Sie sind schön, gut für unser Raumklima und bringen ein Stück Natur in unser Heim: Zimmerpflanzen. Unter den beliebtesten Sorten befinden sich allerdings einige, die für Mensch und Tier eine echte Gefahr darstellen. In diesem Ratgeber von toom Baumarkt erfährst du, welche Zimmer- und Topfpflanzen giftig sind und worauf du besonders achten musst, wenn Kinder und Tiere im Haushalt leben. Außerdem stellen wir dir ein paar ungiftige Alternativen für deinen Hausgarten vor.

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Welche Zimmerpflanzen sind giftig?

Efeutute

Wie die folgende Liste zeigt, sind einige unserer beliebtesten Hauspflanzen giftig. Zu den giftigsten Zimmerpflanzen gehört die allseits beliebte, pflegeleichte und wunderschöne Dieffenbachie. An ihr sind alle Pflanzenteile giftig, jedoch besonders der Stamm. Sogar abgeflossenes Gießwasser ist vergiftet und darf auf keinen Fall getrunken werden. Bereits beim Verzehr von wenigen Gramm der Dieffenbachie können die enthaltenen Giftstoffe zur Erstickung führen. Außerdem versprüht die giftige Topfpflanze bei Berührung einen Saft, der besonders bei offenen Wunden sehr gefährlich werden kann – sie ist also definitiv keine gute Wahl, wenn Kinder und Tiere im Haus leben.

15 der giftigsten Zimmerpflanzen für Haus und Balkon:

Info: Diese Liste überschneidet sich teilweise mit den giftigsten Zimmerpflanzen für Haustiere, da viele Gewächse für Mensch und Tier gleichermaßen gefährlich sind.


Giftige Zimmerpflanzen pflegen

Auch wenn du nicht auf Kinder oder Tiere achten musst, sind giftige Zimmerpflanzen nicht ungefährlich. Daher solltest du bei der Pflege deiner Zimmerpflanzen oder beim Umtopfen der Pflanzen vorsichtshalber Handschuhe tragen, die Haut durch Kleidung bedecken und bei besonders gefährlichen Pflanzen wie der Dieffenbachie zudem deine Augen schützen.


Wie gefährlich sind giftige Zimmerpflanzen?

Frau juckt sich am Arm

Giftige Zimmerpflanzen können genau wie giftige Gartenpflanzen zu ernstzunehmenden Beschwerden führen. Besonders, wenn Kinder und Tiere im Haushalt leben, muss auf die richtige Auswahl an Zimmerpflanzen geachtet werden. Manche Gifte wirken schon bei der Berührung der Pflanze, andere erst nach dem Verzehr.

Je nach Art und Intensität des Giftes können unterschiedliche Vergiftungserscheinungen auftreten, die sich auch unterschiedlich stark äußern. Beim Verzehr giftiger Zimmer- oder Hauspflanzen kommt es häufig zum Erbrechen und zu einer Reizung der Schleimhäute, was bis hin zu Schluck- und Atembeschwerden sowie – im schlimmsten Fall – zum Tod durch Ersticken führen kann.

Mögliche Vergiftungserscheinungen durch Pflanzen:

  • Hautreizungen
  • Verbrennungen
  • Verätzungen
  • Lähmungen
  • Sehstörungen
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Nervenschäden
  • Halluzinationen
  • Magen-/Darmbeschwerden
  • Tod

Achtung: Nicht nur Zimmer- bzw. Topfpflanzen können giftig und somit gefährlich sein – neu gekaufte Gewächse und Schnittblumen sind oft mit giftigen Pflanzenschutzmitteln behandelt, die ebenfalls nicht verzehrt werden dürfen.


Giftige Zimmerpflanzen – Kleinkinder fernhalten

Kleinkind in einem Laufstall vor einer Zimmerpflanze

Auch wenn sie harmlos aussehen, sind giftige Hauspflanzen für die jüngsten Familienmitglieder äußerst gefährlich. Babys und Kleinkinder erkunden die Welt, indem sie alles anfassen und sich in den Mund stecken – bei giftigen Zimmerpflanzen nimmt das oft kein gutes Ende. Kinder reagieren viel empfindlicher auf Vergiftungen als Erwachsene, daher sind die Auswirkungen oft schwerwiegender.

Es ist also sehr wichtig, dass du giftige Zimmerpflanzen außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern platzierst oder am besten gar keine im Haus hast. Sind die Kinder etwas größer, kann man sie über die Gefahren des Pflanzengiftes aufklären, doch das ist erst ab einem gewissen Alter möglich und setzt die Vernunft der Kinder voraus. Also lieber auf der sicheren Seite sein und giftige Topfpflanzen unzugänglich aufstellen oder ganz aus dem Wohnumfeld verbannen.


Pflanzengift – eine Gefahr für Haustiere

Katze guckt durch Blätter von einer Zimmerpflanze

Neben Kindern sind auch Haustiere gefährdet, da sie gerne mal an Pflanzen knabbern. Giftige Zimmerpflanzen für Katzen, Hunde und Kleintiere sind nicht zwangsläufig auch für den Menschen gefährlich, doch die meisten toxischen Zierpflanzen enthalten Gifte, die für Mensch und Tier eine Gefahr darstellen, vor allem beim Verzehr.

Gerade Katzen knabbern sehr gerne an Pflanzen, da ihnen pflanzliche Nahrung beim Ausscheiden von Haarbällen hilft. Wohnungskatzen versuchen, ihren Bedarf mithilfe von Zimmerpflanzen zu decken, wenn ihnen keine Alternative geboten wird. Haustierbesitzer sollten also unbedingt auf ungiftige Zimmerpflanzen setzen oder giftige Exemplare in Regale oder Räume stellen, wo die Vierbeiner sie nicht erreichen können.

In der nachfolgenden Liste findest du 15 der giftigsten Zimmerpflanzen für Katzen und andere Haustiere:

  • Aloe Vera
  • Alpenveilchen
  • Amaryllis
  • Begonie
  • Christusdorn
  • Dieffenbachie
  • Efeu
  • Efeutute
  • Einblatt
  • Geranie
  • Kalanchoe
  • Lilie
  • Palmfarn
  • Weihnachtsstern
  • Wüstenrose

Tipp: Katzen freuen sich über spezielles Katzengras, das sie gefahrlos verspeisen können. Im Idealfall lassen sie dann auch andere Zimmerpflanzen links liegen, doch dafür gibt es natürlich keine Garantie.

Zu den giftigen Zimmerpflanzen für Hunde zählen auch noch Agaven, Ficusarten, die Flamingoblume, Orchideen und viele andere. Am besten informierst du dich stets vor dem Pflanzenkauf, ob die gewählte Sorte für Hund und Katze giftig ist oder nicht.


Vergiftung durch Zimmerpflanzen – was tun?

Kleiner Welpe sitzt neben zerbrochener Zimmerpflanze

Dein Kind, jemand anderer in deiner Umgebung oder dein Haustier hat Teile einer giftigen Zimmerpflanze verzehrt? Dann ist jetzt Eile geboten. Folgende Maßnahmen solltest du treffen:

1. Bei Menschen den Mund ausspülen und eventuell noch in der Mundhöhle befindliche Pflanzenteile entfernen. Bei Tieren ist das nicht ganz so einfach, aber versuche es trotzdem.

2. Rufe bei heftigen Beschwerden sofort den Notarzt an bzw. geh mit deinem Haustier unverzüglich zum Tierarzt. Wenn du dir unsicher bist und noch keine Symptome aufgetreten sind, kann auch das Giftinformationszentrum eine erste telefonische Anlaufstelle sein.

3. Lasse die Person oder das Tier Wasser ohne Kohlensäure trinken, damit verdünnt sich das Gift (gib weder Mensch noch Tier Milch – sie könnte die Wirkung des Giftes zusätzlich verstärken).

4. Medizinische Kohle – ein essenzieller Bestandteil der Hausapotheke – kann die Giftstoffe im menschlichen Körper binden. Kohletabletten gibt es auch für Hunde, aber einer Katze wirst du sie kaum verabreichen können.

Tipp: Nenne dem medizinischen Personal, ob Human- oder Tierarzt, unbedingt die Pflanzenart, die zur Vergiftung geführt hat. Du kannst auch eine Probe davon mit in die Notaufnahme oder Tierarztpraxis nehmen, aber achte darauf, sie nur mit Handschuhen zu berühren und sicher in einem Plastikbeutel zu verstauen.


Ungiftige Zimmerpflanzen als Alternative

Schwertfarn in goldenen Töpfen

Damit du dich nicht um Vergiftungen durch Zimmerpflanzen sorgen musst, kannst du natürlich auch auf ungiftige Sorten zurückgreifen. In der nachfolgenden Liste findest du eine Auswahl ungefährlicher Zimmerpflanzen, die nicht weniger schön sind als ihre giftigen Verwandten.

  • Bananenpflanze
  • Dickblattgewächse (Blattsukkulenten)
  • Elefantenfuß
  • Geldbaum
  • Goldfruchtpalme
  • Grünlilie
  • Hibiskus
  • Korbmarante
  • Schwertfarn
  • Zwergpfeffer

Info: Da Sukkulenten keiner einzelnen Pflanzenfamilie angehören, gibt es von ihnen sowohl giftige als auch ungiftige Sorten – hier ist also Vorsicht geboten.


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