Innentüren einbauen in 8 Schritten

Innentüren trennen nicht nur Räume voneinander, sie dienen auch der Wärmeisolierung und bieten Sicht- sowie Hörschutz. Außerdem tragen sie erheblich zur Wirkung des Wohnraums bei. Du möchtest Zimmertüren in deinem Haus einbauen? Das ist kein Hexenwerk. Wir verraten dir, wie du dabei vorgehst und welches Werkzeug und welche Materialien du benötigst.


Schwierigkeitsgrad: Mittel

Dauer: ca. drei Stunden pro Tür (plus Trocknungszeit)

Werkzeug: Zollstab, Wasserwaage, Holzkeile, Hammer, Holzleim, Zweikomponenten-Montageschaum, Türspreizer, Sperrholzplättchen, Malervlies, Silikon, Cuttermesser, Inbusschlüssel, Bleistift, Bohrer, Schrauben, Mörtel



Schritt für Schritt Innentüren selbst einbauen

Vom richtigen Ausmessen bis zur Montage der Türgriffe – in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir dir, wie du Türen selbst einbauen kannst.


Schritt 1: Wandöffnung ausmessen

Bevor es an den Türenkauf und die Innentür-Montage geht, muss du die Maße der Wandöffnung ermitteln. Diese Werte musst du notieren: Höhe, Breite und Wandstärke beziehungsweise die Tiefe der Laibung. Das ist der waagerechte Teil der Öffnung im Mauerwerk.

Die Türenhöhe erhältst du, indem du den Zollstock mittig ansetzt und vom Boden bis zur Unterkante des Türsturzes misst. Anschließend misst du die Türbreite der Maueröffnung aus. Falls Wand- und Bodenbeläge fehlen, solltest du vom Wert etwa drei Millimeter abziehen.

Tipp: Hilfreich beim Zimmertüreneinbauen ist es, kleine Holzplättchen als Platzhalter zu benutzen.


Schritt 2: Auf den Türanschlag achten

Wenn du eine Innentür montieren willst, ist es wichtig zu wissen, welche Öffnungsrichtung (der sogenannte Anschlag) die Tür haben soll. Bei einem Linksanschlag sind die Türangeln links angebracht, bei einem Rechtsanschlag auf der anderen Seite. In der Regel öffnet eine Tür zur nächstliegenden Zimmerecke.


Schritt 3: Türzarge zusammenbauen

Als nächstes ist die Türzarge an der Reihe. Das ist der umrahmende Teil einer Tür, der für einen festen Halt sorgt und in der Laibung befestigt wird. Dazu legst du am besten die Zargenelemente mit der Falzbekleidung nach unten auf einer großen und sauberen Arbeitsfläche in U-Form aus. Je nach Modell werden die Eckverbindungen (die Gehrungsflächen) zwischen Wand- und Deckenteilen verklebt, verschraubt oder geklammert. 


Schritt 4: Türzarge ausrichten

Anschließend wird die zusammengebaute Zarge in der Wandöffnung ausgerichtet. Diese solltest du reinigen, um absolut störungsfrei arbeiten zu können. Stell dann die Zarge auf dünne Holzplättchen in die Türlaibung und bringe vorsichtig die Türbänder an, an denen du die Innentür später montieren wirst. Achte darauf, dass der Abstand zu allen Seiten maximal zwei Zentimeter beträgt. Mit einem Hammer klopfst du anschließend mögliche Überstände der Laibung ab. Löcher und andere Unebenheiten gleichst du mit Mörtel aus.


Schritt 5: Türzarge einbauen

Prüfe mit einer Wasserwaage, ob die Zarge lotrecht ist. Sobald sie richtig steht, fixierst du sie mit Keilen im oberen Bereich an den Ecken. Danach setzt du weitere Keile in der Nähe der Bänder ein. Anschließend baust du Spreizhölzer oder Türspanner im oberen, mittleren und unteren Bereich vom Türrahmen ein. Jetzt kannst du zum ersten Mal die Zimmertür einhängen und überprüfen, ob das Türblatt problemlos öffnet und schließt. Ist das der Fall, geht es einen Schritt weiter. Dafür musst du die Tür allerdings erst einmal wieder aushängen. 


Schritt 6: Innentür ausschäumen

Sobald die Zarge korrekt in der Maueröffnung sitzt, kann sie mit einem Zweikomponenten-Montageschaum ausgeschäumt werden. Leg dafür den Boden mit einem Malervlies aus, um ihn zu schützen. Sobald der Schaum fest ist, kannst du überschüssigen Schaum mit einem Cuttermesser wegschneiden.

Vorsicht: Die Keile und Holzplättchen erst entfernen, wenn der Schaum trocken ist. Sonst besteht die Gefahr, dass durch die Ausdehnung des Montageschaums die Zarge beschädigt wird. Die Fugen, die durch die herausgenommenen Bodenplättchen entstehen, füllst du mit Silikon.


Schritt 7: Zierbekleidung anbringen

Das Ziel ist nun in Sichtweite und die Innentür-Montage fast abgeschlossen. Als nächstes setzt du die Zierbekleidung zusammen, trägst Holzleim auf und setzt sie in die Nut ein. Danach kannst du die Türfutterspreizer entfernen und die Bekleidung gleichmäßig auf die Zarge aufbringen. Abschließend kannst du die Innentür einbauen und das Türblatt bei Bedarf mit einem Inbusschlüssel an den Türbändern nachjustieren.


Schritt 8: Türgriff anbringen

Jetzt fehlt nur noch eines: die Montage der Drückergarnitur. So werden die beiden Türgriffe und die dazugehörigen Schutzbeschläge bezeichnet. Dafür werden zunächst Bohrlöcher angezeichnet. Anschließend bohrst du von beiden Seiten, damit das Furnier des Türblatts nicht beschädigt wird. Danach noch die Garnitur festschrauben und schon ist es geschafft – es ist dir gelungen, deine Tür selbst einzubauen.

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