Fenster putzen ohne Streifen und Schlieren

Fensterputzen gehört zu den unbeliebten Aufgaben im Haushalt. Je nach Wohnlage werden sie schneller wieder schmutzig, als dir lieb ist. Dazu kommt die Herausforderung, die Fenster so zu putzen, dass sie streifenfrei sind. Das ist nämlich gar nicht so einfach, wie es scheint. Ein geeignetes Tuch und sauberes Wasser reichen nicht, auch auf Reinigungszusätze und Wetterbedingungen kommt es an. Das Wetter kannst du natürlich nicht beeinflussen, doch es gibt einige Tricks und Hausmittel, wie du beim Fensterputzen störende Schlieren und Streifen vermeidest.


Schwierigkeitsgrad: Einfach

Dauer: Eine bis zwei Stunden



Streifenfrei Fenster putzen – Hausmittel sind erste Wahl

Zum Fensterputzen brauchst du weder eine professionelle Ausstattung noch teure Reinigungsmittel. In diesem Fall sind Hausmittel bzw. Haushaltshelfer, die du ohnehin zu Hause hast, nicht nur eine günstige Alternative, sondern bis auf wenige Ausnahmefälle tatsächlich die beste Methode, damit du später durch streifenfreie Fenster blicken kannst.

Wenn du deine Fenster nicht nur sparsam, sondern auch umweltfreundlich strahlend sauber putzen willst, dann greife auf folgende Hilfsmittel zurück – du findest sie bestimmt in deinem Haushalt:

  • Spülmittel: Wenn du etwas Spülmittel in dein Putzwasser gibst, profitierst du von der schmutz- und fettlösenden Wirkung. Aber Vorsicht bei der Dosierung, wenige Tropfen reichen aus. Ist zu viel Spülmittel im Wasser, hinterlässt es Schlieren auf der Fensterscheibe.
  • Essig, Zitrone, Spiritus: Wenn das Leitungswasser sehr kalkhaltig ist, kannst du mit einem Spritzer Essig oder Zitronensaft im Putzwasser lästige Flecke und Schlieren verhindern. Auch Spiritus hilft gegen Kalkrückstände.
  • Schwarztee: Brühe zwei Teebeutel Schwarztee in einer Tasse auf und lasse sie etwa zehn Minuten ziehen. Anschließend mischst du den Tee in dein Putzwasser. Schwarztee enthält Gerbstoffe, die den Fett- und Nikotinfilm auf den Fensterscheiben lösen.
  • Zeitungspapier, Nylonstrumpfhose: Um deine Fenster nach dem Putzen so richtig zum Glänzen zu bringen, kannst du sie mit zusammengeknülltem Zeitungspapier oder einer alten Nylonstrumpfhose polieren.
  • Brennnesseln: Tauche eine Handvoll Brennnessel für etwas zwei bis drei Minuten in heißes Wasser und putze mit den Pflanzen anschließend die Fensterscheiben. Dank der enthaltenen Kieselsäure werden auch stark verschmutzte Fenster schnell wieder strahlend sauber.
  • Stärke: Stärke funktioniert sehr gut als leichtes Scheuermittel. Sie entfernt verkrustete Schmutzreste, ohne die Scheibe zu zerkratzen.

Mit Glasreiniger kannst du Glas streifenfrei putzen. Er ist allerdings weniger für die großflächige Anwendung auf Fensterscheiben oder anderen Glasflächen als für die Entfernung von kleineren Verschmutzungen wie Dreckspritzern, Getränkerändern oder Fingerabdrücken geeignet.


Wie putzt man Fenster streifenfrei? Anleitung in vier Schritten

Wenn du alle Putzhelfer zusammengetragen hast, kann es gleich losgehen. Doch vielleicht fragst du dich mit einem etwas ratlosen Blick auf die verschiedenen Hilfsmittel trotzdem noch: Wie putze ich meine Fenster damit streifenfrei sauber? Die Antwort darauf findest du in der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung:


Vorbereitung: Beste Bedingungen für streifenfreie Fenster

Es gibt einige Aspekte, die Einfluss darauf haben, wie leicht dir die Arbeit von der Hand geht. Um wirklich streifenfrei Fenster zu putzen, halte dich an diese Tipps:

  • Wetter: Optimal sind warme (aber nicht heiße) Tage und eine geschlossene Wolkendecke ohne Niederschlag oder zumindest kein direktes Sonnenlicht auf den Fenstern. Wenn es zu heiß ist oder die Sonne direkt auf die Glasscheibe knallt, trocknen Schmutzwasser und Putzmittelreste zu schnell und sind als Streifen und Schlieren sichtbar, Regen oder gefrorenes Wasser hinterlassen hingegen Wasserflecken. Bei schönstem Sommerwetter machst du dich am besten schon am frühen Vormittag ans Werk.
  • Putztücher: Verwende ausschließlich frisch gewaschene Putzlappen oder -tücher aus saugfähigen, fusselfreien Materialien (Baumwolle, Mikrofaser, Fensterleder) für deine Fenster. Stelle sicher, dass sie nicht mit Weichspüler gewaschen wurden, denn dadurch sind sie weniger saugfähig und hinterlassen Streifen auf den Scheiben. Am besten verwendest du drei Putztücher – eines für die grobe Reinigung, ein zweites, um mit sauberem Wasser nachzuspülen und das dritte zum Trockenwischen und Polieren.
  • Wasser: Verwende ausschließlich warmes Wasser. Es löst Schmutz- und Fettreste deutlich besser als kaltes Wasser. Tausche das Wasser nach jedem Putzschritt aus, denn Schmutzwasserspuren lassen sich später kaum oder nur sehr schwer wegpolieren.

Wenn du diese Hinweise befolgst, hast du die besten Voraussetzungen für streifenfreie Fenster geschaffen.

 


Schritt 1: Fensterrahmen putzen

Beginne mit den Fensterrahmen, sonst wird die frisch geputzte Scheibe zu leicht wieder mit Schmutzwasser bespritzt. Wie du die Rahmen am besten reinigst, hängt vom Material ab:

  • Kunststoffrahmen kannst du bedenkenlos mit derselben Wassermischung reinigen, die du für die Fensterscheiben benutzt.
  • Bei Holzrahmen solltest du vorher den Zustand überprüfen. Wenn du Schäden im Lack oder der Versiegelung feststellst, verzichte auf Essigzusätze – sie greifen das Holz an. Gleiches gilt auch für lasierte Fenster.

Nachdem du den groben Schmutz entfernt hast, spülst du die Rahmen mit sauberem, klaren Wasser ab und wischst sie dann mit einem frischen Baumwoll- oder Mikrofasertuch trocken.


Schritt 2: Hartnäckige Verschmutzungen von den Scheiben entfernen

Nun kannst du dich den Fensterscheiben widmen. Grobe Verschmutzungen durch Vogeldreck oder einen Pollenfilmweichst du am besten ein, bevor du sie bearbeitest. Zeitungspapier wirkt hier wahre Wunder. Nimm ein entsprechend großes Stück, „klebe“ es mit Wasser auf den Fleck und lasse es ein bis zwei Minuten einwirken. Das Papier speichert das Wasser und sorgt dafür, dass der Schmutzfleck gut durchweicht wird. Anschließend löst du das Papier ab und kannst den Schmutz leichter mit Lappen und Wasser entfernen. Falls nötig, wiederholst du die Prozedur.


Schritt 3: Fensterscheiben reinigen

Jetzt kannst du die Scheibe großflächig putzen. Dazu wischst du am besten zwei Mal über die gesamte Fensterscheibe – beim ersten Durchgang mit viel Wasser, um den Schmutz zu lösen, danach mit ausgewrungenem Lappen, um das Schmutzwasser aufzunehmen.

Wie den Rahmen wischst du auch das Fensterglas zum Schluss noch einmal mit sauberem Wasser und dem zweiten, sauberen Lappen ab. Dieser Schritt hilft dabei, dass die Fenster nach dem Putzen streifenfrei strahlen.


Schritt 4: Fenster polieren

Das Polieren ist entscheidend dafür, dass nach dem Fenster putzen wirklich keine Schlieren oder Streifen zurückbleiben. Nimm dafür ein trockenes Mikrofasertuch oder etwas zusammengeknülltes Zeitungspapier und wische ohne großen Druck in kreisförmigen Bewegungen über Scheibe und Rahmen.

Übrigens zahlt es sich aus, wenn du schnell arbeitest. Je weniger Zeit zwischen Trockenwischen und Polieren vergeht, umso weniger können verbliebende Wasserrückstände eintrocknen und das Ergebnis mit störenden Wasserflecken verderben.

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