Mit ihren großen, herzförmigen Blättern, die an Hände mit gespreizten Fingern erinnern, liegt die Monstera als Zimmerpflanze gerade absolut im Trend. Was du bei Pflege und Vermehrung der verschiedenen Monstera-Arten beachten solltest, damit dir die Zimmerpflanze lange erhalten bleibt, erfährst du in diesem Ratgeber von toom Baumarkt.


Über die Monstera

Monstera in weißem Topf auf Holztisch

Der botanische Name der Zimmerpflanze ist „Monstera“ – wir kennen sie hierzulande jedoch auch unter dem Namen „Fensterblatt“. Die Kletterpflanze gehört zur Familie der Aronstabgewächse und stammt ursprünglich aus den Wäldern Mittel- und Südamerikas, von wo aus sie als Zimmerpflanze nach Europa kam. Durch ihre großen Blätter gibt sie viel Sauerstoff an die Luft ab und kann so dabei helfen, das Raumklima zu verbessern. Auch wegen ihres prächtigen Wuchses ist die Zimmerpflanze perfekt geeignet, um einen trendigen Urban Jungle zu kreieren. Sie passt als unaufdringlicher Blickfang aber auch zu einem minimalistischen Wohnstil.

Entdecke unsere Grünpflanzen im toom Onlineshop.Zum Shop

Aussehen und Wuchs

Monstera monkey leaf und Monstera deliciosa

Mit bis zu drei Metern Höhe und bis zu 50 Zentimeter großen Blättern macht die Monstera ihrem Namen alle Ehre. In ihrer tropischen Heimat wächst sie oft an Felswänden hoch, wo sie sich mit ihren Luftwurzeln zwischen den Spalten festsetzt. Bei Kontakt mit Erde verwandeln sie sich in normale Wurzeln – eine weitere Superkraft der Monstera!

Junge Blätter der Monstera sind hellgrün, mit der Zeit färben sie sich satt dunkelgrün. Spezielle Sorten können auch grün-weiß gemusterte Blätter haben. Die schildartigen Blätter in Herzform sitzen an langen, kräftigen Blattstielen und sind je nach Sorte geschlossen, geschlitzt oder gelöchert. Damit die langen Stiele nicht abknicken, muss die Monstera sich festhalten – in der Natur an anderen Pflanzen oder Felsen, in der Wohnung solltest du ihr Rankhilfen zur Verfügung stellen.

Viele kennen das Fensterblatt als reine Grünpflanze, doch es kann sogar Blüten ausbilden – allerdings eher in seiner tropischen Heimat als bei uns. Dort reifen nach der Blüte auch Beeren, die als Delikatesse gelten. Hierzulande können nur recht alte Exemplare der Monstera überhaupt blühen – und selbst bei ihnen klappt es nicht immer. Die Blüten bestehen jeweils aus einem gerippten Kolben, der von einem einzelnen weißen Hochblatt umhüllt ist. Die Blüte erinnert an die des Einblatts. Sollte dein Fensterblatt tatsächlich zu blühen beginnen, musst du dir überlegen, ob du die Blüte behalten möchtest, denn sie kostet die Pflanze viel Energie und riecht außerdem streng.


Fensterblatt-Arten und -Varianten

Weltweit gibt es etwa 50 Sorten der Monstera, von denen jedoch nur wenige als Zimmerpflanze kultiviert werden. Diese unterscheiden sich in Wuchs und Ausprägung der Blätter. Zu den bekanntesten und beliebtesten Fensterblatt-Arten gehören die folgenden.

„Monstera deliciosa“ – köstliches Fensterblatt oder Fünffingerblatt

Merkmale:

  • gehört zu den größten Monstera-Arten

  • sehr große Blätter bis zu 50 cm

  • Blätter teilen sich erst im Alter

  • Früchte sind essbar, daher das „deliciosa“ im Namen

Besondere Varianten:

  • „Variegata“: grün-weiß panaschierte und gefleckte Blätter

  • „Borsigiana“: kleinere und schmalere Blätter, weiß panaschiert

  • „Thai Constellation“: gelblich gefleckte Blätter, seltene Variante

„Monstera obliqua“ – löchriges Fensterblatt

  • kleiner als die klassische Monstera

  • Blätter haben Löcher

  • Blattrand bleibt auch im Alter geschlossen

  • Blüten- und Fruchtbildung wie bei der „deliciosa“

„Monstera adansonii“ – schiefes Fensterblatt

  • auch als „Monkey Leaf“ bezeichnet

  • niedrige Wuchshöhe bis 80 cm

  • Blätter bekommen im Alter längliche Löcher

„Monstera acuminata“ – schnell wachsendes Fensterblatt

  • niedrige Wuchshöhe bis 80 cm

  • wächst sehr schnell und gut verzweigt

  • spitz zulaufende Blätter mit Löchern


Ist die Monstera giftig?

Besonders wenn in deinem Haushalt Kinder oder Haustiere leben, solltest du mit der Monstera vorsichtig sein. Sie zählt zu den giftigen Zimmerpflanzen und kann neben Hautreizungen auch zu Schluckbeschwerden und Atemproblemen führen. Besonders auf den Pflanzensaft ist hier zu achten – bei empfindlicher Haut solltest du die Pflege deiner Monstera daher mit Handschuhen vornehmen.


Monstera richtig pflegen

Monsterablätter werden abgewischt

Grundsätzlich ist eine Monstera recht pflegeleicht und hat keine allzu hohen Ansprüche an Standort, Substrat und Nährstoffe. Ist sie doch mal unzufrieden, zeigt sie dir das durch verfärbte Blätter, damit du schnell handeln kannst. Neben der üblichen Pflanzenpflege solltest du die Blätter regelmäßig abwischen, da die große Oberfläche besonders im Winter bei trockener Luft sehr viel Staub anzieht, was die Fotosynthese verlangsamt. Hierzu kannst du entweder ein feuchtes, weiches Tuch verwenden oder die Blätter mit Wasser besprühen und trockenwischen. Wenn du deine Monstera gut pflegst, hast du sie viele Jahre an deiner Seite.

Tipp für die Blattreinigung: Verwende die Innenseite einer frischen Bananenschale zum Abwischen des Staubs. Diese reinigt das Blatt, gibt ihm seinen Glanz zurück und beugt zudem neuem Staub vor.

Große Monstera

Standort für das Fensterblatt

Damit sich deine Monstera rundum wohlfühlt, solltest du ihr einen Standort bieten, an dem sie von allen Seiten gleichmäßiges Tageslicht bekommt. Zwar mag sie es warm, doch direkte Sonne verträgt sie nicht so gut – am liebsten hat sie milde Morgen- oder Abendsonne. Steht das Fensterblatt zu schattig, können sich die Blätter nicht gut ausbilden. Neben Helligkeit und Wärme benötigt die Monstera auch eine hohe Luftfeuchtigkeit sowie ausreichend Platz, um sich ausbreiten zu können.

Tipp: Im Sommer kann die Monstera auch draußen stehen – bevorzugt an einem halbschattigen und windgeschützten Standort.

Welche Erde eignet sich für die Monstera?

Als Substrat eignet sich handelsübliche Zimmerpflanzen- oder Grünpflanzenerde. Diese ist nährstoffreich und durchlässig. Du kannst auch noch etwas Sand untermischen, dann wird die Erde noch etwas lockerer. Da die Monstera keine Staunässe verträgt, empfiehlt sich zusätzlich eine Drainageschicht aus Blähton unten im Topf – so kann überschüssiges Gießwasser besser abfließen und der Übertopf einfach ausgekippt werden.

Pflanzen werden gegossen

Monstera gießen und düngen

Zur Pflege des Fensterblatts gehört auch das richtige Gießen und Düngen. Die Wasserzufuhr sollte regelmäßig, aber mäßig erfolgen – ist sie etwas zu trocken, verträgt die Monstera das besser als zu viel Wasser. Vermeide unbedingt Staunässe. Dafür freut sich die Grünpflanze, wenn du ihre Blätter alle paar Tage mit abgestandenem Wasser besprühst. Mit einer kleinen Menge organischem Grünpflanzendünger kannst du deine Monstera zusätzlich alle paar Wochen düngen.

Grundsätzlich lässt sich die Monstera auch in Wasser halten, d. h. du musst sie nicht unbedingt in Erde pflanzen. Das kannst du dir auch bei einer eingetopften Monstera zunutze machen, wenn du einmal länger wegfährst und nicht gießen kannst: Lässt du die Luftwurzeln in ein Glas mit Wasser ragen, können sie die Pflanze während deiner Abwesenheit versorgen.

Rückschnitt der Monstera

Wird dir die Monstera zu groß, kannst du einen Rückschnitt vornehmen. Schneide hierzu die Stängel mit einer scharfen Schere ab. Die Pflanze treibt nach einiger Zeit an den Blattachseln neu aus. Möchtest du die entfernten Triebe nicht entsorgen, dekoriere sie entweder noch ein paar Tage in einer Vase mit Wasser oder schneide sie so ab, dass du sie als Ableger verwenden kannst – mehr dazu im Abschnitt „Fensterblatt vermehren“.

Achtung: Luftwurzeln solltest du auf keinen Fall abschneiden oder verletzen, da diese für Wachstum und Gesundheit der Monstera wichtig sind. Wenn sie dich stören, leite sie lieber in die Erde um, wo sie anwurzeln können.

Monstera frisch eingeplanzt

Monstera umtopfen

Da die tropische Monstera sehr schnell wächst, muss sie auch regelmäßig umgetopft werden. Je nach Bedarf solltest du das bei jüngeren Monstera alle ein bis zwei Jahre vornehmen und den Topf lieber direkt eine Nummer größer wählen. Der optimale Zeitpunkt, um das Fensterblatt umzutopfen, ist das Frühjahr – also nach Winterruhe und vor neuer Wachstumsphase. Wenn die Wurzeln aber bereits unter dem Jahr aus dem Topf ragen, solltest du mit dem Umtopfen nicht warten, damit die Pflanze nicht dauerhaft geschädigt wird. Beim Einpflanzen der Monstera in einen neuen Topf empfiehlt es sich außerdem, direkt eine Rankhilfe – zum Beispiel einen Moos- oder Kokosstab – in die Erde zu stecken, an der die Pflanze hochwachsen kann.

Tipp: Bei älteren Pflanzen, die nicht mehr wachsen, kannst du dir das Umtopfen sparen. Hier genügt es, alle ein bis zwei Jahre die oberste Substratschicht durch frische Erde zu ersetzen.

Diffuser vor Monstera

Fensterblatt überwintern

Wie üblich bei Zimmerpflanzen gibt es auch bei der Monstera nicht allzu viel zu beachten, wenn die kalte Jahreszeit naht. In beheizten Wohnräumen hat dein Fensterblatt es auch im Winter warm genug. Wegen der trockenen Heizungsluft solltest du aber die Blätter der Monstera speziell pflegen, denn sie bevorzugen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sprühe darum die Blätter häufiger ein oder stelle neben der Pflanze einen Diffuser oder eine Wasserschale auf. Gießen solltest du im Winter nur sehr wenig und Düngergaben vollständig einstellen – bis zur nächsten Wachstumsphase im Frühjahr.


Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler

Monstera sind sehr robust und werden daher nur sehr selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Lediglich Schildläuse oder Spinnmilben setzen sich manchmal auf ihr ab – diese solltest du rechtzeitig erkennen und bekämpfen. Oft reicht bereits ein Wasserstrahl aus, um sie zu entfernen.

Verfärben sich die Blattränder deiner Monstera braun oder bekommen die Blätter Risse, deutet das auf eine zu kalte Umgebung oder Nässe im Substrat hin. Auch gelbe Blätter kommen von zu nasser Erde. Hier solltest du umgehend handeln und bei Bedarf in trockeneres Substrat umtopfen, damit der Wurzelballen sich schnell erholen kann. Auch eine fehlende Blattteilung kann auf einen Pflegefehler hinweisen: hier fehlen der Monstera Nährstoffe oder Licht.


Fensterblatt vermehren

Monstera beginnt zu wurzeln

Die Zimmerpflanzen-Vermehrung über Ableger bzw. Stecklinge klappt meistens im Frühjahr oder Sommer am besten – so auch bei der Monstera. Und so geht’s:

  1. Trieb knapp unter einer Luftwurzel abschneiden – er sollte mindestens zwei Blätter und eine oder mehrere Luftwurzeln besitzen.
  2. Schnittstelle ein paar Stunden an der Luft trocknen lassen.
  3. Abgetrennten Trieb in ein Wasserglas stellen – der Standort sollte warm und hell sein.
  4. Nach zwei bis vier Wochen bilden sich neue Wurzeln.
  5. Bei einer Wurzellänge von etwa 10 cm einpflanzen.

Alternativ kann der Ableger der Monstera direkt in Anzuchterde gesetzt werden und dort wurzeln – die Luftwurzeln müssen hierzu unter der Erde sein. Auch hier sollte ein heller und warmer Standort gewählt werden und das Substrat sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass gehalten werden.

Tipp: Je mehr Luftwurzeln dein Ableger besitzt, desto schneller und erfolgreicher erfolgt die Bewurzelung.


Mehr Ratgeber zum Thema Zimmerpflanzen


Das könnte dich auch interessieren