In drei Schritten zur eigenen Vliestapete

Zeit für einen Tapetenwechsel? Kein Problem – mit Vliestapeten gelingt das schnell und einfach. Denn kein anderes Produkt ist so vielfältig und bietet so viele verschiedene Nuancen in Farbe, Design und Oberflächenqualität. Ob Rostlook, Kacheloptik oder metallische Strukturen: Mit dieser Tapetenart unterstreichst du deinen ganz individuellen Stil. Erfahre hier, wie du in nur fünf Schritten eine Vliestapete ganz leicht selbst tapezieren kannst.

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Dauer: Je nach Fläche zwei bis drei Stunden

Werkzeug: Tapetenkleister, Kleisterbürste, Eimer, Umrührstab, Leiter, Wasserwaage, Cuttermesser, Andrückwalze oder Andrückspachtel, Moosgummirolle


Schritt für Schritt die eigene Vliestapete anbringen

Vliestapeten sehen nicht nur schön aus, sie bieten gegenüber Papiertapeten auch einen enormen Vorteil: Das Tapezieren einer Vliestapete ist denkbar einfach. Genauso unkompliziert lässt sie sich gegebenenfalls auch wieder rückstandslos entfernen. So ist ein erneuter Tapetenwechsel problemlos möglich. toom Baumarkt zeigt dir in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du deine Vliestapete anbringst.

Mann bringt Vliestapete an
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Schritt 1: alte Tapete entfernen

Tapetenreste werden mit einem Spachtel entfernt.

Falls sich Tapetenreste an den Wänden befinden oder das Zimmer sogar noch vollständig tapeziert ist, solltest du zunächst die alte Tapete entfernen – und zwar möglichst vollständig. Du kannst zwar auch die Bahnen der Vliestapete direkt auf die älteren Tapetenschichten kleben, doch dabei besteht immer die Gefahr, dass sich Teile dieser früheren Schichten durch die Feuchtigkeit lösen oder sich Muster und Unebenheiten abzeichnen.

Falls es sich bei der alten Schicht ebenfalls um eine Vliestapete handelt, hast du Glück. Aufgrund ihrer besonderen Struktur lassen sich Vliestapeten nämlich leicht entfernen. Du musst sie nur mit etwas warmem Wasser einweichen und kannst sie dann in kompletten Bahnen von der Wand ziehen. Papiertapeten, vor allem wenn sie mit Farbe gestrichen wurden, machen dir die Arbeit etwas schwerer. Doch mit einem Tapetenlöser – den du gut einwirken lassen solltest – und einem Spachtel lässt sich auch diese Aufgabe bewältigen.


Schritt 2: Untergrund für die Vliestapete vorbereiten

vorbereiteter Untergrund zum Tapezieren

Besonders leicht lässt sich Vliestapete tapezieren, wenn du den Untergrund entsprechend vorbereitest. Wichtig ist eine gleichmäßige, trockene und tragfähige Wandoberfläche. Nachdem du Unebenheiten beseitigt oder ausgebessert hast, trägst du eine spezielle Grundierung auf. Diese gewährleistet, dass die Tapete später gut an der Wand haftet. Wähle für die Grundierung am besten einen hellen, neutralen Farbton oder den Grundton deiner Vliestapete, damit sie nach dem Tapezieren nicht durchscheint. Achte darauf, dass die Wand gut durchgetrocknet ist, bevor du damit beginnst, die Vliestapete zu kleben.

Wenn du es dir leichter machen willst, kannst du vorher noch senkrechte Markierungen an die Wand zeichnen. Sie helfen dir dabei, die Vliestapete exakt und gerade anzubringen.


Schritt 3: Kleister auf Wand auftragen

Mann bringt Kleister an Tapete an

Zum Anbringen einer Vliestapete ist kein spezieller Kleister notwendig. Du kannst herkömmlichen Tapetenkleister verwenden, den du in einem Eimer mit einem Stab anrührst. Anschließend streichst du den Kleister für zwei bis drei Tapetenbahnen mit einer Bürste direkt auf die Wand. Die Vliestapete selbst musst du nicht einkleistern. Es reicht aus, sie direkt auf die mit Kleister bestrichene Wand zu kleben.


Schritt 4: Vliestapete richtig anbringen

Mann bringt Vliestapete an

Vliestapeten zu kleben ist nicht schwer. Gehe wie folgt dabei vor: Setze die erste Bahn der Vliestapete in den noch feuchten Kleister auf die Wand. Beginne ganz oben und lasse etwa drei Zentimeter Überstand zur Decke. Falls du keine Markierungen angezeichnet hast, kontrollierst du am besten mit einer Wasserwaage, ob die Tapetenbahn wirklich senkrecht ausgerichtet ist. Anschließend rollst du die Tapetenbahn von oben nach unten ab und streichst sie mit einer Tapezierbürste oder Moosgummirolle glatt und fest an die Wand.


Schritt 5: Vliestapete schneiden und anpassen

Mann bringt Vliestapete an

Im letzten Schritt schneidest du mit einem Tapezierspachtel und einem Cuttermesser die überstehende Vliestapete oben an der Decke und unten am Boden ab. Tipp: Mit einem Andrückspachtel geht es noch einfacher. Er eignet sich hervorragend dafür, an der Wand saubere Abschlüsse zu schneiden. Hast du die erste Bahn angepasst, kannst du die nächste Vliestapete anbringen. Lege diese bündig an die erste Bahn an, denn Vliestapeten solltest du nicht überlappend kleben, sondern auf Stoß tapezieren.

Etwas anders gehst du beim Tapezieren der Ecken mit Vliestapete vor. Schneide die Bahn der Länge nach so ab, dass sich etwa zwei bis drei Zentimeter Überstand zur nächsten Wand ergeben. Das Gleiche machst du mit der Tapetenbahn auf der anderen Seite der Zimmerecke. So ergibt sich ein gleichmäßiges Gesamtbild, selbst wenn die Wände nicht ganz gerade sind (was vor allem in Altbauten meistens der Fall ist).

Aufwendiger ist das Ankleben von Mustertapeten: Hierbei musst du auf den Musterversatz achten. Manche Tapeten weisen auch einen Rapport auf – das bedeutet, dass sich das Muster im immer gleichen Abstand wiederholt. Schau dir in diesem Fall die Symbole auf der Verpackung an: Sie verdeutlichen dir, wie das Tapetenmuster zu verarbeiten ist.


Vliestapete tapezieren: Tipps und Tricks

Vliestapete in moderner Küche

Vliestapeten bestehen aus langfaserigem Textil- und Zellstoff. Dadurch sind sie sehr stabil und reißfest. Anders als Papiertapeten benötigen sie keine Einweichzeit, was ihre Verarbeitung deutlich vereinfacht. Ihr besonderes Material verhindert, dass sich die Tapetenbahnen ausdehnen oder zusammenziehen, wie es bei Papiertapeten der Fall sein kann. Außerdem handelt es sich um ein sogenanntes diffusionsoffenes Material. Das bedeutet, dass es sowohl luft- als auch wasserdampfdurchlässig ist. Deshalb ist es empfehlenswert, feuchte Räume wie Badezimmer, Küche oder Keller mit einer Vliestapete zu tapezieren, denn damit kannst du Schimmelbildung vorbeugen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich Verschmutzungen einfach mit einem feuchten Lappen von der Wand abwischen lassen.

Aufgrund ihrer Faserstruktur sind Vliestapeten allerdings leicht transparent. Das solltest du bei der Vorbereitung beachten und dunkle Stellen an der Wand gegebenenfalls vorher mit einer deckenden Grundierung aufhellen. Optimal ist es, wenn du den Untergrund in der Grundfarbe deiner Tapete streichst. So fällt es weniger auf, wenn doch einmal eine kleine Lücke zwischen zwei Tapetenbahnen bleibt.

Falls die Wand trotz aller Vorbereitungen noch Unebenheiten aufweist, die nur schwer zu beheben sind, musst du dir keine Sorgen machen: Mit einer Vliestapete lassen sie sich gut kaschieren – vor allem dann, wenn die Tapete stark strukturiert oder gemustert ist. Dann verschwinden Fehlstellen im Gesamtbild der Tapete leicht.


Produkte für das Tapezieren von Vliestapeten

Das Anbringen von Vliestapeten ist nicht schwer und mit diesen Werkzeugen und Materialien geht das Tapezieren noch mal einfacher.

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