Sichtschutz für den Garten


Ein Sichtschutz für deinen Garten: Ideen von natürlich bis modern

Ob großer, stattlicher Bauerngarten oder kleiner, gemütlicher Stadtgarten: In deiner grünen Oase möchtest du dich ungestört entspannen und erholen. Ein Sichtschutz schafft im Garten Geborgenheit und Privatsphäre. So bleibst du unbeobachtet, wenn du entspannt ein Buch liest, Unkraut jätest oder mit deinen Kindern spielst. Der perfekte Sichtschutz dient meist zusätzlich als Grundstücksbegrenzung und passt optisch in dein kleines Stück Natur. Wir haben einige Gestaltungsideen für dich, wenn du gerade dabei bist, den Sichtschutz für deinen Garten zu planen.

Die Hecke: Ein klassischer Sichtschutz

Hecke mit Vogel

Zu Recht erfreut sich in vielen Gärten die klassische Hecke an der Grundstücksgrenze großer Beliebtheit. Die Auswahl an Pflanzen, die sich für eine Hecke als Sichtschutz eignen, ist umfangreich. Je nachdem, auf welches Gewächs die Wahl fällt, kannst du dir einen dichten, schützenden Sichtschutz heranziehen oder eher eine lichte Begrenzung für deinen Garten pflanzen.

Der schöne Nebeneffekt einer Hecke: Im dichten Geäst können Vögel nisten und auch andere Kleintiere und Insekten finden dort Unterschlupf und Nahrung. Eine Hecke stellt einen eigenen Lebensraum dar, der deinen Garten somit auf vielerlei Art und Weise bereichert.

Geeignete Heckenpflanzen

Grüne Hecke als Begrenzung

Du kannst mit einer Vielzahl von Pflanzen eine Hecke gestalten. Dabei ist es möglich, mehrere Pflanzen derselben Sorte zu nutzen oder auch ein aufgelockertes Erscheinungsbild zu schaffen, indem du verschiedene Sorten pflanzt. Als Sichtschutz für einen Garten haben sich einige Pflanzen besonders bewährt und bilden zuverlässig üppige Hecken, beispielsweise folgende:

  • Thuja: Hecken aus Thuja wachsen schnell und sind blickdicht, die Pflanzen sind vergleichsweise günstig und sehr windfest sowie frosthart. Eine Thuja-Hecke solltest du zweimal jährlich schneiden, damit sie ihre Form und Ausmaße behält.
  • Scheinzypresse: Sie sieht der Thuja ziemlich ähnlich, wächst sehr aufrecht und muss seitlich nur einmal jährlich gestutzt werden. Zudem ist die Auswahl an Sorten und Farben groß – von leuchtendem Hellgrün bis zu Blaugrau.
  • Eibe: Eine Eiben-Hecke hat viele Jahre Bestand. Die Pflanzen wachsen langsam, was sie pflegeleichter und für den Formschnitt geeignet macht. Eiben vertragen auch einen starken Rückschnitt ins alte Holz und treiben wieder neu aus – anders als Thuja oder Scheinzypresse.
  • Kirschlorbeer: Das immergrüne Laubgewächs freundet sich mit vielen Standorten an und bildet eine ganzjährig blickdichte Hecke. Kirschlorbeer wächst schnell und lässt sich bei Bedarf auch bis ins alte Holz zurückschneiden.
  • Buche: Buchenhecken benötigen regelmäßige Rückschnitte, sind anspruchslos, robust sowie auch im Winter blickdicht. Das Laub vertrocknet zwar, verbleibt aber bis zum Frühjahr an der Pflanze. Im Herbst ist eine bunt gefärbte Buchenhecke zudem ein schöner Blickfang.
  • Flieder: Fliederhecken werden mit der Zeit hoch und dicht – ideal für einen Sichtschutz. Zudem beglückt die Hecke im Frühjahr mit reichen Blüten und intensivem Duft. Eine Fliederhecke braucht jedoch Platz, für einen strengen Formschnitt eignet sie sich nicht.
  • Forsythie: Diese im Frühjahr kräftig gelb blühenden Sträucher vertragen auch stärkeren Beschnitt und eignen sich daher gut für eine Schnitthecke. Wie bei vielen anderen blühenden Sträuchern auch gilt jedoch, dass die Hecke im unteren Bereich meist nie ganz dicht sein wird.
  • Bambus: Geduld brauchst du bei einer Bambus-Hecke nicht – sie wächst außergewöhnlich schnell. Sorten, die bis zum Boden Laub tragen, sind ideal für eine Hecke, die im Wind weht, die Blätter rascheln lässt und keine starre grüne Wand darstellt.

Der Platzbedarf einer Hecke

Hecke schneiden

Der Platzbedarf der verschiedenen Heckenarten ist unterschiedlich. In der Regel ist eine bepflanzte Grundstücksgrenze etwa 70 bis 100 Zentimeter breit. Immergrüne Hecken aus Thuja oder Konifere musst du regelmäßig beschneiden, damit sie nicht zu ausladend wird. Hecken aus blühenden Büschen und Sträuchern brauchen mitunter deutlich mehr Platz. Besonders platzsparend kann eine Bambus-Hecke sein. Auch diese verbreitert sich zwar mit der Zeit; sie lässt sich jedoch immer wieder stutzen und verkleinern, in der Höhe wie in der Breite.


Materialvielfalt beim Sichtschutz: Für jede Art von Garten

Pflegeleicht, stabil und sehr platzsparend sind schmale Sichtschutz-Wände. Diese sind in den unterschiedlichsten Materialien, Farben und Formen erhältlich. So kannst du stets einen Sichtschutz für deinen Garten wählen, der gut in das Gesamtbild passt. Ob Holz oder Glas: Jedes Material hat andere Eigenschaften, Vor- und Nachteile. Zudem eignen sich einzelne Wandelemente auch gut, um nur einen kleinen Bereich einzugrenzen. Beispielsweise wünschen sich viele lediglich einen platzsparenden Sichtschutz an der Terrasse.

Holzzaun

Holz

In vielen Gärten begrenzen Sichtschutz-Wände aus Holz das Grundstück. Sie überzeugen durch ihren Preis und ihre Langlebigkeit. Zudem findest du im Baumarkt und Fachhandel eine große Auswahl an Designs. Eckige oder runde Formen, Auflockerungen durch eingesetzte Holzgitter oder sich überkreuzende Holzlamellen: Du hast viele Möglichkeiten. Eine Holzwand benötigt jedoch regelmäßige Pflege und einen schützenden Anstrich. Auf Wunsch kannst du mit Farbe Akzente setzen.

Anstelle von hohen, geschlossenen Holzpanelen kannst du auch mit Bambusstangen oder Weidenzweigen einen Sichtschutz aus Holz gestalten. Weide ist sehr flexibel und lässt sich entsprechend gut biegen oder flechten. Bambus wächst schnurgerade und ist robust: Ein Sichtschutz aus übereinander gelegten Bambusstäben kann wahlweise eng und dicht oder eher locker und offen gestaltet sein. Sowohl Bambus als auch Weidenäste lassen sich senkrecht oder waagerecht anordnen und erzielen so jeweils eine andere Wirkung.

Zaun aus Naturstein

Naturstein

Ein gemauerter Blickschutz hat zwar einerseits einen massiven Charakter, kann jedoch – abhängig von der verwendeten Steinart – auch naturnah wirken. Vor allem eine Mauer aus unterschiedlich großen Feldsteinen ergibt einen natürlichen Look, wohingegen eine Ziegelsteinmauer strenger wirkt. Mit unterschiedlichen Höhen oder einer Bepflanzung auf der Mauerkrone kannst du die Optik weiter anpassen. In jedem Fall ist ein Sichtschutz aus Stein sehr beständig, langlebig und pflegeleicht.

Gabionen

Gabionen

Eine Idee für einen Sichtschutz im Garten sind Gabionen. Hierbei handelt es sich um Gitterkörbe, die mit Steinen befüllt sind. Gabionen gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Es gibt sie sowohl als niedrige Beet-Begrenzung als auch als mannshoher Zaun. Selbst bei einer stattlichen Höhe sind sie meist nur etwa 20 Zentimeter tief.

Beim Füllmaterial kannst du aus verschiedenen Steinfarben und -größen wählen. Die Gabionen lassen sich gut begrünen: Rankende Pflanzen wie Efeu oder wilder Wein haben schon nach kurzer die Drahtkörbe erobert. Du kannst jedoch auch spezielle Steingartenpflanzen mit etwas Erde direkt zwischen die Steine setzen.

Cortenstahl mit Pflanzen

Cortenstahl

Ein weiteres modernes Material im Garten ist Cortenstahl. Wer sich für einen großen Sichtschutz aus diesem auffälligen Material entscheidet, holt sich einen wahren Blickfang in den Garten: Die rostrote Farbe bildet einen wunderbaren Kontrast zu grünen Pflanzen. Die oberflächliche Korrosion ist gewollt und nach wenigen Jahren hat sich eine Patina gebildet, die den darunterliegenden Stahl schützt. Cortenstahl benötigt daher keinerlei Pflege.

Glaszaun

Glas

Auch Glas kann als Sichtschutz im Garten zum Einsatz kommen und passt hervorragend zu geradlinig gestalteten Gärten und einer modernen Architektur. Vor unerwünschten Blicken schützt Milchglas, das dennoch leicht und lichtdurchlässig ist. Wahrscheinlich umzäunen die wenigsten ihren gesamten Garten mit einer gläsernen Wand – Panele aus Glas eignen sich aber beispielsweise gut als Sichtschutz an der Terrasse oder für einzelne Sitzplätze im Garten.


Den Sichtschutz für den Garten auflockern

Sichtschutz im Garten

Der Sichtschutz für deinen Garten soll zwar Privatsphäre schaffen, doch eine durchgehend hohe Wand wirkt auf dich einengend? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du auch einen absolut blickdichten Sichtschutz optisch leicht und offen erscheinen lassen kannst.

  • Partieller Sichtschutz: Sofern du nicht überall den gleichen Schutz vor fremden Blicken wünschst, kannst du selbstverständlich auch nur an bestimmten Stellen im Garten einen hohen Zaun installieren, beispielsweise an der Terrasse oder neben deinem Schwimmteich.
  • Bepflanzte Wand: Wenn dir schlichte Holzwände zu trist sind, lass sie von rankenden Pflanzen begrünen, hänge Topfpflanzen und Kräuter daran auf oder setze einzelne Pflanzen davor.
  • Materialien mischen: Unterbrich den Sichtschutz immer mal wieder mit Abschnitten, in denen Pflanzen noch einen lichten Durchblick gewähren oder kombiniere beispielsweise einen Bambus-Zaun mit Gabionen.
  • Verschiedene Höhen: Ob ein Sichtschutz aus Holz, eine Natursteinmauer oder eine Hecke – du kannst bei jeder Art von Begrenzung die Höhe variieren.
  • Sichtfenster integrieren: Kleine Lücken und Fenster im Sichtschutz sorgen ebenfalls für ein aufgelockertes Bild. Du kannst beispielsweise alte Fensterrahmen in eine Mauer einbauen oder eine Hecke darum herum wachsen lassen.
  • Verspiegelte Flächen: Einen ähnlichen Effekt wie Sichtfenster haben einzelne verspiegelte Flächen. Günstig platziert, reflektieren sie deinen Garten und sorgen für mehr Weite, ganz gleich, was sich auf der anderen Seite der Hecke befindet.

Natürlicher Sichtschutz im Garten: Clevere Ideen zur Gestaltung

Hecke aus Sträuchen

Du möchtest keine Wand um deinen Garten hochziehen, sondern wünschst dir eine zurückhaltende Lösung, die dir trotzdem Privatsphäre bietet? Es gibt einige Möglichkeiten, mit denen du für einen dezenten, aber ausreichenden Blickschutz sorgst.

Allen voran schirmen Pflanzen Blicke ab. Dafür musst du jedoch keine dichte Hecke anpflanzen. Ein Wechselspiel aus Bäumen, Sträuchern und Stauden kann ebenso als Sichtschutz dienen. Lege ein üppiges Staudenbeet an der Grundstücksgrenze an und ab dem Frühjahr haben es Außenstehende schwer, einen Blick in deine grüne Oase zu werfen. Hochwachsende Pflanzen wie Pampasgras, Rittersporn oder Lupinen eignen sich besonders gut.

Wenn du im Garten Kaminholz gestapelt hast, kannst du auch dieses als Sichtschutz nutzen. Umschließe mit einer Wand aus gespaltenem Kaminholz deinen Sitzplatz. So sitzt du gemütlich und gut geschützt. Du könntest auch einen dauerhaften Sichtschutz aus Holz aufschichten, den du nicht regelmäßig zum Heizen wieder abträgst. Schöner Nebeneffekt: In solchen Holzwänden fühlen sich viele Insekten wohl.

Um zu verhindern, dass der ganze Garten auf einen Blick zu erfassen und einsehbar ist, kannst du auch mit unregelmäßigen Beet-Formen oder gewundenen Wegen arbeiten. Anders als bei schnurgeraden Pfaden lenken immer wieder verschiedene Elemente den Blick woanders hin. Zudem verhindern große Solitärpflanzen mitten im Garten, dass das vollständig einsehbar ist.

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