Den Oleander kennen und lieben wir als dekorativen Strauch für Balkon oder Terrasse, wo er mediterranes Flair versprüht. Mit seinen farbenfrohen Blüten und den immergrünen Blättern ist der üppige Strauch ein echter Blickfang. In diesem Ratgeber von toom Baumarkt erfährst du alles über den Oleander als Kübelpflanze, seine Pflege, die Überwinterung und die Vermehrung.


Was ist Oleander?

Klassische Oleandersträucher

Der prächtig blühende Oleander gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse. Mehr als 200 Sorten sind bekannt. Die Farben des Oleanders reichen von Weiß über Gelb, Rosa und Apricot bis hin zu sattem Rot und wirken auch kombiniert sehr mediterran. Mit bis zu vier Metern Höhe und breitem Wuchs ist der immergrüne Blütenstrauch eine wahre Augenweide.

Name und Herkunft des Oleanders

Sein wissenschaftlicher Name lautet „Nerium Oleander”. Er stammt ursprünglich aus Marokko und Südspanien. Heute ist der Oleander über das ganze Mittelmeergebiet, Indien und China verbreitet. Der mediterrane Strauch wird auch als „Rosenlorbeer” bezeichnet, da seine länglichen Blätter denen des Lorbeerstrauchs ähneln. Eine direkte Verwandtschaft besteht aber nicht.

Ist Oleander giftig?

Alle Pflanzenteile des Oleanders sind giftig – auch der Saft. Da es beim Verzehr von Blüten und Blättern zu ernstzunehmenden Vergiftungserscheinungen kommen kann, sollte Oleander für Kinder und Haustiere unzugänglich sein. Selbst die meisten Insekten verschmähen Oleander, trotz der zahlreichen Blüten. Außerdem solltest du ihn nicht verbrennen, da auch der Qualm giftig ist.

Tipp: Trage beim Pflanzen und Pflegen von Oleander stets Handschuhe zum Schutz deiner Haut.

Blütezeit des Oleanders

Die herrlichen Blüten des Oleanders öffnen sich im Frühsommer und erstrahlen dann etwa von Mai bis September. Je nach Sorte sind sie einfachblühend, halbgefüllt oder gefüllt und in den unterschiedlichsten Farbtönen erhältlich. An den Triebspitzen befinden sich rispenartige Blütenstände.

Tipp: Je mehr Sonne dein Oleander bekommt, desto mehr Blüten bilden sich aus.

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Wie pflanze ich Oleander?

Oleander in Topf im Garten

Oleander sollte im Kübel gepflanzt werden. Darin kann er leichter überwintern und auch mal den Standort wechseln. Als Substrat empfiehlt sich für die Kübelpflanze kalkhaltige Erde mit hohem Lehm- oder Tonanteil – handelsübliche, torfige Blumenerde mag der Oleander nicht so gerne.

Der beste Standort für Oleander

Am liebsten steht der Oleander in seinem Kübel oder Topf sonnig bis halbschattig und sehr warm. Ein wind- und regengeschütztes Plätzchen auf Terrasse oder Balkon sorgt dafür, dass die Blüten nicht beschädigt werden. Besonders die gefüllten Sorten sind empfindlich. Für eine frühe Blüte bietet sich eine wärmende und schützende Rückwand an.

Tipp: Volle Sonne vertragen Oleander am besten nach einer kurzen Eingewöhnungsphase im Halbschatten.


Wie pflege ich Oleander?

Oleander wird gegossen

Die Pflege eines Oleanderstrauchs basiert größtenteils auf einer ausreichenden Wasserzufuhr – besonders im Sommer. Du solltest deinen Rosenlorbeer aber auch regelmäßig düngen, umtopfen und schneiden, damit er gesund wachsen kann.

Oleander gießen und düngen

Obwohl der Oleander aus dem Mittelmeerraum stammt, braucht er besonders in den heißen Monaten sehr viel Wasser und Nährstoffe. Bei zu starker Trockenheit werden Wachstum und Blühkraft eingeschränkt, was ihn dauerhaft schädigen kann. Je kühler es ist, desto weniger musst du deinen Oleander gießen, dafür kann es im Sommer bis zu dreimal täglich notwendig sein. Regenwasser ist dem Oleander auf Dauer zu sauer. Er bevorzugt kalkhaltiges Leitungswasser – das am besten von unten angießen, damit die Blüten nicht beschädigt werden.

Außerdem solltest du entweder einen Langzeitdünger einarbeiten oder dem Starkzehrer im Sommer wöchentlich einen Blühpflanzendünger verabreichen – nur bis Anfang September, damit die Triebe noch verholzen können und besser vor Frost geschützt sind.

Gieß-Tipp: Du kannst zusätzlich einen großen Untersetzer mit Wasser füllen, was den täglichen Aufwand etwas reduziert – Staunässe macht dem Oleander nämlich nichts aus, da er flussnahe Standorte gewöhnt ist.

Klassischer Oleanderstrauch

Oleander umtopfen und schneiden

Das Umtopfen von Pflanzen gehört zu einer guten Pflegeroutine. Jungen Oleander solltest du jährlich in einen größeren und vor allem breiteren Topf umpflanzen, damit sich die Pflanze voll entfalten und gesund wachsen kann. Ältere Oleandersträuche musst du nur alle paar Jahre umtopfen. Bei großen Oleandern empfiehlt es sich, die Kronen zusammenzubinden und den Wurzelballen gut zu wässern, damit du den Strauch leichter aus seinem Kübel nehmen kannst. Für einen kompakten Wuchs solltest du deinen Oleander regelmäßig schneiden. Ein Rückschnitt ist besonders bei älteren Pflanzen empfehlenswert – er hat einen verjüngenden Effekt. Verblühte Dolden und abgestorbene Zweige sollten mit einer Gartenschere entfernt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Oleander ist anfällig für Blattläuse (wie die gelbe Oleanderblattlaus), Spinnmilben und Oleanderkrebs. Das Bekämpfen von Blattläusen allein reicht meistens nicht aus. Um deinen Oleander vor Pilzkrankheiten und Schädlingen zu schützen, beachte die Pflegehinweise und lasse den Strauch vor allem nicht zu warm überwintern.

Die häufigsten Symptome und ihre Ursachen:

  • Gelbe Blätter deuten auf einen falschen Standort oder Gieß- bzw. Düngefehler hin.
  • Silbern gesprenkelte Blätter bedeuten Spinnmilben.
  • Weiße Gespinste an den Verästelungen sind Woll- oder Schmierläuse.
  • Kleine schwarze Flecken mit hellem Rand, die sich später wölben und aufbrechen, deuten auf Oleanderkrebs hin, der durch Bakterien entsteht.

Um den Schädlings- oder Krankheitsbefall des Oleanders frühzeitig in den Griff zu bekommen, solltest du befallene Blätter sofort entfernen und geschädigte Triebe bis ins gesunde Holz zurückschneiden. Nach dem Abschneiden empfiehlt es sich außerdem, das Gartenwerkzeug (Schere oder Messer) zu desinfizieren, damit der Befall über sie nicht auf andere Pflanzen übergreifen kann.

Tipp: Bei starkem Schädlingsbefall kann der Oleander radikal beschnitten werden. Die Blütezeit verlagert sich dann jedoch ins Folgejahr.


Wie überwintert Oleander am besten?

Pflanzen in Vlies eingepackt

Du willst deinen Garten winterfest machen? Auch beim Überwintern von Oleander gibt es einiges zu beachten. Grundsätzlich ist Oleander nur bedingt winterhart, da er Frost nicht verträgt. Kühle Temperaturen machen dem mediterranen Strauch jedoch nichts aus. Er kann daher in milden Regionen tatsächlich auch draußen überwintern. Blütenstände aus den Herbstmonaten können mit überwintert werden und sorgen für frühe Knospen im neuen Jahr.

Oleander im Haus überwintern

Soll dein Oleander drinnen überwintern, darf es nicht zu warm sein – Wohnräume eignen sich daher weniger. Besser gefällt es dem Oleander in hellen und kühlen Wintergärten bei 5 bis 10 Grad. Frische Luftzufuhr und Tageslicht fördern während der Überwinterung das Wachstum und die Entwicklung neuer Blüten im Folgejahr. Wenn dein Oleander warm überwintert, sollte er bis nach den letzten Frösten Mitte Mai noch drinnen bleiben und dann langsam an einen Außenstandort und an Sonne gewöhnt werden. Bei kühlerer Überwinterung kann er bereits ab April wieder nach draußen, sollte dann aber noch vor Frösten geschützt werden.

Achtung: Eine zu warme Überwinterungsumgebung schwächt den Oleander und fördert einen Schädlingsbefall.

Oleander draußen überwintern

Gerade bei sehr großen Oleandern ist das Überwintern im Freien oft die einzige Möglichkeit, jedoch musst du den Strauch in diesem Fall vor Frost schützen. Obwohl einige Sorten des Oleanders angeblich winterhart sind und bis minus 10 Grad überleben, solltest du entsprechende Vorkehrungen treffen:

  • Palette oder Styroporplatte unter dem Topf schützt vor Bodenfrost.
  • Luftpolsterfolie, Kokos- oder Filzmatten um den Topf schützen den Wurzelballen vor Frost.
  • Kokosmatte auf der Erde schützt zusätzlich.
  • Luft- und lichtdurchlässiges Vlies schützt Äste und Blätter vor Frost.

Es ist außerdem wichtig, dass der Wurzelballen auch im Winter nicht austrocknet. Vermeide aber Staunässe, damit die Erde nicht einfriert.


Wie vermehre ich Oleander?

Oleandersetzling wird eingepflanzt

Die Vermehrung von Pflanzen durch Veredelung und Aussaat ist mehr was für den Fachmann als den Hobbygärtner. Deinen Oleander kannst du aber auch durch Stecklinge oder Teilung des Wurzelballens vermehren. Stelle im Frühling die Kopfstecklinge, die beim Rückschnitt ohnehin anfallen, in ein Wasserglas oder einen Topf mit Anzuchterde. Die Stecklinge müssen anschließend an einem hellen und warmen Ort stehen, um Wurzeln zu bilden. Danach setzt du sie in einen Topf mit Kübelpflanzenerde. Bei älteren Oleandern kannst du außerdem den Wurzelballen teilen und beide Teile an unterschiedlichen Orten neu einpflanzen.


Fazit: Oleander

Oleanderstauch am Meer

Oleander sind eindrucksvolle Sträucher, die einen Hauch von Mittelmeer auf deinem Balkon oder deiner Terrasse verbreiten. Auch wenn sie – besonders im Sommer – einen hohen Wasser- und Nährstoffbedarf haben, hält sich der Pflegeaufwand insgesamt sehr in Grenzen, und die Sträucher können bei uns sogar überwintern.


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