.
Nach der Montage des Maschendrahtzauns

Dein Maschendrahtzaun ist nun erfolgreich aufgebaut. Ob er straff genug gespannt ist, erkennst du daran, dass sich das Drahtgeflecht in den Mittelteilen nicht weiter als zwei Zentimeter nach unten drücken lässt. Hast du ein Gartentor integriert, solltest du dieses nach der Montage des Zauns nochmal neu ausrichten, da es sich durch die Spannung möglicherweise verzogen hat.
Befindet sich der Zaun an der Grundstücksgrenze oder soll als optischer Trenner für unterschiedliche Bereiche deines Gartens dienen, kannst du für einen idealen Sichtschutz nun neue Sträucher und Stauden am Zaun entlang pflanzen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Maschendrahtzaun-Aufbau
Wie plane ich einen Maschendrahtzaun richtig?
Bevor du loslegst, solltest du genau ausmessen, wo der Zaun verlaufen soll und ob ein Gartentor integriert werden soll. Überlege dir die Gesamtlänge, die Anzahl der Pfosten (maximal alle 2,5 m) und prüfe Abstände zum Nachbargrundstück – in vielen Bundesländern gilt ein Mindestabstand von 50 cm. Infos dazu findest du in der Bauordnung deiner Gemeinde.
Welche Materialien brauche ich für den Aufbau?
Für einen klassischen Maschendrahtzaun brauchst du:
- Maschendraht in der gewünschten Länge
- Zaunpfosten + Streben
- Spannstäbe, Spanndraht, Drahtspanner
- Schellen, Einschlaghülsen oder Beton
- Rostschutzlack für gekürzte Metallteile
- Optional: ein passendes Gartentor
Eine vollständige Liste findest du ganz zu Beginn im Ratgeber.
Wie kann ich einen Maschendrahtzaun montieren?
Um einen Maschendrahtzaun zu montieren, spannst du zunächst Spanndrähte zwischen den Zaunpfosten. Anschließend befestigst du das Drahtgeflecht mithilfe von Spannstäben und Haken an den Pfosten.
Wie befestige ich Maschendraht am Pfosten?
Du fädelst an den Enden der Maschendrahtrolle einen Spannstab ein. Dieser wird dann in die Haken am jeweiligen End- oder Eckpfosten eingehängt. So lässt sich der Draht gleichmäßig spannen, ohne ihn direkt am Pfosten festzubinden.
Wie viele Spanndrähte brauche ich?
Für Standardzäune reichen zwei Spanndrähte – einer oben, einer unten. Bei höheren Zäunen (über circa 1,25 m) solltest du einen dritten Spanndraht mittig einbauen. So bleibt der Zaun stabil, auch bei Wind oder Belastung durch Rankpflanzen.
Wie weit sollten die Pfosten auseinanderstehen?
Der empfohlene Abstand liegt bei maximal 2,5 Metern. Kürzere Abstände sorgen für mehr Stabilität. Das ist besonders wichtig bei lockeren Böden.
Muss ich den Zaun einbetonieren?
Das hängt vom Untergrund ab. Auf weichem Boden oder bei längeren Zäunen empfiehlt es sich, die Pfosten einzubetonieren, denn so steht der Zaun sicher. Alternativ kannst du Einschlaghülsen verwenden. Achte in jedem Fall auf eine Drainageschicht aus Kies unter dem Pfosten.
Wie lange dauert der Maschendrahtzaun-Aufbau?
Plane für den Aufbau eines Maschendrahtzauns in normaler Gartengröße einen bis zwei Tage ein. Wenn du betonierst, muss der Beton ausreichend trocknen und das braucht etwas Zeit. Mit einer zweiten Person an deiner Seite geht der gesamte Aufbau deines Maschendrahtzauns deutlich leichter von der Hand.
Wie erkenne ich, ob der Maschendrahtzaun straff genug ist?
Teste die Spannung in der Mitte eines Zaunfeldes: Du solltest das Drahtgeflecht nicht mehr als 2 cm nach unten drücken können. Falls doch, kannst du über die Drahtspanner nachjustieren.
Was mache ich, wenn mein Gartentor nach dem Spannen des Maschendrahts klemmt?
Nach dem Spannen des Drahtes kann es vorkommen, dass sich die Torpfosten leicht verzogen haben. Richte das Tor nach der Montage des Zauns noch einmal neu aus. Oft genügt schon ein leichtes Nachjustieren an den Scharnieren.
Wie verbinde ich zwei Zaunrollen miteinander?
Wenn du mehrere Zaunrollen verarbeiten willst, kannst du diese mit einem Drahtstab verbinden oder die Enden einfach ineinanderflechten. Achte darauf, dass sich die Maschen gut verzahnen und keine scharfen Drahtenden überstehen.
Wie kann ich den Zaun später blickdicht machen?
Maschendrahtzäune lassen sich gut begrünen – zum Beispiel mit Efeu, Clematis oder Rankrosen. Alternativ kannst du auch spezielle Sichtschutzstreifen oder Bambusmatten anbringen. Achte dabei auf zusätzliche Spannkraft, damit der Zaun das Gewicht gut hält.










