Parkett ist zeitlos schön und hält sehr lange. Voraussetzung dafür ist, den Holzboden regelmäßig zu reinigen und zu pflegen, damit die Oberfläche nicht beschädigt wird. Dazu solltest du ihn nicht nur sauber halten, sondern auch in regelmäßigen Abständen die Versiegelung des Parketts auffrischen. Alles, was du dazu wissen musst, hat toom Baumarkt in diesem Ratgeber für dich zusammengestellt.  

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Schönes Parkett: Pflege fängt im Alltag an

Hand wischt mit Tuch über Boden

Als Naturstoff reagiert Holz empfindlich auf Feuchtigkeit und mechanische Einwirkungen. Durch verschiedene Formen der Holzbehandlung wird es jedoch zu einem belastbaren und haltbaren Baustoff, der darüber hinaus leicht repariert und ausgebessert werden kann. Eine Schutzschicht aus Öl, Lasur oder Lack macht das Holz zwar widerstandsfähiger, dennoch besteht immer die Gefahr, dass sie durch festere Gegenstände zerkratzt oder beschädigt wird. Um das zu verhindern, hältst du dich im Alltag am besten an die folgenden Regeln:

  • Betritt Parkettboden nicht mit Straßenschuhen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, reinige die Sohlen zunächst gründlich an einem Fußabstreicher und stelle sicher, dass sich kein Sand oder Kies daran festgesetzt hat, die Kratzer im Parkett hinterlassen könnten.
  • Falls Wasser auf das Parkett kommt, wische es so schnell wie möglich auf. Selbst durch minimale Kratzer kann Flüssigkeit eindringen und die Holzfasern zum Aufquellen bringen.
  • Befestige Filzunterlagen an den Füßen von Stuhl- und Tischbeinen. Diese Möbel werden häufiger verrückt und können die Versiegelung dadurch ebenfalls zerkratzen. Auch schwere Möbelstücke kannst du damit ausstatten, damit sie nach mehreren Jahren keine unschönen Dellen im Holzboden hinterlassen
  • Sorge dafür, dass die Luftfeuchtigkeit nicht unter 30 Prozent fällt, denn genauso wenig wie mit Nässe kommt Holz mit zu großer Trockenheit zurecht. Es wird spröde und rissig und deutlich anfälliger für Schäden.

Selbst bei größter Vorsicht ist es fast unmöglich, dass ein Holzboden vollkommen unversehrt bleibt. Doch wenn du die genannten Punkte berücksichtigst, musst du dein Parkett nur regelmäßig reinigen und etwa einmal im Jahr grundlegend pflegen, um es über viele Jahre in einem guten Zustand zu halten.


Wie kannst du deinen Parkettboden reinigen?

Dreck wird zusammen gekehrt

Neue Holzdielen dunkeln durch UV-Strahlung mit der Zeit ganz natürlich nach, doch damit sich kein grauer Schmutzschleier auf der Oberfläche bildet, solltest du Parkett hin und wieder wischen. Im Normalfall reicht es aus, wenn du das etwa alle vier Wochen machst. In der Zwischenzeit kehrst du Staub und Krümel einfach mit einem weichen Besen weg.

Ist es an der Zeit, das Parkett gründlich zu putzen, gehst du folgendermaßen vor:

  1. Kehre groben Dreck mit einem Besen zusammen. Falls es sehr schmutzig ist, kannst du den Staubsauger mit einem speziellen Parkettaufsatz verwenden. Die üblichen Bürstenaufsätze sind zu hart für Parkettböden und können schlimmstenfalls Kratzer hinterlassen.
  2. Mische heißes Wasser mit einem Reinigungsmittel, das für Parkett geeignet ist. Verzichte unbedingt auf Scheuermittel und chemische Reiniger, die die Holzversiegelung angreifen. Von der Art der Versiegelung hängt auch die Wahl des Reinigers ab. Um geöltes Parkett zu reinigen, solltest du ausschließlich eine milde Seifenlösung verwenden, während du für lackiertes Parkett alles benutzen kannst, was die Lackschicht nicht angreift.
  3. Um die Schutzschicht nicht zu beschädigen, solltest du ausschließlich weiche Baumwolltücher benutzen, um einen Holzboden zu wischen. Selbst Mikrofaser kann minimale Kratzer hinterlassen.
  4. Verwende so wenig Wasser wie möglich, indem du den Lappen nach jedem Eintauchen gut auswringst. Auf diese Weise wischst du das Parkett nebelfeucht, bis der Lappen sauber bleibt.
  5. Im letzten Schritt kannst du stumpfen Dielen mit speziellen Produkten zur Parkettpflege neuen Glanz verleihen.

Parkettboden pflegen für lange Haltbarkeit

Das monatliche Wischen reicht auf Dauer nicht aus, ab und zu musst du deinen Holzboden gezielt pflegen, um Abnutzung und Schäden vorzubeugen. Etwa einmal im Jahr solltest du dem Parkett eine Grundreinigung gönnen und die Oberflächenbehandlung auffrischen, damit der Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz bestehen bleibt. Wie du dabei vorgehst, hängt davon ab, ob die Holzdielen ursprünglich mit Öl oder Wachs behandelt wurden oder durch eine undurchlässige Lackschicht geschützt sind.

Hinweis: Weist dein Parkett tiefe Kratzer oder Risse auf, bleibt dir nichts anderes übrig, als das Parkett abzuschleifen und anschließend von Grund auf neu zu behandeln. Wenn du es dir zutraust und die nötigen Geräte zur Verfügung hast, kannst du das selbst erledigen; im Zweifelsfall solltest du die Aufgabe aber besser einem professionellen Handwerksunternehmen überlassen.


Parkett ölen mit Tuch

Gewachstes oder geöltes Parkett pflegen

Willst du die Holzdielen neu wachsen oder ölen, behandelst du sie zunächst mit einem Spezialreiniger. Dieser entfernt starke Verschmutzungen und öffnet die Holzporen, wenn du ihn einige Stunden einwirken lässt. Dadurch können die Holzfasern die neue Pflege umso besser aufnehmen und eine zuverlässige wasser- und schmutzabweisende Schicht aufbauen.

Reibe das Holzöl oder Holzwachs mit einem weichen Lappen in das Holz ein, bis es vollständig eingezogen ist. Wiederhole dieses Vorgehen so lange, bis das Holz gesättigt ist und kein Öl mehr aufnimmt. Dann wischst du die Reste gründlich mit einem Lappen ab, um das Parkett gleichzeitig zu polieren und lässt es anschließend für mindestens 24 Stunden (je nach Produkt bis zu 36 Stunden) trocknen.

Für größere Flächen kannst du auch eine Poliermaschine einsetzen. Willst du hingegen nur vereinzelte Fehlstellen beseitigen, kannst du diese gezielt mit Öl oder Wachs ausbessern, ohne den kompletten Parkettboden zu behandeln.


Versiegeltes Parkett pflegen

Sieht die Lackschicht deines Holzbodens lediglich etwas matt aus oder weist minimale Kratzer auf, kannst du derartig versiegeltes Parkett mit einer Lackpflege auffrischen und widerstandsfähiger machen. Dafür reinigst du die Oberfläche zunächst ebenfalls gründlich mit Parkettreiniger. Anschließend trägst du das Pflegemittel mit einem sauberen, fusselfreien Tuch auf. Das ist wichtig, denn im flüssigen Zustand ist die Lackpflege leicht klebrig, sodass Schmutz und Fasern aus dem Tuch daran haften würden.

Anschließend solltest du eine Trockenzeit von mindestens 12 Stunden (auf Produktbeschreibung achten!) einhalten, damit die neue Schutzschicht vollständig aushärtet, bevor du das Parkett wieder betrittst.


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