Für einen winterfesten Garten müssen auch einige Pflanzen gesondert behandelt werden. Denn nicht alle sind winterhart oder gar frostsicher und müssen daher in ein Winterquartier gebracht werden, um die kalten Monate zu überstehen und im nächsten Jahr wieder zu erstrahlen. Wie die Überwinterung von Pflanzen gelingt und was du beachten solltest, erfährst du in diesem Ratgeber von toom Baumarkt.


Welche Pflanzen muss man überwintern?

Hochbeet im Schnee

Einjährige Pflanzen sind, wie der Name schon sagt, nur ein Jahr lang überlebensfähig und müssen daher nicht überwintert werden. Mehrjährige Pflanzen hingegen müssen über die kalten Monate gebracht werden – egal ob sie winterhart sind oder nicht. Vor allem wärmeliebende Pflanzen aus tropischen oder mediterranen Gegenden brauchen für die Überwinterung deine Hilfe.

Man unterscheidet hierbei zwischen winterharten und winterfesten Pflanzen:

  • Winterharte Pflanzen überstehen einen normalen Winter hierzulande ohne große Schutzmaßnahmen.
  • Winterfeste Pflanzen sind nicht frostsicher und benötigen zusätzliche Schutzmaßnahmen für die Überwinterung.

Ob eine Pflanze in ein Winterquartier ziehen muss, verrät schon ihre Herkunft. Heimische Pflanzen sind in der Regel winterhart und an unsere Temperaturen im Winter gewöhnt. Mediterrane Pflanzen solltest du ab November ins Winterquartier bringen, da diese zwar Temperaturen bis minus 5 Grad überstehen, doch keinen Frost vertragen. Wärmeliebende Pflanzen aus den Tropen, Südamerika, Asien oder Südafrika solltest du sogar bereits im Oktober hineinbringen, da diese sehr empfindlich auf niedrige Temperaturen reagieren.

Tipp: Auch winterharte Pflanzen kannst du im Garten mit etwas Mulch vor extremer Kälte schützen.

Ein Vögelchen sitzt bei Frost auf einem Ast

Ob eine Pflanze in ein Winterquartier ziehen muss, verrät schon ihre Herkunft. Heimische Pflanzen sind in der Regel winterhart und an unsere Temperaturen im Winter gewöhnt. Mediterrane Pflanzen solltest du ab November ins Winterquartier bringen, da diese zwar Temperaturen bis minus 5 Grad überstehen, doch keinen Frost vertragen. Wärmeliebende Pflanzen aus den Tropen, Südamerika, Asien oder Südafrika solltest du sogar bereits im Oktober hineinbringen, da diese sehr empfindlich auf niedrige Temperaturen reagieren.

Tipp: Auch winterharte Pflanzen kannst du im Garten mit etwas Mulch vor extremer Kälte schützen.

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Wie überwintert man Pflanzen draußen?

Pflanzen in Vlies eingepackt

Wenn du im Herbst deinen Garten winterfest machst, solltest du auch die Pflanzen auf den Winter vorbereiten. Je nach individueller Anforderung kann deine Gartenbepflanzung draußen oder drinnen überwintern. Pflanzen im Freiland oder Beet, aber auch winterharte Kübelpflanzen auf Balkon oder Terrasse müssen gegebenenfalls gesondert geschützt werden.

Mögliche Maßnahmen zum Winterschutz können sein:

  • Wurzelbereich mulchen und mit Reisig abdecken
  • Krone mit Vlies einhüllen
  • Kübel mit Luftpolsterfolie umwickeln und auf Styroporplatte stellen

Tipp: Für sehr große Pflanzen bieten manche Gärtnereien einen professionellen Überwinterungsservice an.


Kübelpflanzen überwintern

Wintergarten

Der richtige Winterschutz für Kübelpflanzen ist, sie in ein geeignetes Winterquartier zu bringen. Kübelpflanzen, die drinnen überwintert werden müssen, solltest du vor dem ersten Frost hineinbringen und erst nach den letzten Frösten Mitte Mai (Eisheilige) wieder nach draußen stellen. So ist sichergestellt, dass weder Wurzeln noch Neuaustriebe im Frühjahr durch Früh- oder Spätfröste geschädigt werden. Bevor du die Pflanzen im Kübel überwinterst, solltest du sie entsprechend darauf vorbereiten:

  • Entferne kranke oder beschädigte Triebe sowie altes Laub und verwelkte Blüten
  • Dünge ab Herbst nicht mehr.
  • Die Erde sollte für die Überwinterung relativ trocken sein.

Tipp für schwere Pflanzgefäße: Nimm dir eine Sackkarre zu Hilfe oder stelle den Kübel auf einen Pflanzenroller.


Pflanzen überwintern: Gewächshaus, Wintergarten oder Haus?

Garten mit Gartenhäuschen im Schnee

Wo der beste Platz für die Überwinterung deiner Pflanzen ist, hängt von ihren Anforderungen und der Temperatur im jeweiligen Raum ab. Geeignete Räumlichkeiten können das Gewächshaus, der Wintergarten oder ein kühler Raum im Haus sein. Um Kübelpflanzen im Gewächshaus zu überwintern, muss dieses nicht mal zwangsläufig beheizt sein, denn mit zusätzlichem Schutz durch Luftpolsterfolie oder Vlies genügt den meisten Pflanzen auch ein unbeheiztes Gewächshaus. In Wintergarten oder Haus sollte der Raum nicht zu warm sein, weil das einen zu frühen Neuaustrieb fördern und nicht für die nötige Winterruhe sorgen könnte.

Bedingungen für die Überwinterung von Kübelpflanzen:

  • Immergrüne Pflanzen mögen es kühl bei 5 bis 10 Grad. Je kühler der Raum ist, desto dunkler sollte dieser auch sein (Beispiel: Sternjasmin).
  • Laubabwerfende Pflanzen überwintern gern dunkel und kalt bei maximal 8 Grad (Beispiel: Fuchsie).
  • Exotische bzw. mediterrane Pflanzen mögen es ebenfalls kühl bei 5 bis 10 Grad, benötigen jedoch ausreichend Licht (Beispiel: Oleander).
  • Tropische Pflanzen überwintern gern bei über 10 Grad und benötigen sehr viel Licht – für sie eignet sich auch ein unbeheizter Wohnraum.

Tipp: Putze die Fenster des Winterquartiers, damit mehr Licht durchkommt.


Pflege im Winterquartier

Damit deine Pflanzen die Überwinterung auch heil überstehen, solltest du die Pflegeroutine im Winterquartier ein wenig anpassen. Besonders auf Schädlinge und Krankheiten ist in den kalten Monaten zu achten, weil die Pflanzen in der Ruhephase sehr anfällig für einen Befall sind.

Pflanzen überwintern auf der Fensterbank

Folgende Pflegemaßnahmen benötigen deine Kübelpflanzen beim Überwintern:

Gießen

Gegossen wird in der Winterruhe nur mäßig – einmal pro Woche ist ein guter Richtwert, teste die Erde aber vorsichtshalber mit dem Finger. Der Wurzelballen darf nicht zu nass sein, da das Schädlingsbefall und Pilzerkrankungen fördert. Austrocknen sollte die Erde jedoch auch nicht komplett. Abgestandenes und zimmerwarmes Wasser vertragen die Pflanzen beim Überwintern am besten. Ab März ist der Wasserbedarf dann bereits etwas erhöht, da die neue Wachstumsphase beginnt.

Luft

Die Luft im Winterquartier darf nicht zu trocken, aber auch nicht tropisch feucht sein. Eine regelmäßige Durchlüftung an nicht zu kalten Tagen ist daher sehr wichtig. Bei zu trockener Luft solltest du die Pflanzen zusätzlich gelegentlich mit Wasser besprühen.

Düngen

Ab Herbst sollte die Düngergabe bereits eingestellt werden, damit die Wurzeln im Winter wirklich ruhen können. Erst in der neuen Wachstumsphase werden wieder neue Nährstoffe benötigt.

Schneiden

Beschädigte und abgestorbene Pflanzenteile sollten vor und während der Winterruhe regelmäßig entfernt werden – ebenso wie abgefallenes Laub. Das verhindert Schädlingsbefall und Pilzerkrankungen. Ein Rückschnitt kann vor der Winterruhe oder im Februar erfolgen. Vorteil im Februar ist, dass die Wunden schneller heilen und keinen Befall fördern.


Krankheiten, Schädlinge und mögliche Pflegefehler

Schadpilze

Ist die Pflanze bereits vor dem Umzug ins Winterquartier mit Krankheiten oder Schädlingen befallen, solltest du diese auf jeden Fall separat von den anderen Pflanzen aufstellen, um eine Ansteckung zu vermeiden. Bekämpfe die Ursachen schnellstmöglich und überprüfe im Winterquartier regelmäßig alle Pflanzenteile auf erneuten Befall – vor allem auch an den Blattunterseiten und den Trieben. Um Schädlingen und Krankheiten vorzubeugen, achte auf die richtige Feuchte der Erde, Temperatur und Abstand zwischen den Kübeln.

Bei Laubabwurf handelt es sich entweder um einen Lichtmangel oder zu hohe Temperaturen – passe also die Bedingungen des Winterquartiers an, damit die Kübelpflanze gut in den Frühling kommt. Außerdem kann es zu Vergeilung kommen, wenn der Raum zu warm ist, aber die Pflanze zu wenig Licht bekommt – sie fühlt sich dann wie in der Wachstumsphase, obwohl es noch zu früh ist und die Triebe werden zu lang und dünn.


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