Oleander (Nerium Oleander)

Mit einem Oleander holst du dir einen Hauch von Mittelmeer in den Norden. Die mediterrane Pflanze wächst typischerweise in Spanien und im erweiterten Mittelmeerraum. Von Zeit zu Zeit verzaubert sie jedoch auch einige heimischen Terrassen mit ihren prachtvollen Blüten. Der üppige Blütenflor des immergrünen Strauchs bleibt uns von Mai bis September erhalten. Dennoch ist im Umgang mit dieser schönen Pflanze Vorsicht geboten: Oleander sind in allen Pflanzenteilen giftig! Der Verzehr von Blüten und Blättern kann sogar zu Vergiftungen führen. Achte deswegen besonders auf ihre kleinen Blumenliebhaber.

Blütezeit: Frühsommer bis Herbst

Wuchshöhe: 2 bis 4 m

Standort: Sonne bis Halbschatten

Gießen: Mäßig gießen

Düngezeit: Wöchentlich


Sortiment

Der robuste, aufrecht wachsende Strauch des Oleanders kann 2 bis 4 Meter hoch werden. Seine rispenartigen Blütenstände bilden sich an den Triebspitzen. In ihrer Pracht bedienen sich die Blüten einer großen Farbpalette: Sie umfasst Weiß, Geld, Rosa, Apricot, Lachstöne und Rot und duften teilweise sogar leicht. Zu unterscheiden sind außerdem einfachblühende, halbgefüllte und gefüllte Blüten.

Standort und Gießen

Von Mai bis zum ersten Frost liebt der, meist im Kübel gepflanzte, Oleander einen sonnigen, warmen Platz auf der Terrasse oder dem Balkon. Eine wärmende Rückwand ist empfehlenswert, damit die Blüten sich schon recht früh im Jahr öffnen. Nach kurzer Gewöhnungsphase verträgt er die volle Sonne. Gefüllte Sorten sollten regengeschützt stehen, da die Blüten sehr empfindlich gegen Nässe sind. Während des Sommers haben Oleander einen sehr hohen Wasserverbrauch. Hält man sie zu trocken, verschlechtern sich Wachstum und Blühkraft. Im Winter solltest du die Pflanzen vorsichtig gießen. Je kühler die Pflanze steht, desto geringer ist der Wasser- und Nährstoffverbrauch.

Pflege und Düngen

Der Nährstoffverbrauch des Oleanders im Frühjahr und Sommer ist recht hoch. Wöchentliches Düngen mit einem speziellen Blühpflanzendünger wird von April bis September empfohlen. Auch ein Aufstreuen oder Einarbeiten von Langzeitdünger ist empfehlenswert. Verblühte Blüten, die anfangen Samen zu bilden, sollten entfernt werden. Ein Rückschnitt ist nur bei älteren Pflanzen erforderlich. Diese werden ab und zu durch Herausnahme der ältesten und höchsten Triebe direkt an der Basis verjüngt.

Profitipps

Zum Überwintern eignet sich am besten ein heller und kühler Raum mit Temperaturen zwischen +5 und +10 °C sowie guter Luftzufuhr. Helle Überwinterungsräume verhindern das Eintrocknen von Zweigen und fördern ein zeitiges Wachstum sowie die Blütenneubildung. Eine zu warme Überwinterung schwächt die Pflanze und fördert den Schädlingsbefall. Blütenstände, die sich besonders in milden Herbstmonaten bilden, sollten vor der Überwinterung nicht entfernt werden, da diese im Frühjahr wieder Knospen treiben können.