Türkis gestrichenes Wohnzimmer mit Retrocouch.
Ratgeber
Inhalt:
Schwierigkeitsgrad: leicht
Dauer: ein bis zwei Stunden, je nach Raumgröße
Werkzeuge: Flachpinsel, Walze, Wandfarbe, Malerkrepp, Schutzplane

Bunte Wände können deine Räume je nach Farbe gemütlicher, frischer, größer, kleiner oder heller wirken lassen. Sie sind ein dekorativer Blickfang – ein sauberer Anstrich vorausgesetzt. Hier erfährst du, wie du deine Wände bunt streichen kannst – Schritt für Schritt. Außerdem zeigt dir toom Baumarkt, welche Farben wozu passen und wie du bestimmte Raumwirkungen erzielst.


Wie kann ich die richtige Wandfarbe finden?

Sofa und Deko vor gelber Wand

Farben haben eine Wirkung – nicht nur auf den Raum, sondern auch auf deine Psyche. Warme Farben schaffen Gemütlichkeit, Grün oder Blau eine inspirierende Atmosphäre im Arbeitszimmer und Gelb- und Orangetöne in der Küche machen dich morgens erst richtig wach. Mit einer bunten Wandgestaltung kannst du also deine Stimmung – und die deiner Gäste – dezent beeinflussen.

Mit dieser kleinen Übersicht findest du leicht heraus, mit welcher Farbe du deine Wände gestalten kannst, um die gewünschte Raumwirkung zu erzeugen.

  • Rot: Helles, kräftiges Rot ist eine Signalfarbe, die lebendig und frisch wirkt. Sie eignet sich zum Beispiel fürs Badezimmer oder die Küche. Dunkelrot wirkt dagegen warm und gemütlich – perfekt für Wohn- und Schlafräume. Willst du deine Wände nicht ganz so kräftig bunt streichen, greife zu Rosa: Im Gegensatz zu Rot wirkt es angenehm sanft und hell. Es eignet sich gut für kleinere oder dunkle Räume.
  • Orange und Gelb: Diese Farben versprühen Lebensfreude, erinnern an die Sonne und wirken belebend. Hellgelb passt in fast alle Räume, in denen es lebendig zugehen soll. Wärmere Gelb- und Orangetöne strahlen Freundlichkeit aus und passen gut ins Wohnzimmer. Besonders edel wirken Gold und Kupfer, zum Beispiel im Schlaf- oder Gästezimmer.
  • Blau: Blautöne wirken maritim, frisch und entspannend, sie beruhigen und erinnern an den Himmel oder das Meer. Deshalb kommen sie häufig im Bad zum Einsatz, eignen sich aber auch fürs Schlafzimmer oder den Flur.
  • Grün: Mit grünen Wänden zeigst du dich naturverbunden. Die Farbe wirkt inspirierend und entspannend – ideal, um die Seele baumeln zu lassen oder in Ruhe nachzudenken. Grüntöne mit hohem Gelbanteil wirken gemütlich und passen zum Beispiel in die Küche, aber auch ins Wohnzimmer. Hat das Grün einen höheren Blauanteil, macht es sich gut im Arbeitszimmer oder im Bad.
  • Violett: Räume mit lilafarbenen Wänden strahlen einen Hauch Extravaganz aus und erscheinen etwas mysteriös. Vor allem Fliedertöne wirken aber auch ruhig und entspannend. Die Farbe passt gut in Schlaf- und Wohnräume oder ins Badezimmer.
  • Grau: Grau eignet sich gut als Akzentfarbe, zum Beispiel an einer einzelnen Wand hinter einem größeren Möbelstück. Sie passt in moderne Wohn- und Schlafzimmer sowie Flure.
  • Braun: Auch Braun wird häufig als Akzentfarbe verwendet, helle Beigetöne kannst du aber auch für den ganzen Raum verwenden. Braun wirkt natürlich und erdig, es strahlt Gemütlichkeit und Geborgenheit aus. Du kannst es in so gut wie allen Räumen nutzen.
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Schritt 1: Das Streichen vorbereiten

Hast du dich für eine Farbe entschieden, bereitest du den Raum für den Anstrich vor. Sieh dir zunächst die Wand an: Der Untergrund muss tragfähig, sauber, trocken und fettfrei sein, bevor du deine Wände bunt streichen kannst.

Ist er das nicht, musst du die Wände zunächst richtig vorbereiten. Entferne lose Teile gründlich. Leimfarben und kreidende Untergründe müssen abgewaschen werden. Sandende und saugende Untergründe kannst du mit einer Wand- und Deckengrundierung verfestigen. Oberflächliche Verschmutzungen entfernst du einfach mit einem leicht angefeuchteten Tuch. Gegen Fettflecken hilft ein mit warmem Wasser und etwas Anlauger benetzter Schwamm. Wasche mit reichlich Wasser nach!

Anschließend folgt das Abkleben. Benutze dazu hochwertiges Malerkrepp und klebe Steckdosen, Fußleisten, die Decke, Fenster und Türen sorgfältig ab. Willst du deine Wand bunt streichen, musst du am Rand besonders präzise vorgehen, da die Farbe ja nicht wie bei einem weißen Anstrich dem Untergrund ähnelt. Um sicherzugehen, dass das Malerkrepp dichthält, kannst du es mit ein wenig weißer Farbe zustreichen, sodass es fest mit der Wand verbunden ist. Dieser Schritt ist besonders sinnvoll, wenn du deine Wände in verschiedenen Farben streichen oder mit Mustern versehen willst. Decke auch den Boden und deine Möbel ab, bevor du mit dem Streichen beginnst.


Schritt 2: Wände bunt streichen

Nun bringst du Farbe an deine Wände! Wohnraumfarbe kann gestrichen, gerollt oder mit einem Airless-Farbspritzsystem aufgebracht werden. Möchtest du auch die Decke streichen, widmest du dich ihr am besten als Erstes. Ansonsten beginnst du mit den Ecken und Kanten sowie schwer zugänglichen Stellen. Nutze dazu einen Flach- oder Eckpinsel oder eine kleine 10-cm-Rolle.

Streiche zusammenhängende Flächen immer nass in nass und ohne Unterbrechung – sonst könnten störende Ansätze sichtbar bleiben. Ein gleichmäßiges Ergebnis erzielst du mit der „Kreuzgang“-Methode: Streiche erst senkrecht von oben nach unten, dann quer und zuletzt noch einmal von oben nach unten drüber.


Schritt 3: Nach dem Streichen aufräumen

Pinsel und Malerutensilien werden gereinigt

In den Arbeitspausen kannst du Pinsel und Rolle mit Plastikfolie fest umwickeln. Bist du fertig mit dem Anstrich, reinige das Malerwerkzeug sofort mit reichlich warmem Wasser – sonst trocknet die Farbe an und geht nur schwer wieder ab. Ziehe das Malerkrepp ab, solange die Farbe noch feucht ist. Anschließend kannst du die Abdeckplanen entfernen. Lasse die Farbe jedoch gut trocknen, bevor du die Möbel wieder an die Wand rückst.


Wand streichen: Ideen für Muster und besondere Effekte

Möbel vor bunter Wand mit Muster

Bunte Wände können einen Raum größer oder kleiner wirken lassen oder beispielsweise ein bestimmtes Möbelstück hervorheben. Mit verschiedenen Streichtechniken und Mustern kannst du spezielle Effekte erzielen. Lässt du die Decke weiß und streichst die Wände bunt, wirkt der Raum höher. Mit Streifen als Farbakzenten an der Wand kannst du ihn optisch strecken. Sollen große Räume kleiner wirken, wählst du am besten eine dunkle Farbe. Oder du lässt die Wände weiß und streichst lediglich die Decke in einer dunklen Farbe. Niedriger wirkt der Raum, wenn du die obersten 10 bis 15 cm der Wand in der Deckenfarbe streichst.

Möchtest du nur eine Wand farbig streichen, gefallen dir vielleicht folgende Ideen: Du kannst mit der Akzentfarbe zum Beispiel das Bett, das Sofa oder die Badewanne hervorheben. Damit bildet die einzelne Wand einen Rahmen um die Möbelstücke, die vor ihr stehen. Streiche in schmalen Räumen die Stirnseite farbig, um sie breiter wirken zu lassen. Natürlich kannst du deine Wände auch mit bunten Mustern akzentuieren. Auch hier können verschiedene Effekte eintreten – diagonale Linien lassen einen Raum zum Beispiel kleiner wirken.

Besonders kreativ ist es, an die Wand zu malen. Ideen fürs Kinderzimmer, aber auch andere Räume lassen sich mit etwas künstlerischem Geschick oder einer Schablone umsetzen. Malst du frei Hand, verwendest du am besten einen dünnen Pinsel. Achte auf einen festen Stand, damit du nicht verrutschst. Arbeitest du mit einer Schablone, klebst du diese einfach mit Malerkrepp an die Wand. Es gibt aber auch speziellen Sprühkleber, der sich beim Abziehen der Schablone rückstandslos entfernen lässt. Mehr Tipps und Ideen, deine Zimmer zu streichen, findest du im Ratgeber von toom Baumarkt über die Raumwirkung von Farben.


Das richtige Werkzeug

Flachpinsel

Die Wahl des richtigen Werkzeugs trägt entscheidend zum Erfolg des Projektes bei. Zur toom Wohnraumfarbe empfehlen wir die toom Premium Walze mit fleeceSkin plus-Bezug und den toom Premium Flachpinsel mit solidPeakmix-Borste.

Expertentipp: Durch die Auswahl der Wandfarbe lässt sich die Wirkung von Räumen gezielt steuern. So wirkt Grün beruhigend, während Blau die Konzentration fördert und Rot eine anregende Wirkung hat. Außerdem kannst du Räume kleiner oder größer erscheinen lassen, indem du Wände bunt streichst. Mehr Informationen dazu erhältst du in unseren Tipps zur Raumwirkung von Farben!


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