Streifen an der Wand sind eine spannende Alternative zu einfarbigen Varianten der Wandgestaltung. Ob breite oder dünne Streifen, als einzelne Highlights oder komplett gestreifte Wand – die Muster sind ein echter Blickfang! Außerdem lassen sie sich gezielt einsetzen, um Räume größer oder kleiner wirken zu lassen. Damit das Ergebnis gut aussieht, solltest du beim Anzeichnen der Streifen und beim Abkleben ein paar Dinge beachten. Lies hier, wie du deine Wand streichst und dabei Muster wie Streifen mühelos aufmalst. Falls du deine Wände komplett streichen möchtest, haben wir dafür auch den passenden Ratgeber parat.


Schritt 1: Streifen streichen – die Vorbereitung

Hand mit Schamm

Möchtest du eine Wand mit Streifen verzieren, die noch nie gestrichen wurde, trägst du zuerst eine Grundierung auf. Das gilt besonders bei stark saugenden Materialien wie Gipsputz. Tapeten entfernst du mit Seifenwasser und Spachtel. Ist die Wand bereits in einer Grundfarbe gestrichen, reinigst du sie einfach mit einem feuchten Schwamm. Auf dieselbe Art entfernst du auch Leimfarbenanstriche. Mit etwas Spachtelmasse kannst du Bohrlöcher und Risse ausbessern. Klebe anschließend Steckdosen und Lichtschalter mit Malerkrepp ab. Boden und Möbel schützt du

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Schritt 2: Streifen an der Wand vorzeichnen

Hand und Wasserwaage

Für ein ansehnliches Ergebnis ist es beim Streichen von Streifen an der Wand besonders wichtig, sauber zu arbeiten. Wird auch nur ein Streifen schief, gerät das Gesamtbild aus dem Gleichgewicht. Zeichne die Streifen deshalb mit einem Bleistift sowie Wasserwaage und Zollstock an die Wand. Klebe anschließend die Markierungen mit Malerkrepp ab. Drücke dieses gut an, damit später keine Farbe zwischen Klebeband und Wand läuft. Bei unebenen Wänden ist es sinnvoll, den Bereich innerhalb der Markierungen vorab im Grundton der Wand zu streichen. Nach dem Trocknen kannst du toom Wohnraumfarbe in einem Farbton deiner Wahl auftragen.


Schritt 3: Wände mit Muster aus Streifen streichen

Anstrich

Je nach Breite der zukünftigen Farbstreifen an der Wand wählst du das passende Werkzeug: Breite Blockstreifen kannst du mit einer kleinen Farbwalze streichen. Für schmalere Streifen wählst du einen Malerpinsel in der passenden Größe. Hast du unterschiedlich große Streifen geplant, streichst du zuerst die breitesten und arbeitest dich dann zu den dünneren vor. Je nach Farbe lässt du die Streifen dann trocknen und streichst sie anschließend ein zweites Mal. So erzielst du eine markantere Wirkung.


Schritt 4: Malerkrepp rechtzeitig abziehen

Wenn du deine Wand mit Streifen streichst, gehört dieser Schritt zu den entscheidenden: Wann solltest du das Malerkrepp wieder abziehen? Am besten noch bevor die Farbe getrocknet ist. Entferne das Kreppband direkt nach dem zweiten Anstrich zügig, aber vorsichtig. So verhinderst du, dass die Farbe ausfranst und die Streifen nicht mehr klar begrenzt sind. Falls es dir nicht ganz gelungen ist, gerade Linien zu streichen, kannst du die Streifen jetzt noch mit einem schmalen Pinsel korrigieren.


Schritt 5: Farbe trocknen lassen und aufräumen

Benutzte Maleruntensilien werden gewaschen

Nun kann die Farbe in Ruhe trocknen, während du die Abdeckfolie entfernst und deine Utensilien aufräumst. Reinige Farbwalzen und Pinsel gründlich, bevor die Farbe eingetrocknet ist. Halte sie dazu unter warmes Wasser und spüle sie gut aus. Tipp: In den Arbeitspausen beim Streichen kannst du Walze und Pinsel mit Frischhaltefolie umwickeln, damit sie nicht austrocknen.


Wandgestaltung mit Streifen: Ideen für jeden Raum

Bei der Gestaltung deiner Wände mit Streifen hast du zahlreiche Möglichkeiten. So kannst du das Muster gezielt für verschiedene Raumeffekte einsetzen:

  • Vertikale Streifen an der Wand: Mit vertikalen Streifen wirkt ein niedriger Raum höher. Je nachdem, wie auffällig du es haben möchtest, wählst du dezente Ton-in-Ton-Streifen oder eine kontrastreiche Kombination.
  • Horizontale Streifen: Querstreifen lassen kleine Räume größer und in Streifenrichtung länger wirken. Sie eignen sich außerdem bei hohen Decken – das Zimmer wirkt quergestreift niedriger und gemütlicher.
  • Wand mit diagonalen Streifen streichen: So verleihst du deinen Räumen eine besondere Dynamik und Lebendigkeit – perfekt zum Beispiel in Küche und Wohnzimmer, wo es geselliger zugeht als in den Schlafräumen.
  • Verschieden große Wandstreifen: Auch mit unterschiedlich breiten oder hohen Streifen veränderst du die Dynamik und die Proportionen im Raum. An einzelnen Stellen setzt du so Highlights oder betonst bestimmte Möbelstücke.
  • Breite Streifen an der Wand: Sie erzeugen eine eher ruhige Raumatmosphäre, vor allem, wenn du eine schlichte Farbkombination wählst. Daher passen sie gut in die ruhige Sofaecke oder ins Schlafzimmer. Bei starken Kontrasten sieht das schon wieder anders aus.
  • Schmale Wandstreifen streichen: Damit bringst du Leben in den Raum – besonders, wenn du mehrere Farben wählst. Achte jedoch darauf, die Wand nicht zu überladen, um nicht zu viel Unruhe in den Raum zu bringen.

Du siehst: Streifen an die Wand zu malen, ist eine tolle Möglichkeit, eine langweilige Wandgestaltung zu verändern. Die Muster bringen Leben in die Bude! Mit zusätzlicher Deko solltest du allerdings sparsam sein. Spannend und etwas dezenter wirkt eine einzelne gestreifte Wand in Kombination mit einfarbigen Wänden.


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