Du ziehst aus deiner Mietwohnung aus, hast dich verbohrt oder möchtest deine vier Wände renovieren? Dann fragst du dich jetzt vermutlich, wie du die Bohrlöcher verschließen sollst, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Dübellöcher fachgerecht zu verschließen, zählt zu den einfacheren Heimwerkeraufgaben – mit dem richtigen Füllstoff. toom Baumarkt zeigt dir, welches Material du brauchst und wie du in fünf Schritten schöne Ergebnisse erzielst. Danach wird kaum noch zu sehen sein, dass sich in deiner Wand mal ein Loch befand.


Womit lassen sich Dübellöcher schließen?

Ein Handwerker in Arbeitsklamotten bereitet Spachtelmasse auf einer Kelle vor.

Es gibt verschiedene Materialien, mit denen sich Bohr- und Dübellöcher schließen lassen. Am besten eignet sich Füllspachtel, ein Pulver, das du einfach mit etwas Wasser anrühren kannst. Spachtelmasse aus der Tube kannst du direkt in das Loch drücken. Möchtest du Dübellöcher in Raufasertapete verschließen, empfiehlt sich Raufaserspachtel. Dank der darin eingearbeiteten kleinen Faserflocken passt sich der Spachtel der Tapetenstruktur an. Weniger geeignet sind Silikon oder Acryl, obwohl das Verschließen von Bohrlöchern mit diesen Mitteln lange üblich war. Sie verbinden sich jedoch nicht so gut mit der umgebenden Wand. Außerdem trocknen sie mit der Zeit aus, sodass sich Risse bilden können.

Finde die passende Spachtelmasse im toom Onlineshop.Zum Shop

Schritt 1: Schrauben und Dübel entfernen

Nahaufnahme einer Schraube im Dübel, die mit einer Zange aus der Wand gezogen wird.

Bevor du deine Bohrlöcher verschließen kannst, musst du noch vorhandene Schrauben und Dübel entfernen. Das geht meistens einfach mit einer Zange oder einem Korkenzieher. Hast du es mit einem besonders hartnäckigen Dübel zu tun, bleibt dir noch die Möglichkeit, ihn auszubohren. Es ist nicht schlimm, wenn das Loch dabei etwas größer wird. So entfernst du lose Putzteile gleich mit. Außerdem willst du das Bohrloch ohnehin verschließen.


Schritt 2: Bohrloch vor dem Verschließen säubern

Ein Mann saugt ein Bohrloch in einer Wand aus.

Nun bereitest du das Dübelloch auf den nächsten Schritt vor. Reinige das Loch zunächst gründlich – am besten gelingt das mit dem Staubsauger. Halte das Rohr ohne Saugaufsatz einfach vor das Bohrloch. Sind Staub und Putzreste entfernt, kann sich die Spachtelmasse optimal mit der Wand verbinden. Arbeitest du an einer Gipswand, solltest du vor dem Verschließen des Bohrlochs noch Tiefengrund auftragen. So verhinderst du, dass der Gips die Flüssigkeit aus der Füllmasse zieht und Risse entstehen.


Schritt 3: Dübellöcher füllen und zuspachteln

Eine Wand wird von Hand verspachtelt.

Jetzt geht es an die eigentliche Arbeit: die Dübellöcher füllen und verschließen. Spachtelmasse zum Anrühren schmierst du mit dem Spachtel in die Löcher. Arbeite schnell, damit die Masse nicht austrocknet, bevor du fertig bist. Nimmst du Tubenspachtel, kannst du ihn direkt aus der Tube ins Loch pressen. Achte darauf, dass das Bohrloch bis zum Rand gefüllt ist. Dann streichst du die Oberfläche mit dem Spachtel glatt.


Schritt 4: Bohrlöcher nach dem Spachteln abschleifen

Handwerker mit Handschuhen und Arbeitshose schleift Wand ab.

Damit das Bohrloch später nicht mehr auffällt und die reparierte Stelle ebenmäßig mit der Wand abschließt, kannst du sie noch mit feinkörnigem Schleifpapier bearbeiten. Warte damit jedoch, bis der Spachtel vollständig getrocknet ist. Das kann je nach Bohrlochgröße 30 bis 60 Minuten dauern.


Schritt 5: Verschlossenes Bohrloch überstreichen

Graue Wand wird weiß überstrichen.

Du bist nun beim letzten Schritt angelangt. Damit sich das ehemalige Bohrloch nahtlos in die Wand einfügt, überstreichst du es nun noch mit derselben Farbe. Nutze dazu einen kleinen, feinen Pinsel und tupfe die Farbe nur auf. So verhinderst du, dass unschöne Ränder entstehen. Möchtest du ohnehin die ganze Wand neu streichen, kannst du diesen Schritt natürlich auch weglassen.


Bohrlöcher mit Hausmitteln schließen

Eine Tube mit bunter Zahnpasta liegt neben einer Zahnbürste auf dem Waschbeckenrand.

Statt auf Spachtelmasse aus dem Baumarkt setzen manche Heimwerker auf Hausmittel. Gängig ist zum Beispiel der Tipp, die Bohrlöcher mit Zahnpasta zu verschließen. Auch Watte oder Kaugummi werden empfohlen. Doch von diesen Mitteln ist eher abzuraten. Zahnpasta trocknet stark aus, sodass die reparierte Stelle rissig werden kann. Kaugummi begünstigt die Bildung und Ausbreitung von Schimmel. Und gewöhnliche Haushaltswatte stopft das Loch nur oberflächlich – du kannst also an derselben Stelle nicht erneut bohren.


Bohrlöcher in Fliesen verschließen

Hand mit Handschuh entfernt einen Dübel auf gefliester Wand.

Um Dübellöcher in Fliesen zu verschließen, gehst du anders vor als bei Löchern in herkömmlichen Wänden. Bevor du sie aufwendig füllst, kannst du auch gleich die ganze Fliese austauschen. Hast du keine Rest- oder Ersatzfliese mehr in der gleichen Farbe, füllst du das Loch mit Gips oder Silikon. Mit Fliesenlack kaschierst du die Stelle dann. Befindet sich das Bohrloch in der Fliesenfuge, verschließt du es einfach mit Fugenmasse.


Mehr Ratgeber zum Thema Wand und Decke


Das könnte dich auch interessieren