Ein Handwerker klopft eine Laminatdiele mit einem Gummihammer fest.
Ratgeber
Hier findest du:
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Dauer: 1 Tag für ca. 20qm
Werkzeuge: Zollstock, Bleistift, Zugeisen, Stichsäge mit Holzsägeblatt, Hammer, Schlagholz, Abstandskeile, Klebeband, Feinsäge, Stechbeitel, Bohrmaschine, Holzbohrer, Akkuschrauber, Bits, Laminatschneider, Werktisch, Schraubzwingen, Cuttermesser
Material: Laminatbretter, Dampfsperre oder -bremse (PE-Folie, Stärke mind. 0,2 mm), Trittschalldämmung, Fußleisten, Übergangsschienen

Laminat ist einer der beliebtesten Bodenbeläge: Rein optisch ähnelt es Echtholzparkett, ist im Vergleich dazu aber deutlich günstiger und vor allem pflegeleichter. Mit etwas Übung kannst du relativ einfach Laminat verlegen. Wir zeigen dir in unserer Anleitung Schritt für Schritt wie es geht und was dabei zu beachten ist.


Laminatboden verlegen: Die richtige Vorbereitung

Ein Mann mit mehreren Paketen Laminat auf dem Einkaufswagen im toom Baumarkt.

Du hast den perfekten Laminatboden gefunden und möchtest am liebsten gleich loslegen? Ganz so schnell geht es leider nicht. Denn bevor du das Laminat verlegen kannst, solltest du es für mindestens 48 Stunden geöffnet in dem entsprechenden Raum lagern. So kann sich das Laminat dem Raumklima anpassen.

Denn auch wenn es sich bei Laminat nicht um Vollholz handelt, ist es ein Holzwerkstoff und besitzt ähnliche Eigenschaften wie das Naturmaterial. Es reagiert auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit eines Raumes. Lagerst du das Laminat nicht vor, können sich nach dem Verlegen Fugen oder Schüsselungen bilden. Aus demselben Grund ist es wichtig, einen gewissen Abstand zur Wand zu lassen (Dehnfuge), wenn du Laminatboden verlegst.

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Laminat berechnen

Wenn du das benötigte Material zum Laminat verlegen berechnest, solltest du immer etwas Verschnitt einkalkulieren. Das heißt konkret:

Für einen rechtwinkligen Raum ohne viele Aussparungen solltest du im Vergleich zur errechneten Fläche 5 bis 8 Prozent mehr Laminat berechnen. Bei einem 4 x 6 m großen Raum (24 qm) kaufst du demnach 25 bis 26 qm Laminat ein.

Für einen Raum mit Rundungen, Erkern oder anderen Aussparungen benötigst du 10 bis 15 Prozent mehr Laminat. Für einen 24 qm großen Raum solltest du also 26 bis 28 qm Laminat kalkulieren.


In welche Richtung wird Laminat verlegt?

Um eine optimale Raumwirkung zu erzeugen, solltest du vor dem Verlegen des Laminats überlegen, in welche Richtung du es verlegen möchtest – längs oder quer. Sehr lange und schmale Räume wirken breiter, wenn du die Laminatdielen quer verlegst. Aus rein ästhetischen Gründen empfiehlt es sich, den Laminatboden in Richtung des größten Lichteinfalls zu verlegen. Auf diese Weise verhinderst du, dass die Fugen durch eine deutliche Schattenbildung überbetont werden.

Außerdem solltest du das Laminat so verlegen, dass das Muster der einzelnen Dielen gut zueinander passt. Dazu nimmst du beim Verlegen am besten abwechselnd Bretter aus drei bis vier Paketen. So erzielst du eine optisch ansprechende Mischung.

Insider-Tipp: Die Maserung von Laminatbrettern kann sich von Paket zu Paket unterscheiden. Deshalb solltest du schon beim Kauf anhand der Paketnummer darauf achten, dass du Pakete aus einer Charge kaufst.


Laminatbretter im Versatz verlegen

Nur wenn die Nähte von Reihe zu Reihe nicht an derselben Stelle liegen, erhält dein Laminatfußboden die nötige Stabilität. Daher solltest du beim Laminat selber verlegen immer auf den Versatz achten. Die meisten Laminathersteller schreiben für ihre Produkte einen Mindestversatz vor, an dem du dich orientieren solltest. Ist dies nicht der Fall, gilt die Grundregel: mindestens 30 cm Versatz. Wie du den Versatz anlegst, bleibt dir überlassen. Zwei Möglichkeiten bieten sich an:


Regelmäßiger Versatz

Bei dieser Verlegeart wird darauf geachtet, dass die Fugen zwischen den Laminatbrettern in jeder zweiten Reihe auf derselben Höhe liegen. Diese Art bietet sich vor allem für Laminat in Fliesenoptik an. Der Laminatboden erhält so eine klare Struktur. Nachteil: Je nach Raumgröße kann viel Verschnitt entstehen.


Wilder Versatz

Dabei wird jeweils das Reststück einer Reihe als Anfangsstück der nächsten Reihe verwendet. Dafür darf das Reststück nicht zu klein sein und der Mindestversatz muss eingehalten werden. Vorteil: Es entsteht eine optisch gleichmäßige Fläche. Zudem spart diese Verlegeart Material, denn es gibt es nur wenig Verschnitt.


Schritt 1: Untergrund vorbereiten

Boden wird mit Estrich vorbereitet

Bevor du beginnst, Laminat zu verlegen, musst du den Untergrund vorbereiten. Er sollte eben, fest und trocken sein. Gleiche größere Unebenheiten mit Estrich aus. Beachte dabei die Trocknungszeit und die Restfeuchte. Überschreitet sie bei Zement-Estrich zwei Prozent und bei Anhydrit-Estrich oder Anhydrit-Fließestrich drei Prozent, solltest du das Laminat nicht verlegen. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du die Restfeuchte vorab mit einem Messgerät prüfst. Ist der Untergrund vorbereitet, folgt der Unterbodenaufbau aus Trittschalldämmung und gegebenenfalls Dampfsperre.


Schritt 2: Dampfsperre verlegen

Dampfsperre unter Laminat

Eine Dampfsperre ist nicht zwingend notwendig, aber durchaus zu empfehlen. Sie verhindert, dass Restfeuchte oder aufsteigende Nässe in das Laminat eindringt und es beschädigt. Auf jeden Fall solltest du eine Dampfsperre unter dem Laminatboden verlegen, wenn sich im Boden eine Warmwasser-Fußbodenheizung befindet. Verwende dazu eine PE-Folie, die mindestens 0,2 Millimeter stark ist. Auch wenn der Untergrund oberhalb von Kriech- und Kellergewölben liegt, ist eine Dampfsperre zu empfehlen. In diesem Fall sollte sie aber etwas dicker sein, im Idealfall mindestens 1,2 Millimeter. Lege die Dampfsperre in mehreren Bahnen auf dem Boden aus. Lasse die einzelnen Bahnen etwa zehn Zentimeter überlappen und ziehe sie wannenartig rund fünf Zentimeter an den Wänden hoch. Verklebe anschließend die Bahnen mit Klebeband.


Schritt 3: Trittschalldämmung auslegen

Eine Handwerkerin legt eine Bahn Trittschalldämmung aus.

Laminat ist ein harter Bodenbelag. Genau wie Parkett gibt es jedes Geräusch an den Boden weiter. Das kann stören – gegebenenfalls auch deine Nachbarn. Um dieses Problem zu umgehen, empfiehlt es sich, eine Trittschalldämmung unter dem Laminat verlegen. Eine gute Dämmung vermindert Laufgeräusche, gleicht leichte Unebenheiten des Bodens aus und verhindert das Kratzen der Laminatdielen auf dem Estrich.

Achte auf das Material der Dämmung, denn nicht jede Trittschalldämmung eignet sich für Fußbodenheizungen. Auch der Schallschutz variiert. Wichtig ist: Da die Dämmung in der Regel lose verlegt wird, solltest du diese quer zur späteren Verlegerichtung des Laminatbodens auslegen. So verrutschen die Bahnen deines Laminatbodens nicht so leicht. Gleichzeitig verhinderst du, dass unter Umständen entlang einer langen Laminatbahn ein Hohlraum beim Verlegen entsteht.

Verlege also zunächst die erste Bahn deines Trittschalls und kürze sie an der Wand mit einem Cuttermesser auf die richtige Länge. Den Trittschall darfst du nicht betreten, da die Folie sonst eingedrückt wird. Verwende ein Laminatbrett als Unterlage. Eine neue Bahn solltest du erst dann verlegen, wenn das Verlegen der Laminatbahnen dies notwendig macht. Achte beim Auslegen darauf, dass die Bahnen nicht überlappen und eine neue Bahn millimetergenau an die alte anschließt.


Schritt 4: Die erste Reihe Laminatboden

Handwerkerin verlegt die erste Reihe Laminatboden.

Besonders einfach und schnell lässt sich Klick-Laminat verlegen. Bei der ersten Reihe sind aber ein paar Dinge zu beachten: Säge zuerst die Federn an den Laminatdielen mit einer Stichsäge gleichmäßig ab. Lege dann die Dielen mit der zuvor bearbeiteten Seite zur Wand und klicke sie seitlich ineinander.

Damit das Material später arbeiten und sich an das Raumklima anpassen kann, muss es sich ausdehnen können. Unter zu großer Spannung darfst du das Laminat deshalb nicht verlegen. Der Abstand zur Wand – die sogenannte Dehnfuge – sollte etwa 1 bis 1,5 Zentimeter breit sein. Damit das Laminat beim Verlegen nicht verrutscht, setzt du Abstandskeile zwischen Wand und Laminatdielen.

Das zweite Brett setzt du nun mit der Schmalseite in einem Winkel von rund 30 Grad in die Profilierung des ersten Bretts ein und legst es auf den Boden ab. Überprüfe, ob das Brett auf der Wandseite exakt mit dem ersten Brett abschließt. Füge auch hier wieder die Abstandskeile zur Wand hin ein und schiebe das Brett an die Keile heran. Nach und nach arbeitest du dich nun voran. Beachte dabei immer die Verlegerichtung des Laminats, für die du dich entschieden hast.


Schritt 5: Die letzte Diele einer Reihe verlegen

Die Handwerkerin misst den Boden für die letzte Laminatdiele einer Reihe aus.

Die letzte Diele einer Reihe musst du in der Regel zuschneiden. Dafür misst du die Länge aus oder legst ein Laminatbrett um 180 Grad gedreht an das vorletzte Brett an und überträgst die benötigte Länge mit einem Winkel.

Setze ein neues Sägeblatt in die Stichsäge ein und wähle die höchste Hubzahl, um das Ausreißen der Fasern zu verhindern. Es muss nicht unbedingt ein spezielles Sägeblatt für Laminat sein, ein Holzsägeblatt eignet sich ebenfalls. Auf den Pendelhub solltest du verzichten – durch die zusätzliche Vor- und Zurückbewegung des Sägeblatts schneidest du zwar schneller, aber die Schnittkante reißt leichter ein. Wenn du einen größeren Raum verlegen möchtest, lohnt sich die Verwendung eines Laminatschneiders.

Die letzte Diele der Reihe wird immer so gekürzt, dass auch hier kopfseitig etwa 1 bis 1,5 Zentimeter Abstand zur Wand verbleiben. Mit dem Reststück kannst du in der nächsten Reihe beginnen. Es sollte allerdings nicht kürzer als 40 Zentimeter sein. Der Fugenversatz, also der Abstand zur Fuge der ersten Bahn, sollte nicht weniger als 30 Zentimeter sein. Das gilt für alle Bahnen, die du verlegst.


Schritt 6: Verlegen des gesamten Laminats

Zwei Handwerker verlegen gemeinsam eine Reihe Laminat.

Liegt die erste Reihe der Dielen, lassen sich die folgenden relativ einfach einsetzen. Wie du das Laminat verlegen musst, hängt von der Verbindungsvariante ab.

Bei Klicksystemen rasten die einzelnen Dielen durch Klemmwirkung ein. Schlagklotz und ein weißer Gummihammer (ein schwarzer kann Streifen hinterlassen) sind bei der Verarbeitung hilfreich. Da sich die Verbindung nur schwer wieder lösen lässt, eignen sie sich für den einmaligen Gebrauch.

Möchtest du unter Umständen das Laminat noch einmal verlegen und in einem anderen Raum wiederverwenden, sind Locksysteme besser. Die Dielen werden schräg von oben eingesetzt und rasten durch leichten Druck ein. Die Verbindung lässt sich bei Bedarf wieder lösen. Wichtig: Behalte die Stöße der Laminatdielen im Auge. Sie sollten um mindestens 40 Zentimeter zueinander versetzt sein.

Beim Auslegen einer neuen Laminatreihe kannst du auch zunächst parallel zur vorherigen Bahn eine volle Laminatreihe zusammenstecken, um sie dann im Ganzen in die vorherige Reihe einzuklicken. Dafür braucht es jedoch je nach Breite des Raumes meist vier oder mehr Hände und etwas Erfahrung. Dann kann diese Art des Verbindens aber sehr effektiv sein.


Tipp: Laminat um Heizungsrohre verlegen

Ein an Heizungsrohre gelegtes Laminatbrett wird ausgemessen.

Um Löcher für Heizungsrohre in die Bretter zu sägen, legst du ein Laminatbrett an die Rohre an und zeichnest die Mitte beider Rohre an der Stirnseite des Bretts ein. Nun misst du die nötige Länge des Laminatstücks aus, das du später von der Wandseite an die Rohre schiebst (Dehnungsfuge beachten!), sägst es auf die benötigte Größe und klickst es in das große Brett ein.

Beide Bretter fixierst du dann am Arbeitstisch und bohrst Löcher an den markierten Stellen. Auch hierbei musst du Dehnungsabstände einhalten, das heißt: Lochgröße = Rohrdurchmesser + 2 Zentimetern. Umschließe dann mit beiden Brettern die Heizungsrohre.

Zum Abdecken der Löcher an Heizungsrohren gibt es spezielle Kunststoffabdeckungen. Sie nennen sich Klapprosetten und Doppelklapprosetten und sind in unterschiedlichen Farben und Ausführungen erhältlich.


Schritt 7: Ausrichten der Laminatbahn

Eine Diele Laminat wird mit Zugeisen und Hammer ausgerichtet.

Um die einzelnen Laminatbretter und -bahnen exakt ausrichten zu können, gibt es zwei Hilfsmittel. Mit Zugeisen und Hammer kannst du die Bretter von der Wand weg in Längsrichtung verschieben. Mit einem Schlagklotz kannst du Fugen zwischen den Brettern verkleinern, ohne dass das Laminat beschädigt wird.


Schritt 8: Die letzte Reihe Laminat verlegen

Laminatbretter werden für die letzte Reihe ausgemessen.

Die letzte Reihe der Dielen muss sehr wahrscheinlich ebenfalls zugeschnitten werden. Dafür legst du ein Brett mit der Feder zur Wand exakt auf das vorletzte. Nun kommt ein weiteres Brett darauf. Dieses schiebst du mit der Federseite an die Wand (die Feder ist 1 cm breit, so hältst du automatisch die Dehnungsfuge ein) und überträgst das Maß auf das mittlere Brett.

Haben die Dielen die entsprechende Breite, wechselst du die Verlegerichtung. Drehe dich um und verlege die Dielen vom Körper weg. Trotz Dehnfugen kann es aufgrund der Nähe zur Wand etwas schwierig sein, die Dielen fest miteinander zu verbinden. Möchtest du die letzte Reihe Laminat verlegen, hat sich als Werkzeug ein Zugeisen als hilfreich erwiesen.


Schritt 9: Fußleisten anbringen

Eine Fußleiste wird auf das Laminat platziert.

Liegt das Laminat, geht es an das Verlegen der Sockelleisten. Die Befestigung mittels Clips ist eine saubere und sichere Lösung. Verteile zunächst die Befestigungshalter im Abstand von etwa 50 Zentimetern entlang der Wand. Bohre nach dem Anzeichnen die Dübellöcher und setze die Dübel ein. Hast du die Halterungen verschraubt, kannst du die Fußleisten einfach ansetzen und einklicken. Alternativ kannst du die Fußleisten auch kleben oder, bei sehr dünnen Leisten, nageln.

Die einfachste und schnellste Möglichkeit, Sockelleisten an Ecken und Schnittstellen zu verbinden, sind Eckhölzer. Sie eignen sich für Innen- und Außenecken sowie als Abschlüsse und werden mit Holzleim zwischen die Fußleisten geklebt.

Alternativ kannst du die Sockelleisten an Verbindungsstellen wie Ecken auf Gärung sägen. Neben einer ganzen Menge Fingerspitzengefühl und Erfahrung benötigst du dazu exaktes Messen und eine Gärungssäge. Das Ergebnis kann sich, wenn es gut gemacht ist, sehen lassen.


Schritt 10: Übergangsschienen anbringen

Laminatbrett an einer Tür.

Anschließend kümmerst du dich um die Türübergänge. Auch dort sind Dehnfugen wichtig, damit das Material bei Temperaturschwankungen arbeiten kann. Decke die Dehnfuge nach dem Verlegen des Laminats mit einer Übergangsschiene ab. Auch in den Türzargen muss der Abstand etwa zehn Millimeter zur Wand/Zarge betragen.

In manchen Fällen musst du die Türzarge kürzen, damit du das Laminat darunterschieben kannst. Dafür ein kurzes Laminatbrett umgekehrt an die Zarge schieben und diese mit einer Feinsäge abschneiden. Das abgesägte Stück Holz entfernst du am einfachsten mithilfe eines Stechbeitels.

Übrigens: Bei Metallzargen kürzt du nicht die Zarge, sondern schneidest das Laminatbrett zu und umschließt damit die Zarge.

Da das Brett, das unter die Zarge kommt, nicht mehr angehoben und eingeklickt werden kann, musst du die Wulst an der Nut des vorangehenden Stücks mit einem Stechbeitel entfernen. Dann das Brett montieren.


Was spricht dafür, Laminat zu verlegen?

Vielfalt an Laminatböden

Laminat ist in einer großen Vielfalt an Farben und Mustern erhältlich. Ob helle oder dunkle Oberfläche, ob dezente Maserung oder prägnante Prägung – Laminat gibt es für beinahe jeden Geschmack und jede Wohnvorstellung. Übrigens: Die Qualität der Oberflächenoptik reicht heutzutage immer näher an die eines Parkettbodens heran.

Der Bodenbelag gilt als sehr robust und pflegeleicht. Eine spezielle UV-Lackbeschichtung schützt in der Regel wirksam vor Farbveränderungen durch Sonneneinstrahlung – und auch stärkere Beanspruchungen – etwa durch schwere Möbel, spielende Kinder oder Stühlerücken und -rollen – machen ihm meist wenig aus.

Allerdings kann Laminat nicht abgeschliffen und erneuert werden wie beispielsweise Parkett. Mitunter weist Laminat nach einigen Jahren der Belastung Schäden auf, die nicht repariert werden können. In diesem Fall solltest du über einen kompletten Austausch des Laminats nachdenken. Aufgrund der unkomplizierten Verlegesysteme ist das aber problemlos und schnell möglich. Vorsicht ist auch in Räumen mit hoher Feuchtigkeit geboten, wie etwa im Bad oder in der Küche. Hier ist Laminat nicht die richtige Wahl, da es durch die Feuchtigkeitsaufnahme quellen kann. Stattdessen empfiehlt es sich, Fliesen zu verlegen. Für Küchen verwendet man auch oft Vinylboden zum Ausrollen oder zum Klicken.


Wissenswertes über Laminat: die Schichten

Gestapeltes Laminat mit Werkzeug

Laminat ist ein mehrlagiger Werkstoff, der sich als ebenso robuster wie pflegeleichter Bodenbelag bewährt hat und in Deutschland unter anderem aufgrund dieser Vorteile sehr beliebt ist. Meist besteht Laminat aus vier Schichten mit unterschiedlichen Eigenschaften, die durch Verpressen und Verkleben zu einem hochwertigen Bodenbelag verarbeitet werden:

  • Unterseite (meist aus Phenolharz): weist Feuchtigkeit ab und gleicht Spannungen aus.
  • Trägerplatte (meist Pressspan oder Faserplatte): bestimmt die Qualität und Festigkeit des Bodenbelags.
  • Dekorschicht (meist aus Papier): zeigt das Motiv des Laminats inklusive Farbe oder Tönung.
  • Overlay (meist Melaninharz): ist die „Rüstung“ des Laminats und schützt vor Abnutzung, Kratzern und Schäden.

Wasserresistentes Laminat

wasserresistentes Laminat

Schon gewusst? Es gibt mittlerweile auch wasserresistentes Laminat, das du verlegen kannst. Durch das neue Verlegesystem Megaloc Aqua Protect hat Wasser bei diesem Laminatboden keine Chance. Das Geheimnis liegt in der besonderen Oberfläche: Dank spezieller Kantenhydrophobierung kann der Bodenbelag bis zu 24 Stunden stehendem Wasser schadlos widerstehen. Durch die spezielle neue Aqua-Protect-Ausformung des Megaloc-Schnell-Verlegesystems lassen auch die Anschlussfugen kein Wasser in den Untergrund sickern. Die Laminatböden sind für alle Wohnräume, jedoch insbesondere für Küche, Bad und andere stark beanspruchte Bereiche empfehlenswert.

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Tipps zum Laminatboden pflegen

Damit er lange schön bleibt, solltest du deinen Laminatboden gut pflegen. Diese 6 Tipps helfen dir dabei:

1. Erst saugen, dann wischen

Sand und Steinchen können die Oberfläche des Laminats beim Wischen verkratzen. In den Kratzern bleibt später Schmutz hängen. Deshalb: vor dem Wischen immer erst saugen.

2. Nur nebelfeucht wischen

Weniger Wasser ist bei Laminat mehr. Deshalb immer nur ganz leicht feucht wischen. Holz- und holzbasierte Fußböden wie Laminat nehmen Wasser auf und verziehen sich. So sollten sie nie über längere Zeit feucht oder gar nass sein.

3. Pflegemittel abschnittsweise verwenden

Lässt du Laminatpflegemittel länger einwirken, können vorübergehend milchige Flecken entstehen. Deshalb am besten Abschnitt für Abschnitt pflegen und nachwischen.

4. Weiche Putzlappen statt Mikrofasertücher

Mikrofasertücher können insbesondere bei Hochglanzoberflächen zu feinen Kratzspuren führen. Am besten verwendest du zum Wischen von Laminatfußböden nur normale Aufnehmer und weiche Putzlappen; zum Trocknen ein Frotteetuch.

5. Einsatz von Pflegemitteln

Laminatpflegemittel reduzieren den Abrieb, erleichtern die Reinigung und frischen den Boden auf. So oft solltest du sie verwenden:

• gering beanspruchte Böden (z. B. in Wohn- und Schlafzimmern) –> ca. alle 2–3 Wochen

• mittelstark beanspruchte Böden (z. B. in Korridoren, Büroräumen) –> ca. alle 2 Wochen

• stark beanspruchte Böden (z. B. in Gaststätten, Geschäften, auf Tanzflächen) –> wöchentlich

6. Filzgleiter für Möbel

Besonders Stühle und Sessel verursachen beim Rutschen unschöne Kratzer im

Laminat. Unter die Möbel solltest du deshalb Filzgleiter kleben, nageln oder schrauben.


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